Umwelttipp: Der Wildgemüse-Tipp zum Monat September: Kornelkirsche
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Die Kornelkirsche reift an Sträuchern und kleinen Bäumen, man findet sie im September oft in großer Zahl heruntergefallen auf Münchner Bürgersteigen liegend und verfaulend. Die Früchte sind kirschengroß und -rot, haben aber eine länglich ovale Form. Sie schmecken säuerlich, eignen sich aber hervorragend zur Herstellung von Marmelade oder Gelees. Sie gehören zu den geschmacklichen Glanzlichtern der Wildfrucht-Verarbeitung im Herbst. Reife Kornelkirschen lassen sich vom Strauch leicht herunter schütteln, man legt oder hält also zur Ernte am besten ein altes Bettlaken darunter und hat damit sehr schnell ein Eimerchen voller Früchte geerntet. Giftige Doppelgänger an heimischen Bäumen oder Sträuchern gibt es nicht. Rezept Kornelkirsch-Gelee: Mit dem Dampfentsafter gewinnt man aus den zuvor gewaschenen Früchten den Kornelkirschsaft, den man mit einem „Gelierzucker 3:1“ gemäß den auf der Packung angegebenen Mengenangaben inklusive etwas |
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Zitronensaft vermischt und 4-5 Minuten lang durchkocht und in Marmeladegläser abfüllt. Rezept Kornelkirsch-Marmelade: Die gewaschenen Früchte werden mit etwas Wasser kurz angekocht und dann ihr Fruchtfleisch mit einem Löffel durch ein Sieb gestrichen, besser eignet sich natürlich eine „Flotte Lotte“, um das Fruchtfleisch von den Kernen zu trennen. Den erhaltenen Fruchtbrei kocht man mit einem „Gelierzucker 2:1“ gemäß den auf der Packung angegebenen Mengenangaben inklusive etwas Zitronensaft vermischt und 4-5 Minuten lang durch und füllt ihn in Marmeladegläser ab. Herstellung von „Steinzeit-Bonbons“: Man trocknet die vollreifen Früchte für ein paar Wochen am besten auf einem Gitter (z.B. Fliegengitter aus Plastik) das von Luft durchströmt werden kann. Die dabei stark geschrumpelten Früchte kann man in ein Schraubglas füllen und so noch Monate lang lutschen (der Kern bleibt zum Schluss natürlich übrig). |
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Kornelkirschkundliche Wildnisküche Eine trickreiche Ernte und die urige Verarbeitung der spätsommer-lichen Wildfrüchte am Wildniskocher standen im Mittelpunkt dieser von Spätsommersonne beschienenen Veranstaltung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) auf dem ÖBZ-Gelände. Dazu gab es viele Informationen zur Ökologie und Kulturgeschichte von Kornelkirsche, Holunder, Vogelbeere und Co sowie einen regen Erfahrungsaustausch zwischen den über 20 Teilnehmer/innen. Die Tricks: die Kornelkirschen werden einfach vom Strauch herunter geschüttelt, wobei sich nur die reifen Früchte abschütteln lassen. Man muss also ein altes Bettlaken darunter legen oder zu viert darunter halten und so kann man in Windeseile ein kleines Eimerchen voll mit diesen etwas säuerlichen Früchten ernten, die dann allerdings als Marmelade ihr wundervolles Aroma im Süßemantel des Gelierzuckers 2:1 zu sehr delikater Entfaltung bringen. Unsere Gruppe kochte diese Marmelade unter freiem Himmel am Wildniskocher, der mit seinem rauchigen Lagerfeuer-Ambiente eine zusätzliche Bereicherung der Aktion darstellte. Zuvor waren mit lang gestielten Astscheren hoch hängende Früchte von Holler und Vogelbeere abgeschnitten worden, die von einem zweiten Erntehelfer sofort mit einem darunter gehaltenen lang gestielten Apfelklauber aufgefangen wurden. Zu alledem gab es jeweils unter den Frucht tragenden Sträuchern nicht nur den Geschmack ihrer rohen Früchte zu kosten, sondern außerdem ein Löffelchen mit der entsprechenden Marmelade oder dem Gelee zu genießen. Die säuerlichsten Minen erzielte die Vogelbeermarmelade, den größten Zuspruch fand hierbei das Hagebuttenmus. Die sehr zufriedenen Teilnehmer konnten schließlich Kostproben von der selbst gekochten Kornelkirschmarmelade sowie Rezeptblätter für all die verschiedenen Wildfrucht-Marmeladen des Herbstes mit nach Hause nehmen. |
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