Projekt Gebäudebrüter: Vögel - Mauersegler (Apus apus)
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Nistplatz Gefährdung Schutz und Hilfe Das Mauersegler-Baubuch |
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fliegen,
Mücken und fliegende Formen von Ameisen und Blattläusen. Dem drohenden
Nahrungsmangel bei Schlechtwettereinbrüchen begegnen die Vögel mit sog.
„Wetterfluchten“, bei denen sie Tiefdruckzonen über hunderte von Kilometern
weit ausweichen. Zurückgelassene Jungvögel sind in der Lage,
Körperfunktionen und Herzschlag in einer Art Kältestarre (Torpor) stark zu
verringern und so die nahrungslose Zeit zu überdauern. Deshalb gibt es in
ihrer Entwicklungszeit große Zeitspannen. |
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Mauersegler kommen in Städten und Siedlungen vor, besonders häufig in Stadtvierteln mit hohem (v. a. unsaniertem) Altbaubestand. Aber auch höhere Flachdachgebäude im Stil der siebziger Jahre werden besiedelt, des Weiteren historische Bauten, Kirchen, Industriebauten. Da Mauersegler in Kolonien brüten, ist meist mit mehreren Nistplätzen an einem Gebäude zu rechnen |
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Ihre Nistplätze befinden sich ausschließlich an Gebäuden - in dunklen Hohlräumen im Dachgesims unter den Dachrinnen oder -ziegeln, in hochge-legenen Mauerlöchern, undichten Jalousiekästen oder hinter den Verkleidungsblechen und -platten von Flachdachgebäuden. Die Einflugschlitze können sehr klein sein und sind i. d. R. von unten nicht sichtbar. Es werden nur solche Nistplätze besiedelt, die eine Anflugmöglichkeit von unten oder von vorne bieten. |
![]() Kot an der Rinne Foto: S. Weber |
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Mauersegler sind heimliche Untermieter. Sie hinterlassen keinen Schmutz an Fassaden, und ihre Anwesenheit an einem Gebäude bleibt oft über Jahre unbemerkt. Deshalb werden sie bei Baumaßnahmen meist nicht rechtzeitig bemerkt. Sanierungen während der Brutzeit gefährden die Vögel und ihre Brut, aber auch bei Baumaßnahmen außerhalb der Brutzeit werden viele Quartiere – oft ungewollt – verschlossen. Wegen ihrem besonderen Flugverhalten – Mauersegler brauchen etwa 2,5 bis 3 m freien Raum unter ihrem Nistplatz, um ein- und ausfliegen zu können – kann bereits der Aufbau eines Baugerüstes für harmlose Reparaturarbeiten Brut und Altvögel gefährden. Mauersegler
sind extrem ortstreu. Sie benutzen ihre Nistplätze ein Leben lang, und
können sich bei Verlust nur schwer an einen anderen Nistplatz gewöhnen. Nach
Quartiersverlust kreisen die Vögel oft noch jahrelang über dem Gebäude,
bevor die Kolonie zusammenbricht, weil keine Reproduktion mehr stattfindet. |
Wegen der besonderen Gefährdung von Mauerseglern durch Sanierung und Umbau setzen hier die Schutz- und Hilfsmaßnahmen an:
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3. Berücksichtigung des Flugverhaltens
beim Aufbau des Gerüstes; keine Staubnetze und hinder- lichen Querstangen im Ein-/Ausflugbereich bis 2,5 m unter dem Einflugloch 4. Erhalt von Brutplätzen und Einflugöffnungen nach der Sanierung 5. Anbieten von Ersatznistplätzen während und nach der Sanierung Schutzmaßnahmen für Mauersegler bei Sanierung und Umbau pdf 3,3MB
6. Vorbeugende Quartierschaffung bei Neubauten |
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handelsübliche Mauersegler-Nistkasten Foto: S. Weber ![]() |
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Wer ein Quartier für Mauersegler schaffen möchte, sollte dabei beachten: |
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Bevorzugte Gebäude |
Lage am Gebäude |
Quartierstyp |
Platzbedarf bxhxt (cm) |
Einflugöffnung (mm) |
Besondere Bedingungen |
weitere Maßnahmen |
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Hohe Gebäude |
Dachtraufe; |
Kasten |
40x20x20 |
d=30 mm oder
30x60 mm queroval, exzentrisch, Bodenabstand |
Koloniebrüter |
Freier Anflug vor und unter dem Quartier |
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Besonders vorteilhaft sind die Nähe zu einer bestehenden Kolonie und die Anlockung der Vögel durch Abspielen von Mauerseglerrufen. Weil Mauersegler Koloniebrüter sind, sollte man mehrere Quartiere an einem Gebäude vorsehen. Sie wünschen Beratung?
Landesbund für Vogelschutz |