Umweltbildung: Umwelttipps

Distelsamen-Fangspiel

Während mehrtägiger Trockenperioden entlassen die Disteln jetzt oft wolkenweise vollrund entfaltete Flugsamen, die man in leere Kaffeedosen oder andere starre Behälter ganz locker einschichtet, ohne sie zu drücken. Nach dem Sammeln kann man sofort losspielen oder auch erst Monate später.

Zu Beginn zeigt man den Mitspielern einen rund entfalteten Flugsamen am besten in einer Lupendose, die man aus ca. 20 cm Abstand betrachtet. In der Mitte kann man das dunkle Samenkorn und seine strahlig nach außen gerichteten Härchen und Hunderte und tausende Seitenhärchen sehen, die dem Samen seine gute Flugeigenschaft verleihen. Diese empfindlichen Gebilde sollen nun möglichst nicht von groben Menschenfingern angefasst und gequetscht werden.
Bei Windstille stellt sich die eine Hälfte der Teilnehmer in die Mitte einer Rasenfläche und schüttet sich aus einem Marmeladenglas den darin befindlichen Distelsamen auf die Handfläche und pustet ihn von da hoch in die Luft und versucht, ihn pustend eine kleine Weile oben zu halten. Aktuelle Windbewegungen können diesen Vorgang unterstützen, denn auch bei scheinbarer Windstille wird man bei diesem Spiel ganz sanfte Strömungen der Luft miterleben. Die anderen Mitspieler haben ein leeres Marmeladenglas und versuchen, damit einen der Distelsamen einzufangen.

Bei leichtem oder mäßigen Rückenwind kann eine Person vom Rande einer Wiese viele Distelsamen einzeln in die Luft pusten. Die Mitspieler versuchen, mit ihrem Marmeladenglas möglichst viele Flugsamen aufzufangen. Dies wird nur mit sehr behutsamen Fangbewegungen gelingen. Und je kleiner die mitspielenden Kinder sind, um so größer sollten die Öffnungen ihrer Fangbecher sein.

Zum Schluss stellen sich dann alle in eine Reihe und jeder übergibt einen Samen wieder dem Wind und verfolgt ihn mit seinen Augen bis zur Landung. Wer hat den weitesten oder schönsten oder unstabilsten oder problematischsten Landeplatz?