BürgerInfo: Was kann ich (ganz persönlich) für Natur und Umwelt tun?

1. Energie/Ressourcen sparen im Haushalt

Die Klimaerwärmung hat bereits begonnen. Als Hauptverursacher gelten die Gase Kohlendioxid und Kohlenmonoxid, die bei der Energieerzeugung entstehen (Verbrennung von Erdöl, Erdgas und Kohle).

Was können wir gegen die Klimaerwärmung tun?
Im Hausgebrauch verwenden wir Energie hauptsächlich in 2 Formen: Wärme zum Heizen der Wohnung und Strom für „alles andere“. Wenn wir nun Energie sparen, tun wir etwas gegen die Klimaerwärmung und tun auch etwas für den Geldbeutel.

Wärmen/Heizen

- Haus/Wohnung gut isolieren/Wärmedämmen, das spart bis zu 25 % der Heizenergie
- lassen sie Ihre Heizung regelmäßig warten

Strom sparen
- Stromsparlampen verwenden, das reduziert die Beleuchtungskosten um ca. 70%
- Stand-by-Betrieb bei Fernseher, Videorecorder abschalten, das spart ca. 10% der Stromkosten
- Kühlschrank: auf 7-8 oC Kühltemperatur stellen; Rückwand 5 cm von der Wand entfernt,
  damit die Wärme abfließen kann
- Waschmaschine: waschen mit 40 oC,
  ältere Maschinen (>10 Jahre) brauchen deutlich mehr Strom und Wasser
- beim Kauf neuer Elektrogeräte (Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler) stromsparende Geräte kaufen
- wechseln Sie zu Ökostrom. Ökostrom wird aus erneuerbaren Energien erzeugt (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse)

Weg von der „Wegwerfgesellschaft“
- Mehrwegsysteme und Recycling anwenden (Abfall vermeiden)
- Reparaturservice nutzen
- kaufen Sie weniger Textilien
- kaufen Sie Baumwollprodukte aus kontrolliertem biologischen Anbau (kbA)
- kaufen Sie umweltverträgliche Kosmetika, sie sind mit dem "Blauen Engel" gekennzeichnet
- sparen Sie Papier (nutzen Sie beide Seiten beim Computerausdruck)
- nutzen Sie Recycling-Papier (bei der Produktion wird nur 1/3 der Energie und 1/6 des Wassers benötigt)


Weiterführende Informationen
www.greenpeace.de 
www.lifeguide-muenchen.de
www.nabu.de  
www.oeko.de
www.oekotest.de
www.umweltbundesamt.de 
www.umweltinstitut.org 
www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/
www.verbraucherzentrale-bayern.de
www.fian.de  
www.oekostromwechsel.de
www.atomausstieg-selber-machen.de


Behandelte Themen
Umweltschutz, Solarenergie
Reparaturführer, Secondhandführer
Ökologisch Leben, Artenschutz, Naturschutz, Umweltschutz
Energie, Mobilität, Bauen & Wohnen, Tourismus, Freizeit
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Klimaschutz, Nachhaltiges Waschen, Lärm
Energie, Klima, Verkehr, Elektrosmog
Abfall, Chemikalien, Klimawandel, Luft, Wald
Bauen, Energie, Ernährung, Gesundheit, Reise, Freizeit
Blumen aus sozial u. umweltverträglichen Blumenproduktionen
Ökostromanbieter
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2. Essen und Trinken

- Essen Sie weniger Fleisch
- Kaufen Sie frische Lebensmittel, keine Tiefkühlkost
- Essen gemäß der Jahreszeit
  essen Sie Spargel im Mai, Erdbeeren im Juni, Äpfel und Weintrauben im Herbst
  verzichten Sie auf frischen Spargel oder frische Erdbeeren zu Weihnachten,
  das spart Energie und Transportkosten

Kaufen Sie möglichst nur noch Bio-Nahrungsmittel

 - Bio-Obst und Bio-Gemüse enthalten mehr Vitamine
 - Bio-Getreide ist gesünder, weder gebeizt noch chemisch behandelt
 - Bio-Nahrungsmittel sind frei von Bestrahlung
 - Bio schmeckt besser und hat positive Wirkung auf das Immunsystem
 - der Öko-Landbau hat regelmäßige Qualitätskontrollen

Was bringt der biologische Anbau für Natur und Umwelt?

 - Bio schont die Umwelt, kein Einsatz von Pestiziden, deutlich niedrigere Nitratgehalte
   größere Artenvielfalt, im Umfeld öko-bewirtschafteter Flächen gibt es z.B. bis zu 44 % mehr Vögel
 - schützt das Grundwasser
 - Tiere werden artgerecht gehalten, z.B. keine Hühner in Käfigen, keine Antibiotika
 - aus der Region, damit kurze Transportwege
 - der Öko-Landbau arbeitet ohne Gentechnik

Behauptung: Bio-Lebensmittel sind zu teuer!

Bio-Lebensmittel sind (bis zu 50%) teurer als „normale“ Lebensmittel im Supermarkt. Doch wenn Sie weniger Fleisch, Süßigkeiten und Alkohol kaufen, bleibt Ihr Einkauf nahezu kostenneutral – dabei leben Sie viel gesünder und tun etwas für die Umwelt


   Weitere Informationen zu Bio-Lebensmitteln
   www.bioland.de
   www.demeter.de
   www.herrmannsdorfer.de
   www.hofpfisterei.de 
   www.lifeguide-muenchen.de 
   www.naturland.de
   www.oekolandbau.de 


Allgemeine Infos zum Thema Umwelt
www.greenpeace.de
www.nabu.de 
www.oeko.de
www.oekotest.de
www.umweltbundesamt.de 
www.umweltinstitut.org
www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/ 
www.verbraucherzentrale-bayern.de

 

3. Mobilität

Die Autoabgase gelten heute als größter Klimakiller, rund 35% des freigesetzten Kohlendioxids kommt aus dem Auspuff der Autos. Die Umweltschäden, die durch Autos verursacht werden, betragen für Deutschland 29 Milliarden Euro pro Jahr (Deutsches Bundesumweltamt).

Was können Sie tun?
- Bahn statt Auto,
  die Bahn nutzt die Energie wesentlich besser und hat ihren CO2-Ausstoß deutlich reduziert
- beim Autofahren treibstoffsparend fahren  
- bei Entfernungen bis 400 km Bahn benutzen und nicht Fliegen,
  der Flugverkehr verursacht 9 % des Treibhauseffekts
- Radfahren, Sie schonen die Umwelt und tun etwas gegen den Herzinfarkt
- mit S-Bahn, U-Bahn oder Bus in die Innenstadt, so haben Sie auch keine Parkprobleme
- für den Weg zur Arbeit Fahrgemeinschaften bilden (möglichst 3er-Teams)
- gehen Sie mal wieder zu Fuß, 30% aller Autofahrten betragen nur 3 km
- Nutzen Sie Teleworking, so können Sie viele Wege zur Arbeitsstätte vermeiden
- beim Neukauf eines Autos: Kaufen Sie ein energiesparendes, umweltfreundliches Auto


Weitere Informationen
www.umweltbundesamt.de
www.bahn.de
www.adfc.de  
www.carsharing.de
www.vcd.org
www.viabono.de 


Behandelte Themen
Klimaschutz, Nachhaltiges Waschen, Blauer Engel, Lärm
Bahntarife, Zugauskunft, Kostenvergleich der einzelnen Verkehrsmittel
Allgemeiner Deutscher Fahrradclub
ein Auto mit anderen teilen
Verkehrsclub Deutschland (Auto, Bus & Bahn, ÖPNV, Fahrrad, Flugzeug)
naturnaher, umweltverträglicher Urlaub

 

4. Garten/Balkon

Vögel fressen Tiere und Pflanzen (Insekten und Samen). Deshalb sollte der Garten möglichst naturnah sein, einheimische Pflanzen (Sträucher, Obstbäume, Magerrasen) bevorzugen und vielfältig gestaltet sein.

Was können Sie tun?
- Einheimische Pflanzen verwenden
- Giftfreier Garten, keine Pestizide einsetzen
- Nisthilfen für Insekten und Vögel anbieten
- Vielfalt an Lebensräumen und Strukturen
- Reisighaufen, Steinhaufen, Trockenmauern, Krautsäume, Pfützen und Tümpel
- keinen Torf verwenden (schont noch vorhandene Moorgebiete)
- Kompostieren (keinen Kunstdünger verwenden)
- Hausmauern begrünen
- Tierfallen vermeiden (Greifvogelsilhouetten an Fenstern helfen leider nicht)


Weiterführende Informationen

www.bioland.de 
www.naturgarten.de 
www.nabu.de 
www.birdlife.ch


Behandelte Themen
Bioland-Adressen, Gärtnereien
Obst- und Gemüsebau, Gartentipps, Gewürzgarten
Umweltschutz, Garten & Balkon, Gewollte & ungewollte Mitbewohner
Biotopschutz, Merkblätter Vogelfreundlicher Garten

 

5. Artenschutz

Täglich sterben 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Über 15.000 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten, darunter 23 % aller Säugetiere, 46 % aller Fische (Weltnaturschutzunion IUCN). Jährlich werden fast 20 Millionen Hektar Regenwald vernichtet
- den Regenwald schützen (nur einheimisches Holz verwenden - FSC-Siegel)
- kaufen Sie keine Tropenhölzer (Teak-Gartenmöbel usw.), nehmen Sie einheimische Hölzer
- kaufen sie keine Papageien, Raubvögel, Orchideen, Kakteen, Korallen
- kaufen Sie kein Elfenbein, Leopardenfell, Reptilienleder 


Weitere Informationen
www.iucnredlist.org
www.fsc-deutschland.de 
www.bund-naturschutz.de
www.bund.net
www.nabu.de
www.wwf.de 
www.greenpeace.de  
www.regenwald.org  
www.pro-regenwald.org/
www.germanwatch.org/  


Behandelte Themen
Rote Liste bedrohter Tiere der IUCN
Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft (Forest Stewardship Council)
Arten- und Biotopschutz, Wald, Wasser, Tiere
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Naturschutz Wälder, Feuchtgebiete, Flüsse & Auen, Meere & Küsten, Klima
Umwelt & Wirtschaft, Wälder, Chemie, Gentechnik, Klima, Meere
ein Verein, der Regenwald kauft, um ihn zu schützen
Münchener Regenwaldgruppe
eine Nord-Süd-Initiative, die an der Entwicklung des Nordens arbeitet

 

6. Werden Sie aktiv

- Überzeugen Sie Ihre Schule/ Firma/ Nachbarn Energie zu sparen
- Wecken Sie bei den Menschen Ihrer Umgebung (vor allem bei Kindern) das Verständnis für die Natur
- Machen Sie Lobby-Arbeit bei Ihren Gemeinde-/ Stadtrat und Landtags-/ Bundestagsabgeordneten
  Al Gore: "Stellen Sie sicher, dass Ihre Stimme gehört wird"
- Überdenken Sie Ihre Geldanlagen: Setzen Sie Ihr Geld nur für Gesellschaften/ Projekte ein, die klimaschonend und
  umweltfreundlich arbeiten (SRI social responsible investing)


Weitere Informationen
www.climatecrisis.net  (englisch)
www.pandafinanz.de 
www.ethikfonds-vergleich.de


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F. Haberland