Umweltbildung: Umwelttipps

Alkoholfreie Waldmeisterbowle

In halbschattigen Buchenwäldern findet man ab Ende April Waldmeister, dessen Kraut man vor und während des Aufblühens sammelt. Falls es mit seinen halbwelken Blättern im unteren Stängelbereich noch keinen intensiven Waldmeisterduft verströmt, sollte es nun mindestens einige Stunden getrocknet werden. Dabei bildet es Cumarin, das in hohem Maße zum typischen Waldmeisteraroma beiträgt, welches bei Überdosierung aber Kopfschmerzen bewirken kann. Daher werden nur zwei oder drei (!) beblätterte Waldmeisterstängel kopfüber mit den Stängelschnittstellen draußen in einen Liter Apfelsaft oder Traubensaft hineingehängt. Man lässt es eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur ziehen, siebt ab und serviert es dann vermischt mit kaltem Mineralwasser, welches kühlt und die erhoffte Geschmacksnote "Waldmeister" gut hervor treten lässt. Wenn das Ganze länger als eine halbe Stunde zieht, erhält man häufig die eher unerwünschte Geschmacksnote „Kartoffel“.