Wie helfen wir unseren Vögeln über den
Winter?
Sobald die Tage wieder kürzer werden, wird es schwer für
all die Vögel, die nicht in den warmen Süden gezogen sind.
Die Nahrung wird knapper und die Witterung härter.
Doch wären sie nicht genau an solche Bedingungen angepasst,
würde es diese Vogelarten nicht mehr geben. Deshalb ist
Winterfütterung ökologisch betrachtet nicht im Sinne der Natur!
Winterfütterung dient der Naturbeobachtung
In einem naturnah gestalteten Garten mit Hecken, Sträuchern
und Laub unter den Büschen finden unsere Wintergäste auch
in der kalten Jahreszeit genug zum Überleben.
Warum füttern wir dennoch jeden Winter aufs Neue? Es sind wohl
die anziehende Wirkung der Vögel, Mitleid, unsere Neugier und
der Wunsch, unseren Garten in ein "Nahrungsparadies" zu verwandeln.
Wann sonst besteht die Gelegenheit, aus nächster Nähe betrachten
zu können, was zu anderen Jahreszeiten nur flüchtig wahrzunehmen
ist: hautnahe Naturbeobachtung auf dem
Fensterbrett oder im Garten.
Lebensraumschutz ist die beste Hilfe
Die Winterfütterung zeigt, wie es um die Lebensräume
unserer Gäste am Vogelhäuschen bestellt ist: Je größer die
Artenvielfalt an der Futterstelle, desto besser. Doch selbst bei
gut besuchten Fütterungen sind dort nicht mehr als 8% der
ca. 240 in Deutschland heimischen Brutvogelarten zu sehen.
16 weitere sind schon ausgestorben. Um unserer Tier- und Pflanzenwelt
das Überleben zu sichern, müssen wir ihre Lebensräume
schützen und Störeinflüsse vermeiden. Der LBV setzt sich seit seiner
Gründung vor über 90 Jahren dafür ein.
Winterfütterung - aber richtig
Falls sie dennoch auf die Winterfütterung nicht verzichten wollen,
beachten sie bitte unbedingt folgende Grundsätze:
- Nur bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke füttern!
So bewahren Singvögel ihre Widerstandskraft.
- Absolutes Salzverbot! Schinken, Wurst, aber auch Brotkrümel
entsprechen keinem natürlichen Speiseplan.
- Keine Frostempfindliche Nahrung! Stellen Sie Obst in
ganzen Früchten zu Verfügung
- Das Futter muss witterungsgeschützt platziert werden!
Nässe und Schmutz fördern Krankheitserreger.
- Es darf kein Kot in das Futter gelangen. Salmonellen sind eine
tödliche Gefahr für Tiere! Wird ein toter Vogel entdeckt, ist das Füttern
sofort einzustellen und die Futterstelle zu räumen.
Am besten benutzen Sie Gummihandschuhe.
- Bringen Sie soviel Futter wie gerade nötig aus!
Die Futterqualität bleibt garantiert.
- Suchen Sie einen für die Vögel überschaubaren Platz aus.
Dies bedeutet weniger Stress für die Tiere, sie sind ruhiger
und können besser beobachtet werden.
- Die Futterstelle sollte katzensicher sein! Ein Drahtkranz wirkt oft Wunder.
- Stellen Sie keine Tränken auf!
Dies birgt nur weitere potentielle Krankheiten.
- Ein naturnaher Garten ist die beste Möglichkeit, dem Vogelbestand
im eigenen Grün unter die Flügel zu greifen. Heimische Sträucher
sind eine ökologisch sinnvolle Futterstelle.
In unserem LBV-Shop
können Sie unsere Premium-
Futtersorten exklusiv beziehen. Für eine optimale Ernährung unserer Lieblinge
wurden spezielle Futtermischungen zusammengestellt.