Fledermaus-Party im Englischen Garten 2007:
Spielspaß, Wissensquiz und spannende Expeditionen in der Dämmerung
 

Über 400 Fledermaus-Fans folgten am 25. August dem Ruf der kleinen Nachtjäger: Während diese noch in ihren Baumhöhlen schliefen, feierten die Fans bereits ab 14 Uhr am Rumford-Schlößl die siebte Europäische Fledermausnacht.

Mitten im Englischen Garten bastelten die Kinder Fledermäuse aus Papier oder machten mit der Fledermauswand lustige Erinnerungsfotos. Selbst wie eine Fledermaus aussehen: Viele kleine Kindergesichter wurden bemalt, andere Fans bastelten sich eine Fledermausbrille. In der Sprechstunde der „Fledermausambulanz“ zeigte Margarete Kistler einen verletzten „Pflegling“, der aufgepäppelt und dann wieder in die freie Wildbahn entlassen werden soll.
 


Kinder basteln sich eine Fledermaus
 


Die „kleinen Fledermäuse“ spielten den ganzen Nachmittag.
 


Groß und Klein informierten sich über Natur- und Artenschutz
 

Warum hört man die Fledermaus beim Flug nicht rufen und was ist eine Hufeisennase? Beim Fledermaus-Quiz und dem Glücksrad konnten die Gäste spielend ihr Wissen erweitern und erfuhren interessante Details zur Ernährung und zum Artenschutz. Als Gewinn gab es Stofffledermäuse und Bio-Kaffee von vogelfreundlich bepflanzten Plantagen. Viel Andrang herrschte auch vor den Infotafeln zur Lebensweise und Verbreitung der Fledermäuse.

Auch ökologische Landwirtschaft war ein wichtiges Thema, denn die von Bauern eingesetzten Pestizide vergiften Tiere wie Nachtschmetterlinge, die den Fledermäusen als Nahrung dienen. Besonders aktuell, die „CO2-Entstehung“ bei Herstellung und Transport von Nahrungsmitteln: Wussten Sie, dass ein gespritzter Apfel, der mit dem Flugzeug aus Argentinien zu uns gebracht wird die 76fache-Menge im Vergleich zu einem Bio-Apfel aus der Nachbarschaft mit sich bringt?
 


Anschaulich erklärt: CO2-Entstehung bei Herstellung und Transport von Nahrungsmitteln
 


Stärkung mit Bio-Kuchen unter dem Schatten der Bäume

So viel neues Wissen muss sich setzen, deshalb stärkten sich die Gäste an gemütlichen Biertischen mit leckeren selbstgebackenen Biokuchen, Croissants der Hofpfisterei und Biokaffee.

Die Kinder fieberten aufgeregt dem Höhepunkt der Party entgegen: Der Fledermaus-Expedition. Über 300 Fledermausbegeisterte machten sich in neun Erwachsenen- und drei Kindergruppen auf die Pirsch zum Kleinhesseloher See. Über der Wasserfläche sind die Nachtsegler besonders gut zu sehen. Bei Dämmerung starten die Fledermäuse ihre Nachtjagd und stoßen Echo-Laute aus, die von Nachtschmetterlingen und anderen Insekten reflektiert werden. Daran erkennen sie auch im Dunkeln ihre gut schmeckende Beute. Mit dem Bat-Detector, den jede Gruppe dabei hatte, wurden die Laute in ein für Menschen hörbares „Knattern“ verwandelt. Die ersten Luftwirbel der Flügelschläge waren zu spüren und die Begeisterung war groß, als die ersten Fledermäuse mit ihren großen Ohren und Flügeln über dem glitzernden Wasser des Sees erschienen.
 


Selbstgebackener Bio-Kuchen und Brot von der Hofpfisterei München
 

Es ist dem großen Engagement von Margarete und Toni Kistler, Irene Frey-Mann und den 24 ehrenamtlichen Helfern zu verdanken, dass die Besucher der Bat-Night ein unvergessliches Erlebnis hatten und vielleicht Fledermäuse jetzt mit ganz anderen Augen sehen.  

Vielen Dank für die Fördermittel des Referates für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München und allen, die mit angepackt und uns mit Kuchen unterstützt haben!

 

Mirja Bauer