Der Wildgemüse-Tipp zum Monat April: Löwenzahn

Schon ab Anfang April lassen sich Löwenzahnblätter für Salatbeimischungen sammeln. Je später im Jahr, um so bitterer werden diese Blätter. In türkischen und griechischen Gemüseläden gibt es schon ab März sehr groß gewachsene Löwenzahnblätter aus Gärtnerkulturen zu kaufen, denen per Zucht auch die meisten Bitterstoffe abhanden kamen. In der zweiten Aprilhälfte erscheinen dann die Blütenknospen (s.u.) und Blüten, aus denen man einen vorzüglichen Löwenzahnblütensirup bereiten kann.
Solche und andere Löwenzahnzubereitungen und -rezepte können Sie bei der LBV-Exkursion zum Löwenzahn am 1. Mai um 15 Uhr auf der Stemmerwiese in München-Sendling (Jägerwirtstr.) kennen lernen.

Rezept für gebratene Löwenzahn-Blütenknospen

Ab Mitte April zeigen sich in der Mitte der Blattrosette des Löwenzahns die noch geschlossenen Blütenknospen. Wenn man sich an dichte Löwenzahnvorkommen des Vorjahres erinnert, kann man dort 30 bis 40 Knospen sammeln, von denen man den Stängelrest und die abstehenden Kelchblätter abzupft. Die so erhaltenen kleinen grünen Eier wäscht und trocknet man, dünstet sie in einer Pfanne in Öl oder Butter, bis sie nach ein oder zwei Minuten  knusprig goldbraun erscheinen. Dabei kann man sie leicht salzen und pfeffern.

Weitere Verfeinerungen mit glasierten Zwiebeln o.ä. sind eigentlich nicht nötig.

Vorsicht mit dem Löwenzahn-Milchsaft, von dem am meisten in den Stängeln und Wurzeln zu finden ist. Dieser Saft erzeugt vorübergehende Flecken auf der Haut und auch Flecken auf der Kleidung, die oft nur schwer wieder entfernt werden können. Empfindliche Personen können nach Einnahme roher Pflanzenteile Hautjucken oder Rötungen im Mundbereich bekommen. Wer 10 Stängel auslutscht, kann davon Erbrechen, Bauchschmerzen, Unwohlsein oder Durchfall bekommen.