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Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat mit
Schreiben vom 1.2.2007 einen Schutzgebietsantrag für das Pasinger
Gleisdreieck bei den zuständigen Behörden eingereicht. Der Antrag wurde am
1.2.2007 Bürgermeister Monatzeder offiziell übergeben. Damit sollte ein
unverzichtbares Stück Münchner Natur langfristig erhalten werden. Dennoch
werden nun auf 100.000 Quadratmetern wertvolle Biotopflächen vollständig
verloren gehen. Das Biotop im Pasinger Gleisdreieck ist ungeheuer
artenreich, z. B. wurden 244 Pflanzenarten festgestellt.
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Nach wie vor stehen im voll erschlossenen
Gewerbegebiet Freiham Süd, das nur wenige hundert Meter entfernt vom
Pasinger Gleisdreieck liegt, mindestens 6 ha stadteigene Gewerbeflächen
zum Verkauf (
http://www.standort-muenchen.info/seiten/g_liste.html - Gewerbegebiet
Freiham, klassisches Gewerbe). Es ist nicht begründbar, warum wichtige
Natur- und Erholungsflächen gewerblich überbaut werden sollen, während in
unmittelbarer Nähe ein mit Steuergeldern sehr teuer (eigener
Autobahnanschluss) hergerichtetes Gewerbegebiet halb leer steht. Dazu
bringt der Beschluss des Stadtrats lediglich die Begründung, die ganzen
freien Gewerbeflächen in Freiham Süd wären für verarbeitendes Gewerbe
reserviert. Dazu gibt Heinz Sedlmeier, Leiter der Geschäftsstelle München
des LBV München folgende Prognose ab: „Dass sich in Freiham Süd in den
nächsten Jahren verarbeitendes Gewerbe ansiedelt, ist entweder weltfremdes
Wunschdenken oder Irreführung. Der Standort Freiham ist für produzierendes
Gewerbe viel zu teuer – die Flächen bleiben auch in Zukunft leer oder man
siedelt irgendwann in den nächsten Jahren dann doch weitere Bau- oder
Möbelmärkte an. Vor diesem Hintergrund ist die Bebauung des Pasinger
Gleisdreiecks völlig unverständlich.“
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Die Bebauung im Pasinger Gleisdreieck geht mit
einer unvorstellbaren Flächenverschwendung einher. Die Verkaufshallen
sind allesamt eingeschossig – Parkhaus oder Tiefgarage sind nicht
vorgesehen. Als Begründung für den Verzicht auf Mehrgeschossigkeit und
Parkhaus wird im Stadtratsbeschluss folgendes angeführt (S. 30) „Die
Kunden der Metro entnehmen die Produkte in größeren Gebinden und laden
diese in Einkaufswagen mit großem Fassungsvermögen.“ Das heißt übersetzt,
weil die Kunden angeblich besonders große Einkaufswagen nutzen, kann ihnen
ein Parkhaus nicht zugemutet werden. Dafür gehen zigtausende Quadratmeter
Münchner Freifläche verloren, die über flächensparende Parkplätze hätten
erhalten werden können.
Das wäre eine sinnvolle
Alternative zur Bebauung im Biotop gewesen:
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Die beiden Märkte hätten
ins Gewerbegebiet Freiham Süd ziehen können. Nun werden diese mit
Steuergeldern teuer hergestellten Gewerbegebietesflächen jahrelang leer
stehen.
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Die Gewerbebauten hätte
man flächensparend mehrgeschossig und mit Tiefgaragen bauen können.
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Der Landesbund für
Vogelschutz wäre bereit gewesen, die Pflege des Biotops im Pasinger
Gleisdreieck zu übernehmen und den Erhalt der für den städtischen Bereich
einmaligen Artenvielfalt zu gewährleisten.
Der Landesbund für
Vogelschutz empfiehlt den Verbrauchern, genau zu überlegen, ob sie mit ihrem
Einkauf Unternehmen unterstützen wollen, die sich großflächig in
Naturgebieten ansiedeln, obwohl es umweltverträgliche Alternativen gibt.
München, den 9.12.2008
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