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Eine graue Eminenz, der LBV setzt sich für den Graureiher ein |
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Eine unserer größten heimischen Vogelarten, der Graureiher, ist im Oktober ein ideales Objekt zur Naturbeobachtung. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) möchte nicht nur auf die Schönheit dieser Reiherart, sondern auch auf seine Gefährdung durch die Bejagung aufmerksam machen. |
| Trotz einer gewissen Bestandserholung in den letzten Jahren, gehört der Graureiher nach wie vor zu den gefährdeten Vogelarten Bayerns. Im Spätsommer sind die Jungvögel alle ausgeflogen und bevölkern zum Teil in Ansammlungen von 5 und mehr Tieren Fischteiche, Seen und Fließgewässer. Meist in geduckter Haltung am Gewässerrand stehend, manchmal auch mitten im Wasser, warten sie auf Beute, die aber nur zum Teil aus Fischen besteht. Daneben verzehrt der Graureiher nämlich auch Amphibien aller Art und ist, vor allem im Winter, auf den gepflügten Äckern auf der Suche nach Mäusen zu beobachten. |
| Die Graureiher sind meist relativ scheu und man braucht schon ein Fernglas, um sich diesen prachtvollen Vogel einmal genauer ansehen zu können. Kommt man zu nahe, fliegt er mit heiser krächzenden Rufen auf, um sich dann in sicherer Entfernung auf einem Baum niederzulassen oder das nächste Gewässer aufzusuchen. |
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Traurige Wirklichkeit in Bayern ist, dass man im Herbst auch Schüsse auf Graureiher hören kann. Aller Proteste des LBV zum Trotz darf der Graureiher als vermeintlicher Schädling in der Nähe von Teichen nach wie vor geschossen werden. Trotz Überproduktionen in allen Bereichen der Landwirtschaft, trotz Absatzschwierigkeiten auch in der Fischzucht und Teichwirtschaft, wird dem Graureiher seine Nahrung nicht gegönnt. Eine derartige Einstellung entspricht dem Nutzen-/Schadendenken des neunzehnten und der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Etliche tausend Graureiher mussten in den letzten Jahren in Bayern ihr Leben lassen. Da gilt es als besonders erfreulich festzuhalten, dass immer mehr Jäger sich weigern, Graureiher zu schießen und den Argumenten der Teichbesitzer mit ökologischen und wirtschaftlichen Argumenten gegenübertreten. |
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Der LBV hofft, dass in diesem Jahr viele Menschen Gelegenheit haben, Graureiher lebend zu beobachten |
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