Projekt Gebäudebrüter: Fledermäuse
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Quartier Gefährdung Schutz und Hilfe Braunes Langohr (Plecotus auritus) |
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Das Braune Langohr gehört mit einer Körpergröße von ca. 5 cm und einer Flügelspannweite von ca. 28 cm zu den mittelgroßen Fledermausarten. Auffällig an dieser Art sind die großen Ohren; sie sind mit 4 cm fast so lang wie der Körper. Im Schlaf und in der Winterruhe werden sie nach hinten geklappt und unter den Flughäuten versteckt, damit über ihre große Fläche keine Wärme verloren geht. Bei der Orientierung durch Ultraschall können Langohren auch die schwächsten Geräusche wahrnehmen; deshalb sind ihre Rufe auch leiser als die anderer Fledermausarten. Braune Langohren verlassen ihre Quartiere in der späten Dämmerung, meist sogar erst bei völliger Dunkelheit. Ihre |
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Jagdgebiete liegen – nur wenig hundert Meter vom Quartier entfernt - vor allem an und in Gebüschen und Baumkronen, gelegentlich jedoch auch in Ställen. Durch ihre breiten Flügel sind sie auch auf kleinstem Raum extrem wendig; trotzdem fliegen sie bei der Jagd in der Regel langsam und niedrig und können sogar im Rüttelflug Insekten von Blättern, Zweigen oder Wänden ablesen. |
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Die Nahrung der Braunen
Langohren besteht aus mittelgroßen Insekten, größtenteils aus Nachtfaltern.
Häufig wird die Beute an so genannten Fraßplätzen verzehrt, unter denen der
Boden dann mit abgebissenen Insektenflügeln übersät ist. |
| Braune Langohren sind in stärkerem Ausmaß als andere Langohrarten Waldbewohner. Ihre Sommer-quartiere beziehen sie bevorzugt in Baumhöhlen, nehmen jedoch Vogel- und Fledermausrundkästen sowie Dachböden gerne als Ersatzquartier an. Auf Dachböden suchen sich Braune Langohren ihre Hangplätze vor allem in Zapfenlöchern, Balkenkehlen oder Firstspalten; Einzeltiere sind auch in Felshöhlen, hinter Fensterläden oder in Spalten an Gebäuden zu finden. Ähnlich wie die Großen Mausohren nutzen auch Braune Langohren je nach Temperatur unter- |
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schiedliche Hangplätze im Quartier; der Ausflug
erfolgt sowohl durch freie Öffnungen als auch über Spalten, durch die die
Tiere ins Freie kriechen. |
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Generell sollte vor Beginn einer Sanierung im Dachbereich bekannt sein, wie die Hangplätze im Quartier im Jahresverlauf genutzt werden, wo sich die Flugöffnungen befinden und ob potentielle Ausweichquartiere in der Nähe liegen. Braune Langohren sind orts- und quartiertreu und tolerieren Veränderungen in ihrem Quartier nur, wenn die Flugöffnungen und das Mikroklima erhalten bleiben. |
Neben dem Erhalt von naturnahen Baum- und Buschlandschaften als Lebensraum und Jagdgebiet betreffen andere wichtige Schutzmaßnahmen den Erhalt und die Neuschaffung von Langohr-Quartieren an und in Gebäuden: 1. Prüfung auf Vorkommen von Fledermäusen und ihren Quartieren vor Sanierungsbeginn 2. Einflug- und Durchflugöffnungen von Quartieren offen halten 3. Erhalt des Mikroklimas im Dachstuhl 4. Erhalt alter Balken und Holzbretter mit typischem Koloniegeruch bei Umbau des Quartiers 5. Bauzeit während der Abwesenheit der Tiere
6. keine Verwendung von Fledermaus gefährdenden chemischen Holzschutzmitteln bei Dachsanierungen Liste Fledermaus verträglicher Holzschutzmittel (pdf 530 kb) 7. Schutz der Winterquartiere vor Störungen 8. Anbieten von Fledermauskästen in geeigneter Lage. Fledermauskästen sind im Fachhandel erhältlich. Handelsübliche Fledermauskästen (Fotos: Firma Schwegler): |
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