Projekte Gebäudebrüter: Vögel
| Mehlschwalben ernähren sich
von Fluginsekten wie Blattläusen, Fliegen, Mücken sowie Wasserinsekten. Sie
jagen, auch in größerer Entfernung ihrer Kolonie, fast ausschließlich über
offenen Flächen oder dicht über der Wasseroberfläche; manchmal schnappen sie
auch im Rüttelflug oder im Sitzen Insekten von Mauern, Felswänden oder
Bäumen. Die Brutzeit ist von Mitte Mai bis Mitte September, in diesem Zeitraum finden zwei Bruten statt. Das Erstgelege besteht meist aus 4 bis 5 ovalen weißen Eiern, die mit zunehmender Bebrütung immer gefleckter werden; die mit ca. 50 Tagen Abstand stattfindende zweite Brut ist etwas kleiner. Die Brutdauer beträgt 14 bis 16 Tage, nach weiteren 23 bis 30 Tagen fliegen die Jungschwalben zum ersten Mal aus. Dabei werden sie von ihren Eltern und anderen erwachsenen Vögeln begleitet und abends wieder ins Nest zurückgeführt. Die Jungen werden noch längere Zeit außerhalb des Nestes von den Eltern gefüttert; die Futterübergabe erfolgt meist im Rüttelflug. Jungschwalben bleiben oft noch mehrere Wochen nach dem Ausfliegen in Nestnähe und lernen so die nähere Umgebung kennen. |
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Mehlschwalben sind
Langstreckenzieher, die in großer Zahl den Winter im südlichen Afrika
verbringen. Manche Individuen überwintern näher am Brutgebiet, z. B. in
Marokko, Algerien, Tunesien oder auf Malta. Bei uns sind sie von Mitte April
bis etwa Mitte September. Vor Zugbeginn sammeln sich Mehlschwalben, oft
zusammen mit Rauchschwalben, auf Leitungen. |
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Untergrund variabel, meist jedoch eine Viertel- oder Achtelkugel mit kleinem
Einschlupfloch oben. Die Nestmulde im Inneren wird mit Moos, Federn, Halmen
oder Wurzeln ausgepolstert. Alte Nester werden immer wieder benutzt und
ausgebessert, der Bau neuer Nester findet bevorzugt an Stellen mit Spuren
alter Nester statt. Mehlschwalben sind sehr
ortstreu: einmal gegründete Kolonien werden sehr lange genutzt, in manchen
Fällen 60 bis 80 Jahre. |
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Gefährdung In den Städten sind Mehlschwalben sehr selten geworden, teilweise sogar völlig verschwunden. Hauptgrund hierfür sind Nahrungs- und Nistmaterialmangel. Doch auch die fortschreitende Modernisierung macht den Mehlschwalben zu schaffen: Die Fassaden von Neubauten - häufig Zweckbauten aus Stahl und Glas - sind zu glatt, die Nester halten nicht, oft fehlt der schützende Dachüberstand. Größere Populationen von Mehlschwalben findet man in München nur noch in der Nähe von Reit- oder Viehställen oder am Stadtrand. Im Landkreis reduziert die zunehmende Flächenbebauung den Lebensraum der Mehlschwalben: Auf versiegelten Flächen können sich keine Insekten entwickeln, Baumaterial für die Nester fehlt und offene, zur Jagd geeignete Flächen schwinden. Nach Umbau und Modernisierung alter Gebäude und Höfe sind die Fassaden oft ungeeignet für Mehlschwalbennester oder die Vögel werden vergrämt. Oft weichen Schwalben auf
Neubaugebiete aus, da sie dort in Baugruben ausreichend Nistmaterial finden.
Auch hier droht ihnen
Vergrämung, die Brut wird verwehrt, manchmal auch die Nester rechtswidrig
entfernt - aus Angst vor Fassadenschäden und Kotverschmutzungen unter den
Nestern. |
Schutz und Hilfe
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Schutzstatus: |
besonders geschützt gem. BNatSchG |
Rote Liste V |
Vogel des Jahres 1974 |
Schutz- und Hilfsmaßnahmen für Mehlschwalben:
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Wer ein Quartier für
Mehlschwalben schaffen möchte, sollte dabei beachten: |
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Sie wünschen Beratung?Landesbund für Vogelschutz |