Umweltbildung - Umwelttipps: Herbstlaub
| Überall Laub in Hülle und Fülle; es ist Laubzeit. Der "Saubermachvirus" steckt in uns, wohin mit dem Laub? |
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| Warum die viele Mühe? Laub ist hochwertiger, biologischer Bodenverbesserer und - kostenlos! Regenwürmer und ein Heer von mikroskopisch kleinen Bodentieren verwandeln das Laub in Humus und Nährstoffe. Diese Blattfresser und Kerbtiere sind Nahrung für viele Vögel. Angehäuftes Laub ist Überwinterungsquartier für unzählige Tierarten: Käfer, Raupen, Spinnen, Amphibien, und auch der Igel hält darin seinen Winterschlaf. Es liegt in Ihrer Hand, der vielfältigen Nützlichkeit des Laubes und damit dem natürlichen Stoffkreislauf Blatt - Boden - Baum - Blatt eine Chance zu geben. |
Aktueller Hinweis zum Thema "Laub von Rosskastanien" |
| Seit einigen Jahren werden unsere Kastanienbäume von einem Schädling, der Rosskastanienminiermotte (Cameraria ohridella) befallen. Dieser Kleinschmetterling wurde Anfang der 90er Jahre bei Passau (vom Balkan über Linz kommend) erstmals bei uns beobachtet. Die Räupchen (3-4mm) dieser Mottenart fressen vom zarten Blattgrün der Kastanien und verpuppen sich dann im Laubblatt, welches dadurch vorzeitig herbstlich braun und fleckig wird und abfällt. |
| Durch konsequentes Entfernen der abgefallenen Rosskastanienblätter kann der Schädling erfolgreich reduziert werden. Bringen Sie dann dieses Laub zum Wertstoffhof Ihrer Gemeinde (Großkompostieranlage), da in den Komposthäufen unserer Hausgärten die Temperaturen zu niedrig sind. Die Puppen dieser Mottenart sterben erst bei 70°C ab! Durch die Kastanienminiermotte werden unsere Kastanienbäume nicht nachhaltig geschädigt! Im Frühjahr treibt der Baum wieder normal aus. Inzwischen hat sich auch gezeigt, dass bestimmte Schlupfwespenarten auf das Massenangebot von Räupchen reagieren (Fressfeinde) und sich so eine ganz natürliche Dezimierung des Schädlings anbahnen könnte. Daran wird zur Zeit geforscht. |