Insektenkartierung auf LBV-Biotopen 2010

 

Ackermannbogen – Grünes Eiland in einem Meer aus Beton

 

Auf der sehr isoliert in einem Wohngebiet gelegenen Magerwiese am Ackermannbogen fand Wolfgang Lorenz 29 Laufkäferarten. Rund 60% davon werden als stadtbedeutsame Zielarten eingestuft. Die vier Arten Amara cursitans, Kurzer Kanalläufer Amara curta, Schmaler Laubläufer Notiophilus aestuans und Schwarzer Grabläufer Pterostichus melas sind von besonderer Bedeutung, da sie in München selten und für dieses Gebiet typisch sind. Die Pflegemaßnahmen des LBV erscheinen laut Lorenz für die langfristige Bestandessicherung dieser Laufkäferarten besonders Erfolg versprechend.

Markus Schwibinger konnte insgesamt acht Tagfalterarten nachweisen, worunter sich jedoch mit dem Idas-Silberfleck-Bläuling Plebeius idas nur eine naturschutzbedeutsame Art befindet, die dafür aber in großer Zahl vorkommt.

Das Biotop am Ackermannbogen

Foto: M. Schwibinger

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem konnten lediglich zwei ungefährdete Heuschreckenarten in geringer Anzahl beobachtet werden, wodurch sich bei den Tagfaltern und Heuschrecken insgesamt ein relativ artenarmes Spektrum zeigt. Die Ursache dafür dürfte an der isolierten Lage und der geringen Flächengröße des Biotops sowie an der hohen Ameisendichte liegen. Um den bedeutenden Bestand des Idas-Silberfleck-Bläulings zu erhalten, wird die Magerwiese weiterhin in Teilflächen gemäht. Besondere Vorsicht ist von Mai bis September geboten: hier darf nie über die Hälfte der Fläche gemäht werden, um größere Verluste in den Ei- und Raupenstadien zu vermeiden.

 

Idas-Silberfleck-Bläulinge

Foto: U. Schwab

Das Projekt „Förderung der Biodiversität - Pflegeempfehlungen für Insekten“ wird gefördert vom Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München