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Derzeit blühen in München die Linden und viele Blumen und Sträucher. Doch wenn man an all der Blütenpracht vorbeigeht und den betörenden Duft auf sich wirken läßt, hat man trotzdem das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Nach einigem Nachdenken bemerkt man auch, was in diesem Jahr anders ist als zuvor: |
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Das Summen und Schwirren unserer Honigbienen ist fast vollständig verstummt. Die Varroa-Milbe, ein gefährlicher Bienen-Parasit, der aus Asien eingeschleppt wurde, hat im letzten Winter viele Bienenvölker ausgelöscht und andere schwer geschädigt. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die heimische Honigproduktion, sondern auch auf die Obsternte und auf viele Wildpflanzen, die nun nicht bestäubt werden können. |
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Dass sich die Misere der Honigbiene nicht als Katastrophe auf die heimische Pflanzenwelt auswirkt, liegt an über 500 verschiedenen Wildbienenarten, die die Honigbiene, zumindest leidlich, vertreten können. |
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Leider sind aber sehr viele dieser Bienenarten in Deutschland vom Aussterben bedroht, weil sie keinen Platz mehr für ihre Kinderstube finden. Sie benötigen nämlich, im Gegensatz zur staatenbildenden Honigbiene, uralte Baumstämme oder Steilwände an Wildflussufern zur Aufzucht ihrer Jungen. Solche Stellen in der Natur, die den Bienen „schlüsselfertige“ Kinderstube im gewünschten Röhrenformat liefern, gibt es aber immer seltener. Der findige Naturfreund kann diese Wohnungsnot der nützlichen Tiere aber mit etwas handwerklichem Geschick sehr einfach lindern: |
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Hartholzstämmchen (Esche, Hainbuche, Eiche) von etwa 30 - 50
cm Länge mit möglichst vielen Bohrungen versehen. Die Bohrungen sollten
zwischen 2 mm und 6 mm breit und mehrere Zentimeter tief sein. Als
Werkzeug genügt also eine handelsübliche Bohrmaschine mit einem Satz
Holzbohrer. Oder:
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Wer lieber bereits fertig gebaute Insektenhotels kaufen möchte
oder Literatur über die heimische Insektenwelt sucht, kommt einfach
vorbei beim: LBV
Naturschutzzentrum München |