Projekte: Insektenkartierung
Moosschwaige - Keine Moorarten mehr
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Für Moorlandschaften typische Tagfalter, Heuschrecken und Laufkäfer konnten die beiden Biologen auf den vier Probeflächen in der Moosschwaige nicht mehr nachweisen. Grundsätzlich können wir aber davon ausgehen, dass sich in manchen Ecken noch moortypische Laufkäfer aufhalten. Die Moosschwaige war früher mit dem Dachauer Moos in einem großen Moorgebiet verbunden. Heute sind weite Teile entwässert, mit Fichten bepflanzt und landwirtschaftlich genutzt. Um den Lebensraum für charakteristische Arten wieder attraktiv zu machen, müssten die verbliebenen Moorflächen vergrößert und über Korridore entlang von Bächen, Wegen oder Offenlandschneisen miteinander verbunden werden. Das Auflichten der Erlbachwiesen und unsere jährliche Herbstmahd haben die Bedingungen bereits erheblich verbessert. Bayernweit gefährdete bzw. auf der Vorwarnliste stehende Schmetterlinge wie der Sumpfwiesen-Perlmuttfalter und der Feurige Perlmuttfalter haben gegenüber früheren Jahren zugenommen. Die Raupen beider Arten entwickeln sich an verschiedenen Veilchenarten und überwintern in der Streuschicht als halberwachsene Raupe bzw. als Eiraupe. Bleibt zu hoffen, dass im Rahmen des Ökokontos umgesetzte Maßnahmen die Rückkehr weiterer, vor allem moortypischer Arten ermöglichen. |
Bayernweit ist er gefährdet, auf unseren Moorwiesen am Erlbach sieht man den Sumpfwiesen-Perlmuttfalter wieder häufiger Foto: Jochen Goldsche Auch der Feurige Perlmuttfalter hat von unseren Pflegemaß-nahmen profitiert Foto: Annette von Scholley-Pfab |