Projekt Gebäudebrüter: Vögel
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Die Nahrung der Rauchschwalben besteht aus Fluginsekten aller Art wie Fliegen, Mücken und Blattläusen; sie jagen meist im näheren Umkreis ihrer Nester über offenen Grünflächen, bei ungünstigem Wetter auch in großen Scharen dicht über Gewässern, wo sie schlüpfende Mücken erbeuten, oder in Ställen. Ihre Flughöhe variiert je nach Wetterlage, was ihnen auch den weit verbreiteten Ruf als Wetterboten einbrachte. Rauchschwalben brüten in
der Zeit von Mitte April bis Anfang September zweimal. Das erste Gelege
besteht meist aus 3 bis 6 weiß-braun gefleckten Eiern, die zweite Brut
beginnt ungefähr 50 Tage später und ist etwas kleiner. In besonders
günstigen Jahren kann es zu einer dritten Brut kommen. Trotz der scheinbar
hohen Vermehrungsrate überleben nur wenige Jungvögel das erste Jahr. Die
Eier werden 12 bis 18 Tage lang bebrütet. Die Jungen bleiben nach dem
Schlüpfen 20 bis 24 Tage am Nistplatz, werden aber nach dem Ausfliegen noch
bis zu 2 Wochen von den Eltern gefüttert. Jungvögel kehren in dieser Zeit
zur Übernachtung ins Nest zurück. |
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Rauchschwalben haben ihre
Verbreitungsschwerpunkte in München im Süden (Tierpark), in Reiterhöfen am
Stadtrand und in den Reitanlagen in Riem und Daglfing. In Stadt und
Landkreis weichen sie wegen zunehmender Aufgabe landwirtschaftlicher
Betriebe auf Tiefgaragen, Tordurchfahrten und offen stehende Werks- und
Bahnhofshallen aus. |
| Je nach Nistplatzangebot
brüten Rauchschwalben entweder in Einzelpaaren oder in Gruppen; der
Nistplatz wird heftig gegen Artgenossen verteidigt; Flugfeinde (z.B.
Greifvögel) hingegen werden gemeinschaftlich angegriffen. Rauchschwalben zeigen eine hohe Nistplatztreue: viele Jungvögel siedeln sich für ihre erste Brut nur wenige Kilometer von ihrem Geburtsnest entfernt an. Altvögel bessern ihre Nester aus und benutzen sie immer wieder - in manchen Fällen über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren. |
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Der Bestand an
Rauchschwalben geht in menschlichen Ballungsräumen stetig zurück, in
Großstadtzentren fehlen sie mittlerweile fast völlig. Grund dafür sind
Nahrungsmangel sowie Mangel an Nistplätzen und Nistmaterial, die durch
mehrere Faktoren entstehen: Die Aufgabe von Reiterhöfen oder
landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierhaltung sowie die Veränderung der
Viehhaltung (moderne Ställe ohne Einflugmöglichkeiten oder mit starker
Durchlüftung) beraubt sie ihrer Nistplätze. Mit Verdichtung und
Flächenbebauung in Stadt und Landkreis steigt die Versiegelung, Jagdgebiete
der Rauchschwalben verschwinden; auch die für den Nestbau nötigen
Lehmpfützen gibt es auf versiegelten Flächen nicht mehr, Insektenreichtum
kann sich hier nicht entwickeln – Nahrungsengpässe entstehen. |
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Nisthilfen für Rauchschwalben sind im Fachhandel erhältlich. |
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Handelsübliche Nisthilfe |
Auf Stützbrettchen hält das Nest besser |
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Wer ein Quartier für Rauchschwalben schaffen möchte, sollte dabei beachten:
Besonders vorteilhaft sind
ein naturnahes Umfeld und die Nähe zu extensiv bewirtschafteten,
Sie wünschen Beratung?Landesbund für Vogelschutz |