Umweltbildung: Umwelttipp

Warum eigentlich Bio?

Bio ist in! Das zeigt auch der Bericht der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Laut diesem Bericht wächst in Deutschland der Marktanteil der Biolebensmittel jährlich um 15-20 Prozent. Und dies mit gutem Grund, denn der ökologische Landbau (im Vergleich zu konventionellem Anbau)

  • fördert die Artenvielfalt auf Äckern und in den Ackerrandbereichen. Rund um Bio-Äcker kommen zwei bis drei Mal mehr Wildkrautarten vor als bei konventionellen Äckern. Genauso kommen Insekten, Spinnen, Milben, Tausendfüßern, Hundertfüßern, Asseln, Springschwänzen u.v.a. signifikant häufiger vor. Bei etlichen Vogelarten finden sich im Bereich von Bio-Äckern sogar 50% mehr Individuen, z.B. bei Lerchen, Rebhühnern, Kiebitzen, Hänflingen, Grauammern und Rauchschwalben.

  • steigert die die Bodenfruchtbarkeit durch 50 bis 80% mehr Regenwürmer und Förderung der Humusbildung

  • schont das Grundwasser und die Böden durch das Verbot von chemischen Pflanzenschutzmitteln und Kunstdüngern

  • verbraucht über 50% weniger Energie.

  • stößt ca. 50% weniger klimaschädliche Treibhausgase (z.B. Kohlendioxid, Methan, Lachgas u.a.) aus. Allein durch unsere Ernährung produzieren wir fast ein Viertel der gesamten Treibhausgase. Durch eine Ernährungsumstellung auf regionale Bionahrungsmittel und fleischarme Kost kann viel Treibhausgas eingespart werden.

  • erzeugt Nahrungsmittel die deutlich weniger mit Nitrat und Pestiziden belastet sind und mehr Vitamin C, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren enthalten

  • verzichtet vollständig auf den Einsatz von Gentechnik

  • betreibt Tierschutz durch artgerechte Tierhaltung ohne Leistungs- und Wachstumsförderer

  • schafft regionale Arbeitsplätze

All diese positiven Begleitumstände der biologischen Nahrungsmittelerzeugung unterstützt jeder Konsument bei seinem Einkauf. Wer zum Beispiel einen zwei Kilogramm Laib Bio-Brot kauft, hält dadurch etwa vier Quadratmeter Ackerfläche frei von chemischen Spritzmitteln und Kunstdüngern. Damit fördert er nicht nur eine gesunde Natur sonder auch eine lebendige, farbenfrohe und abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Konsumenten gestalten also auch das Landschaftsbild.

Tipps wo man preiswert Biowaren kaufen kann gibt der LBV-Einkaufsführer: Gesund+Gut+Günstig. Diese deutsch-türkische Broschüre kann gratis beim Landesbund für Vogelschutz bestellt werden (Klenzestr. 37, 80469 München, Tel.: 089-200 270 70, Fax: 089-200 270 88, info@lbv-muenchen.de). Besonders empfehlenswert sind die Öko-Abokiste. Hierbei bekommen die Abonnenten in jedem Stadtteil einmal pro Woche vom Biobauern eine Kiste voll Biogemüse vor die Haustür gebracht. Das Gemüse darin ist

- ganz frisch
- kontrolliert-biologisch angebaut
- regional erzeugt (in max. 30 km Entfernung)
- saisonaler Reifung entsprechend (keine Treibhausware)
- individuell zusammenstellbar (z.B. ohne Rote Beete o.ä.)
- preisgünstig (weil direkt vermarktet)
Außerdem werden den Öko-Kisten Rezeptvorschlägen zu diversen Gemüsesorten beigelegt, die zum freudigen Kochen anregen.

Siehe auch:
http://www.oekokiste-tagwerk.de/
http://www.hofgut-letten.com/
http://www.oekokiste-kirchdorf.de/
http://www.herrmannsdorfer.de/content.php