Projekt Gebäudebrüter - Fledermäuse
|
Fledermäuse sind gesellige Säugetiere. In den Winterquartieren und in den so
genannten Wochenstuben, wo Weibchen ihre Jungen zur Welt bringen, finden
sich oft Hunderte von Tieren zusammen. Im Sommer und Herbst, zur Zeit der
Paarung, suchen sich die Männchen jedoch Einzelquartiere. Von dort aus
locken sie Weibchen an und paaren sich mit ihnen.
Fledermäuse bewohnen im Jahresverlauf nicht nur ein Quartier. Entsprechend ihren Bedürfnissen müssen die Winterquartiere kühl, aber frostfrei und feucht sein, damit die empfindlichen Flughäute nicht austrocknen. Als Sommer- und Herbst- bzw. Balzquartiere hingegen werden warme, zugluftfreie Verstecke aufgesucht. Beim Wechsel von Sommer- zu Winterquartier können sie Wanderungen über mehrere hundert Kilometer zurücklegen. Fledermäuse sind sehr ortstreu, sie suchen ihre Quartiere regelmäßig wieder auf. Einige Arten nehmen gelegentlich oder bevorzugt Quartiere an Gebäuden an, andere Arten sind typische Waldbewohner. Aufgrund ihrer besonderen Lebensweise gehören Fledermäuse zu den in Deutschland am stärksten bedrohten Tierarten. Gefährdet sind die Tiere vor allem durch den Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft und chemischer Holzschutzmittel bei Dachstuhlsanierungen. Aber auch der Verlust von Quartieren an Bäumen (Fällungen von Bäumen mit Spechthöhlen) und Gebäuden (Verlust bei Sanierung) macht ihnen schwer zu schaffen. Diese Fledermausarten beziehen häufig Quartiere an Gebäuden: |
|