Umweltbildung: Umwelttipps

Reife Getreidefelder

Wenn einem am Wegesrand auf goldgelben Halmen die Ähren fast reifen Getreides entgegenprangen, kann man oft kaum der Versuchung widerstehen, aus der Ähre einzelne Getreidekörner herauszupulen, sie von den Spelzen zu befreien und zu essen. Hat man erst einmal solch ein "milchreifes" Korn probiert, kann man oft gar nicht genug davon bekommen. Und bei dieser Gelegenheit kann man auch gleich einige Strohhalme für winterliche Bastelarbeiten mitnehmen.

Bei Entnahme größerer Mengen muss man natürlich zuvor den Bauern fragen, doch dann hat man schönes Dekorationsmaterial für Erntedankfeste, welches "milchreif" geschnitten  am haltbarsten ist. Und mit selbst geernteten Getreidekörnern, selbst vermahlen zwischen großen, ganz flachen Kieselsteinen und selbst gebacken als goldbraunes Fladenbrot, womöglich noch auf heißem Stein am Lagerfeuer findet man sich dann mitten in der Steinzeit.

Haken und Ösen bei dieser Aktion: es dürfen nur vollreife Getreidekörner, also erst bei der bäuerlichen Ernte geschnittene Ähren verwendet werden, damit sie beim Mahlen Mehl und nicht Quetschmus erzeugen. Vor allem für Kinder ist es sehr mühsam, ansehnliche Mengen an Mehl steinmahlend zu erzeugen. Eine Mühle aus der Küche oder mehrere Mörser und Stößel und zugekauftes Mehl sollte man zumindest in Reserve haben. Und damit der Fladen letztlich nicht auseinanderfällt, empfiehlt sich wegen seines hohen Klebergehaltes ein hoher Anteil von Weizen- oder Dinkelmehl, wenn man das Mehl mit Wasser und ein wenig Salz zu Fladenteig knetet. Wohl bekomms!