Projekte: Insektenkartierung
Langwieder Heide – Eldorado für Insekten
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Die Langwieder Heide zählt zu den am besten erhaltenen Heidegebieten Münchens. Das hat auch die Untersuchung der genannten Insektengruppen wieder ergeben. Die vorhandenen Biotopstrukturen bieten vielen verschiedenen Arten Lebensraum. Markus Schwibinger und Wolfgang Lorenz zählten insgesamt 29 Laufkäfer-, 25 Tagfalter-, und 8 Heuschreckenarten. Davon stehen 21 Arten auf der Roten Liste. Die Pflegemaßnahmen der vergangenen Jahre haben das typische Artenspektrum der Heiden erhalten und gefördert. Im Sommer mähen wir dichtere Grasfluren, um sie zu artenreichen Magerrasen weiterzuentwickeln. Im Herbst erfolgt die Mahd auf den kurzrasigen Heideflächen. Dort leben naturschutzbedeutsame Arten wie Hufeisenklee-Gelbling, Himmelblauer Bläuling, Zwerg-Bläuling, Dunkler Dickkopffalter und der Heidegrashüpfer. Für den Zwerg-Bläuling gehört die Langwieder Heide zu den wichtigsten Gebieten im Raum München. Seine Raupe findet hier große Mengen an Wundklee, ihre einzige Nahrungspflanze. Im Juni ist fast die gesamte Heide mit Wundklee gelb gefärbt. An den Gebüschsäumen müssen Abschnitte ungemäht bleiben, damit z. B. der Kurzgewölbte Laufkäfer dort Sommer wie Winter leben kann. Gleiches gilt für Schmetterlinge und Heuschrecken wie Frühlings-Mohrenfalter, Schwalbenschwanz und Zweifarbige Beißschrecke, die sich auf höherwüchsige Vegetation spezialisiert haben. Der Schwalbenschwanz beispielsweise überwintert als Puppe in Bodennähe, der Frühlings-Mohrenfalter als halberwachsene Raupe in der Streuschicht. Im Umfeld der Langwieder Heide wurden im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen Kies-Rohböden geschaffen. Auf diese konnten von den nahe gelegenen Bahnschotterflächen neue Arten wie der metallisch grüne Feldsandlaufkäfer mit den weißen Tupfen oder die Blauflügelige Ödlandschrecke einwandern. Wie der Name schon sagt, hat diese Heuschrecke eine Vorliebe für karge, kiesige Böden. Sie bewegt sich fast ausschließlich gehend fort. Wird die Pflanzendecke zu dicht, ist ihre Fortbewegung stark eingeschränkt. Dennoch ist sie in der Lage, schnell neue Schotterflächen zu besiedeln. Sie ist mit ihrer bräunlichen bis gräulichen Färbung perfekt getarnt und fliegt erst im letzten Moment auf. Dabei werden ihre wunderbar blauen Hinterflügel sichtbar. |
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Reichlich gedeckter Tisch für die Raupen des Zwerg-Bläulings – Wundklee in der Langwieder Heide Foto: Christine Harzer |
Gut getarnt – wie viele
Ödlandschrecken |