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Auch die kleinste
heimische Meise, die Blaumeise, ist mit ihrem blau leuchtenden Gefieder
kaum zu übersehen. Der lebhafte Vogel turnt gerne in den äußersten
Baumwipfeln umher, wo er mit akrobatischer Leichtigkeit nach kleinen
Insekten sucht. Männchen und Weibchen sehen fast identisch aus: beide
haben eine blaue Stirn mit einem feinen Augenstrich, auch Flügel und
Schwanz sind blau – beim Männchen von etwas kräftigerer Farbe als beim
Weibchen. Brust und Bauch sind zart gelb. Obwohl Kohl- und Blaumeisen
eigentlich in Laub- und Mischwäldern Zuhause sind, fühlen sie sich in
der Nähe der Menschen ebenfalls sichtlich wohl und kommen in Parks und
Gärten häufig vor.
Im Sommer ernähren sich
die beiden Meisenarten hauptsächlich von Insekten, deren Larven und
Spinnen, außerhalb der Brutzeit werden vermehrt Sämereien, Früchte und
Knospen verspeist. Auch in harten Wintern brauchen sie aufgrund
menschlicher Zufütterung Nahrungsengpässe kaum zu fürchten.
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Blaumeise. Foto:
Josef Schröpfer |
Nistplatz
Die neugierigen Meisen sind
Höhlenbrüter, die neben ihren ursprünglichen Baum- und Spechthöhlen
überwiegend Nistkästen an Bäumen zur Brut benutzen. Gelegentlich suchen sie
auch in Mauerritzen, unter Dachziegeln, unter Flachdächern oder in anderen
Höhlungen an Gebäuden nach Nistgelegenheiten – manchmal sogar in Briefkästen
oder Gieskannen! Gebäudehöhe und -typ spielen kaum eine Rolle. Da Meisen
Reviere bilden und diese auch energisch verteidigen, ist der Abstand
zwischen den Nistplätzen recht groß. Blaumeisen bevorzugen Bruthöhlen mit
kleinen Einfluglöchern (d=26-28 mm) – somit ist die Gefahr geringer von
einer größeren Vogelart vertrieben zu werden. Beide Meisenarten bauen ihr
Nest aus Moos; die Nistmulde wird mit Tierhaaren ausgepolstert.
Gebrütet wird zwischen
April und August, wobei Kohlmeisen je nach Nahrungsangebot bis zu drei
Bruten aufziehen können. Blaumeisen ziehen meist nur ein bis zwei Bruten pro
Saison auf, haben dafür aber größere Gelege mit bis zu 16 Eiern – Kohlmeisen
legen dagegen normalerweise nicht mehr als 12 Eier.
Die standorttreuen Meisen
bleiben das ganze Jahr über in ihrem Revier und benutzen auch im Winter die
Nistplätze gerne als Schlafhöhlen. Wer also einer Meise Mitwohngelegenheit
bietet, kann sich auf eine längere Nachbarschaft freuen
Meisennester im
Flachdachbereich. Fotos: S. Weber
Schutz und Hilfe
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Schutzstatus: |
besonders geschützt
gem. BNatSchG |
Schutz- und
Hilfsmaßnahmen für Kohl- und Blaumeisen:
1. Höhlungen am Haus oder im Mauerwerk
offen lassen
2. Bauzeit während der Abwesenheit der
Vögel
3. Auf Baustellen: Bruten zu Ende führen
lassen, keine Störungen am Nest!
4. Anbieten von Nistkästen in geeigneter
Lage
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