Umwelttipps: Der Wildfrüchte-Tipp zum Oktober - Früchte-Tee aus Heckenbeeren und -früchten

Beste Jahreszeit: Oktober/Anfang November

Ernte und Zubereitung:

Von den Heckensträuchern sammelt man natürlich nur die Früchte, die man zweifelsfrei kennt. Geeignet sind wegen ihres kräftigen Geschmacks vor allem Schlehen, Holunderbeeren und Kornelkirschen. Die beiden letztgenannten sind aber schon im September reif, sollten also schon dann gesammelt und eingefroren und jetzt mitverwendet werden. Ansonsten sollte man Ende Oktober nur reife und nur optisch einwandfreie Früchte sammeln, vor allem von Schlehe, Hagebutte, Weißdorn, Berberitze, Sanddorn und Brombeere. Schlehen sind geschmacklich erst nach dem ersten Frost vollendet. Manche Menschen helfen sich mit dem Trick, solchen Früchten den nötigen Kältekick ggf. durch eine Nacht in der Tiefkühltruhe zu geben. Feinschmecker kritisieren dabei die unausgereifte Aromenbildung. Alle appetitlich erscheinenden Früchte werden dann auf einem Tuch ausgebreitet, dabei kontrolliert und besprochen und anschließend in einer Plastiktüte gründlich gewaschen. Das Waschwasser wird weg gegossen und die Früchte werden in den Kochtopf gegeben.

Hat man nur wenig geschmacksintensive Sorten wie Hagebutten und Weißdornfrüchte, kann man dieses Gemenge noch mit ein paar Apfel- oder Pflaumenstückchen anreichern. Dann wird alles mit einem Kartoffelstampfer angematscht. Die unzerstörten Kerne kann man im Topf belassen und füllt nun 1-2 Liter Wasser hinzu und erhitzt das Ganze bis zum Kochen. Dabei rührt man ab und zu um und köchelt noch 3-4 Minuten weiter. Dann gießt man den entstandenen Früchtetee aus dem Topf durch das Sieb in die mitgebrachten Tassen. Bei Bedarf kann in der Tasse individuell mit Honig oder Zucker gesüßt werden.