![]() Gerodete Hecke im Landschaftspark Riem Foto: Hans Reimann |
Trotz Protest des Landesbund für Vogelschutz und 2.000 Bürgerunterschriften musste die Riemer Hainbuchenhecke dem freien Blick auf das Millionengrab Riemer Badesee weichen Ein Pressefoto der gerodeten Hecke kann unter p-eisenhut@lbv.de angefordert werden |
| Ende Februar wurde die längste Hecke Münchens, die entlang des ehemaligen Fughafenovals im geplanten Landschaftspark südlich der Messestadt verlief, gerodet. Die Initiative des Landesbund für Vogelschutz (LBV) für den Erhalt der Hecke, der sich 2000 Bürger mit ihrer Unterschrift angeschlossen haben, hat die Fällung nicht verhindern können. Damit wurde die einzige alte Gehölzstruktur des Parks innerhalb des 147 ha großen Landschaftspark dem freien Blick auf das Millionengrab Riemer Badesee geopfert. Der Landesbund für Vogelschutz sieht damit den Sinn der Beteiligung von Bürgern und Umweltverbänden an der Bebauungsplanung in München ad absurdum geführt weil: |
fachliche Argumente nicht erwünscht sind: Hecken sind ein Jahrtausende altes Kulturlandschaftselement, das in den letzten vier Jahrzehnten aber fast vollständig aus dem Landschaftsbild verschwunden ist. In der in vielen Teilen unseres Landes inzwischen weitgehend ausgeräumten Agrarlandschaft, stellen Hecken einen Hort außergewöhnlicher Artenvielfalt dar. Die Hecke entlang des alten Flughafenovals war dafür ein gutes Beispiel. |
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„Es ist verboten, in der freien Natur Hecken, lebende Zäune, Feldgehölze oder –gebüsche zu roden, abzuschneiden, zu fällen oder auf sonstige Weise zu beeinträchtigen.“ Das Gesetz sieht keine Ausnahmen vor. Dennoch hat die Untere Naturschutzbehörde der Stadt München eine Fällungsgenehmigung erteilt. Wenn dies als Präzedenzfall Schule macht, wird es in zehn Jahren in Bayern keine Hecken mehr geben. |
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Die Münchner Planungspolitik muss sich ändern
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ViSdP und Ansprechpartner für Rückfragen: Dr. Heinz Sedlmeier, LBV, Klenzestr.37, 80469 München, Tel. 089/200 270 6 |