Umwelttipp: Der Wildgemüse-Tipp zum Monat Januar: Wurzeln ausgraben und rösten

Knabberzeug und Wurzelkaffee genießen

In der Regel bietet jeder Januar Tage mit Tauwetter, an welchen der Schnee auf  Grünflächen wegtaut und man mit Spaten oder Wurzelstecher die Wurzeln verschiedener essbarer Wildkräuter zu Tage fördern kann. Löwenzahn-Blattrosetten sind leicht zu erkennen und hier kommen bei einer Grabung sehr oft respektable Wurzeln zum Vorschein. Auch wenn man sich an Wegwarten-Vorkommen des letzten Sommers erinnern kann, sollte man hier graben. Die dicken Speicherwurzeln dieser Pflanzen werden gesäubert, sehr klein geschnitten und dann in einer Pfanne unter häufigem Wenden geröstet, bis die Stückchen knusprig braun erscheinen. Hierbei zerfallen viele Bitterstoffe und auch unverträgliche Bestandteile der Löwenzahnwurzel. Dies ist dann gesundes Knabberzeug.

Und wenn man sich die kleinen Stückchen mit der Kaffeemühle pulvrig klein mahlt, kann man dieses Kaffeepulver zur Herstellung eines koffeinfreien Wurzelkaffees aufkochen: in einem Kochtopf kocht man es mit relativ wenig Wasser 2 bis 3 Minuten lang auf und siebt dann ab. Man serviert und trinkt ihn, wie man auch sonst Kaffee zu sich nimmt: schwarz oder mit Milch und/oder Zucker.