Insektenkartierung in LBV-Biotopen 2010
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Bereits im Sommer 2009 hatten die Biologen Wolfgang Lorenz und Markus Schwibinger die Bestände von Laufkäfern, Tagfaltern und Heuschrecken auf ausgewählten LBV-Pflegeflächen in München untersucht (mehr dazu hier). 2010 standen nun die Flächen am Ackermannbogen, auf der Isarbrenne Freimann, in der Moosschwaige West und im Virginia-Depot auf dem Programm.
Wozu brauchen wir diese Untersuchungen? Nur wenn wir die Artenverteilung der Insekten auf den verschiedenen Biotopen und die Auswirkungen der verschiedenen Pflegemaßnahmen auf die Insektenpopulationen kennen, können wir über die Biotoppflege eine möglichst große Artenvielfalt erhalten und fördern. Die Untersuchung zeigte, dass auf allen Flächen die Biotoppflege des LBV vielen Tagfalter-, Heuschrecken- und Laufkäferarten zugute kam.
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ERGEBNISSE:
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Sie zeigte aber auch die Grenzen der LBV-Biotoppflege auf, und diese sind mit den Grenzen unserer Pflegeflächen erreicht. So können wir auf den Flächen, für die uns die Pflege übertragen wurde, unser Pflegeregime an die Bedürfnisse der Arten anpassen, was aber die Vernetzung mit anderen Artvorkommen oder die Vergrößerung geeigneter Offenstandorte angeht, sind uns oft die Hände gebunden. Wir sind deshalb dabei verstärkt dabei vernetzende Strukturen in Pflege zu nehmen, z.B. Grabendämme, Hecken und Bahnböschungen. Der Hüllgraben und unsere Hecken in Johanneskirchen und Riem sind erste Beispiele. Mit unserer von der Gregor-Louisoder-Stiftung geförderten Studie zu "Biotopneuanlagen im Großraum München" wollen wir erreichen, dass auch die in Bebauungsplanungen vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen qualitativ besser werden.
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Spätsommermahd im Virginia-Depot, Belassen von Bracheanteilen Foto: Ch. Köbele
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Perlgrasfalter Coenonympha arcania im Virginia-Depot Foto: S. Braun
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Das Projekt „Förderung der Biodiversität - Pflegeempfehlungen für Insekten“ wird gefördert vom Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München |