Projekte: Artenschutz an Gebäuden - Mauersegler
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Pünktlich zur Rückkehr der Mauersegler erschienen: Das Mauersegler-Baubuch Ab Ende April können wir uns wieder an vertrauten Rufen in unseren Straßen erfreuen: Dann sind die Mauersegler aus ihrem Überwinterungsgebieten in Afrika zurück und zischen mit lautem „sriih-sriih“ durch die Stadt und an ihre Brutplätze. Einige von ihnen werden aber nach ihrer Heimkehr vor verschlossenen Türen stehen: Ihre Brutgebäude wurden in der Zwischenzeit saniert, die Einschlupföffnungen vergittert, die Nistplätze zerstört. Dieses traurige Schicksal trifft immer mehr der flinken Flieger, die zur Brut auf Nistplätze an Gebäuden angewiesen sind. Durch die stetig steigenden Sanierungen finden immer weniger Mauersegler einen Brutplatz in der Stadt. Und neue Gebäude bieten von vorneherein keine Brutplätze. Sie sind im Dachbereich hermetisch abgeriegelt, die Fassaden sind glatt und unstrukturiert, Fugen und Nischen zur Brut fehlen. Für Mauersegler eine kritische Situation: Immer weniger von ihnen können erfolgreich brüten, die Bestände in Stadt und Landkreis sinken. Im Projekt Artenschutz an Gebäuden setzen wir uns besonders für die fliegenden Sommerboten ein. Mit Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung für die Nöte von Gebäudebrütern zu sensibilisieren, aber auch mit Einsatz vor Ort auf den Baustellen, wenn Quartiere oder die Tiere selbst in Gefahr sind. Viele Brutplätze haben wir so schon erhalten können. Unsere Erfahrung dabei: Die Zerstörung passiert meist nicht absichtlich – Mauersegler werden einfach übersehen, weil sie so unauffällig und versteckt brüten und kaum Spuren ihrer Anwesenheit an den Fassaden hinterlassen. Mit Unterstützung unserer Förderer und Spender ist jetzt ganz aktuell das Mauersegler-Baubuch erschienen. Auf 32 Seiten informiert diese Broschüre über den richtigen Umgang mit Gebäudebrütern am Bau, wie man ihre Quartiere entdecken und erhalten oder artgerecht ersetzen kann und was man sonst noch für die beliebten Flugkünstler tun kann – ein Muss für Bauherren, Architekten, Bauhandwerker und natürlich für alle Naturfreunde – denn viele Häuser kann man Mauersegler gerecht umgestalten.
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