Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE): Umweltbildung und mehr - eine Erfolgsgeschichte geht weiter (2011)
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Durch ein groß angelegtes Gemeinschafts-projekt der Hofpfisterei und der LBV-Kreisgruppe München entstanden seit 2006 in verschiedenen Stadtteilen und Vororten Münchens neue Natur-Kindergruppen. Laufend werden weitere Gruppen gegründet, die auch für Ihr Kind einen Platz haben. Derzeit zählen wir 25 Natur-Kindergruppen in München Stadt und Land. Aber auch außerhalb der Münchner Stadtgrenzen bietet der LBV Natur-Kindergruppen an. |
Foto: C. Hosmann |
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Was tun die LBV-Natur-Kindergruppen? Mit Freude die Natur erforschen, lachen, lernen und erleben – diesem Motto folgen die Kindergruppen vom Landesbund für Vogelschutz (LBV), wenn sie die Parks und Wälder, Flussufer und „Unkrautfluren“ in München und den Gemeinden der Region durchstreifen. Durch Naturerfahrungsspiele kommen die Kinder mit all ihren Sinnen in direkten Kontakt mit der Lebendigkeit und der Schönheit der Natur. Gleichzeitig lernen alle die Tiere und Pflanzen am Wegesrand mit ihren Namen kennen und erforschen deren Lebensumstände. Für interessante Erlebnisse, Spaß und Abenteuer, ist dabei immer gesorgt. |
Foto: A. Bilang |
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Warum machen das die LBV-Naturkindergruppen? Das ist ein Projekt zur Entwicklung nachhaltiger Lebensstile Jetzt mal ein bißchen „wissenschaftlich“, dann geht es aber auch wieder praxisnah weiter: Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen über die Entdeckungen und Erlebnisse in der Nachhaltigkeitsbildung die Zusammenhänge des Lebens und die Auswirkungen von Veränderungen im Kreislauf des Lebens auf globaler Ebene darzustellen. Dabei entstehen Fragen, deren Antworten und Lösungen wir aus breitem Felde zusammentragen. Wir legen besonders Wert darauf, dass die Kinder und Jugendlichen mitbestimmen und mitgestalten. Natürlich hat die Gruppenleitung immer ein Thema vorbereitet, welches weitestgehend von den Gruppenmitgliedern bestimmt wurde. Die Gruppe entscheidet aber auch gemeinsam wie gelernt und erforscht wird (z.B. Experiment, Studie, Spiel), wie die daraus resultierenden Ergebnisse präsentiert und weitergegeben werden (z.B. Bericht, Ausstellung). Die Projektleitung und/oder die Gruppenleitung unterstützen bei der Umsetzung. Die Erkenntnisse und Erfahrungen, die von den Kindern und Jugendlichen gemacht werden, helfen bei der Entwicklung von Gestaltungs-kompetenz. „Gestaltungskompetenz - Was ist das?“ Gestaltungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Wissen über nachhaltige Entwicklung anzuwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung zu erkennen. Durch Analysen der Gegenwart und aus Zukunftsstudien werden Schlussfolgerungen über ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit gezogen. Die darauf basierenden Entscheidungen werden getroffen und können individuell, gemeinschaftlich und politisch umgesetzt werden. „Und das sollen Kinder lernen, indem sie in der Natur spielen und Flora und Fauna entdecken?“ Gerade die Nachhaltigkeitsbildung in der Natur bietet den idealen Raum Zusammenhänge zu verstehen. Auf diese Weise können die verschiedenen Teilkompetenzen hin zur Gestaltungskompetenz gefördert werden: Die Kinder und Jugendlichen, die am Projekt beteiltig sind, lernen ihre Fähigkeiten zu nutzen und neue Perspektiven kennen. Sie entwicklen Spaß am Analysieren und Beurteilen. Sie üben Risiken, Gefahren und Unsicherheiten abzuwägen. Sie lernen globalgerecht und generationenübergreifend zu handeln und zu entscheiden. Die Kinder werden beim Spielen und Entdecken in der Natur dazu ermutigt, selbstständig zu planen. Dabei erfahren sie, dass man selbst aktiv werden und auch andere dazu motivieren kann. Durch Kooperationsspiele und Gemeinschaftsprojekte erproben sie aber auch gemeinsames Handeln, Planen und an kollektiven Entscheidungsprozessen teilzuhaben. Dabei können Konflikte entstehen, die bei der Reflexion über Handlungsstrategien berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass sie eigene und fremde Leitbilder reflektieren lernen, Vorstellung von Gerechtigkeit entwickeln und als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage nutzen.
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Natur erleben – weiter denken Heute kennen Kinder und Jugendliche oftmals das Herumtollen und Spielen in der Natur nicht mehr, vor allem wenn sie in der Stadt aufwachsen. Diesen Kinder und allen Interessierten wollen wir ermöglichen, die Naturräume auszukundschaften. Sie entwickeln dabei ein Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur und begreifen, warum wir eine biologische Vielfalt brauchen, was der Klimawandel bewirkt und wie wir eine Welt erschaffen, die ihre Ressourcen und Mitbewohner schont. Den Teilnehmern wird klar, wie unser Handeln auch die Welt außerhalb unserer Landesgrenzen beeinflusst. |
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Ein kleiner Einblick in die Gruppenstunde
Wenn die LBV-Naturkindergruppen am Wasser forschen, gibt es besonders viel Spaß – aber auch viele neue Einsichten. Faszinierende Lebewesen und Unterwasserwelten können erforscht werden. Doch trotz aller Geschichten und Experi-mente wollen wir nicht nur an der Oberfläche pritscheln. Wir tauchen ein in das wertvolle Element. Und die Kühle begünstigt manchmal die ein oder andere Erkenntnis: Grund- und Trink-wasser werden z. B. durch Gifteinsatz für die Textilindustrie und durch konventionellen Ackerbau verunreinigt. Das hat vor |
Foto: S. Reichel |
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allem in den ärmeren Ländern Auswirkungen auf Mensch und Natur, da dort der Grundwasser- und Umweltschutz oft sehr dürftig betrieben werden. Verantwortungslos geht man mit der Umwelt meist in den Gegenden um, in denen für uns Europäer Rohstoffe abgebaut und Güter preisgünstig produziert werden. Das sind oft die Gegenden, in denen Trinkwasser rar ist. Es wird deutlich, dass wir mit unserem Handeln auch verantwortlich für andere Menschen und deren Lebensqualität sind. So hat uns ein Tag am Wasser viele weitere Gruppenstunden beschäftigt, um einfach mehr zu erfahren. Denn Wissen weckt Neugier.
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Hintergrund Für Stadtkinder ist es besonders schwer, einen Zugang zur Natur zu finden. Draußen in der Natur zu sein und dort gemeinsam mit Freunden etwas zu unternehmen – das ist ein Kinderwunsch, dem viel befahrene Straßen und ein zunehmend kinderfeindliches Wohnumfeld häufig entgegenstehen. Diese Benachteiligung von Kindern zu beenden, war schon lange der Wunsch von Margaretha Stocker, der Chefin der Hofpfisterei in München. Das gleiche Anliegen verfolgt auch Ulrich Dopheide, der seit 20 Jahren für eine erfolgreiche Umweltbildung in München steht. Seine Projektidee: Kinder zwischen 5 und 14 Jahren sollten unter fachkundiger Leitung die Natur in Stadt |
Foto: N. Hofstetter |
| und Landkreis München spielerisch erfahren und kennen lernen. Damit einher geht die Einübung von Verhaltensweisen und Lebensstil-Elementen, die angesichts rasanter Klimaänderungen, Zerstörung vieler Lebensräume und Rückgang der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren dringlicher als je notwendig erscheinen. Gesund zu leben und den Blick zu schärfen für Natur und Umwelt - das sind Kernziele dieses Projektes, die durch eine partizipative, situationsbezogene und handlungsorientierte Kindergruppenarbeit verwirklicht werden sollen. Hierbei fördern sozial und ökologisch verträgliche Konzepte zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen eine NACHHALTIGE Entwicklung. Die Leitung der Umweltbildung des LBV in München und somit auch das Projekt der LBV-Naturkindergruppen wurde im Jahr 2009 von Alexandra Baumgarten |
Foto: A. Bilang |
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übernommen, die gerne die Ziele weiterverfolgt
und Inhalte und Umsetzung
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Bildung für eine nachhaltige Entwicklung Die Bildungsarbeit des LBV München fußt auf drei Säulen des Konzeptes „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“: · Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen · Mehr Demokratie und Mitsprache · Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte Die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen ist eines unserer wichtigsten Ziele. Als Verband für Arten- und Biotopschutz besitzt der LBV die nötige Kompetenz, um dieses Thema in die Bevölkerung zu tragen und eine Wertedebatte anzustoßen. So ist die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen ein zentrales Thema bei den Fortbildungen der LeiterInnen und entsprechend bei den Kindergruppen-Nachmittagen. In ihren Gruppen erlernen die Kinder Verhaltensweisen und Lebensstil-Elemente, die angesichts rasanter Klimaänderung, Zerstörung vieler Lebensräume und Rückgang der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren dringlicher als je erscheinen. Demokratie und Mitsprache (Partizipation) wird bei vielen kleinen Entscheidungen im Verlaufe eines Gruppennachmittages umgesetzt. Dies gilt auch für die Planung künftiger Schwerpunkte. Die Einhaltung der Menschenrechte ist dabei die Basis.
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Foto: S: Reichel
Foto: A. Bilang |
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Verantwortungsvoll handeln Wer in und von der Natur gelernt hat, empfindet das Einsparen von Ressourcen nicht als nennenswerte Einschränkung. Der weiß, warum es notwendig ist, und freut sich, wenn mal wieder Strom oder Öl gespart wurde. Die Kinder und Jugendlichen, die sich mit dem Thema Natur beschäftigen, überschreiten gedanklich bald die regionalen Grenzen. Naturschutz fängt zwar hier zu Hause an, aber er wirkt sich über die Landesgrenzen hinaus aus. Dann helfen wir auch Menschen in den armen Ländern – und letztendlich auch uns selbst.
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Foto: S. Reichel |
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Wann treffen sich die
LBV-Natur-Kindergruppen?
Wo treffen sich die LBV-Natur-Kindergruppen?
Wie alt sind die Kinder einer Gruppe? Für ältere Kinder (ab 10 Jahre) haben sich mittlerweile auch schon „Teens-“Gruppen gebildet. Die ab 14-jährigen können auch bei der greenerilla (Naturschutzjugend es LBV in München) mitmachen (www.greenerilla.de)
Was kostet die Mitgliedschaft in der Kindergruppe?
Was gibt es sonst noch zu beachten?
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Wo bekomme ich weitere
Informationen? Das von der UNESCO ausgezeichnete Projekt „Natur-Kindergruppen in der Region München“ wird von der Hofpfisterei großzügig gefördert.
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Foto: A. Bilang |
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Umweltbildung: Werden Sie KindergruppenleiterIn beim Landesbund für Vogelschutz! Sie mögen Kinder und können sich vorstellen, die Schönheit und Lebendigkeit der Natur zusammen mit einer Kindergruppe zu erforschen? Sie wollen sich zum LBV-Naturpädagogen weiterbilden, Neues kennenlernen, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung betreiben und helfen unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern?
Dann rufen Sie uns doch an oder schreiben Sie eine E-Mail, damit wir Ihnen weitere Informationen zukommen lassen können. |
Foto: S.Reichel |
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LBV in Bayern e.V. Mit Freude die Natur erforschen, lachen, lernen und erleben. Diesem Motto folgen die 25 Kindergruppen vom Landesbund für Vogelschutz (LBV), wenn sie Parks, Flussufer und „Unkrautfluren“ Münchens und seiner Landkreisgemeinden durchstreifen. Und es sollen noch mehr werden! Deswegen sucht der LBV weitere KindergruppenleiterInnen und bildet zum LBV-Naturpädagogen aus. Das sollten Sie mitbringen: · Geschick und Freude im Umgang mit Kindern · zwei freie Nachmittage im Monat · Interesse an der Natur (Vorkenntnisse über Tier- und Pflanzenarten sind nicht zwingend, da Sie das im Laufe der Zeit mit unserer Hilfe wie von selbst lernen werden)
Das bestimmen Sie: Die Veranstaltungen sollten unter freiem Himmel stattfinden. Für ein bis zwei Termine bietet Ihnen die Hofpfisterei einen Bastelraum in der Kreittmayrstraße 5 an. |
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Und das bieten wir Ihnen:
- Einweisungsgespräche mit langjährigen
Kindergruppen-
- Schulungen und umfangreiche
Weiterbildungsmöglichkeiten
- einen Erste Hilfe-Kurs, den Sie sich auch zum
Erhalt der
- einen Naturerfahrungsrucksack mit
Naturpädagogik- |
Foto: A. Baumgarten |
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- alle 8 Wochen einen freiwilligen Erfahrungsaustausch in einer gemütlichen Abendrunde bei einer Bio-Brotzeit. - eine kleine Aufwandsentschädigung - den versicherungsrechtlichen Hintergrund, dazu weitere Informationen - Außerdem erhalten Sie für Ihr Engagement als KindergruppenbetreuerIn und nach erfolgreicher Teilnahme an den Fortbildungen ein LBV-Zertifikat, welches Sie als LBV-Naturpädagogen
auszeichnet! |