Umweltbildung: Greenerilla wird auch 2018 nicht olympisch

|
Unter dem Motto NOlympia haben zusammen mit der Greenerilla der JDAV (Jugend Deutscher Alpenverein) und der BN (Bund Naturschutz) vergangene Woche kritisch-kreativ schon mal die Verlierer der olympischen Winterspiele 2018 gekürt, für die sich München zusammen mit den Austragungsorten Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden beworben haben. Unter dem Motto "keine olympischen Spiele ohne Nachhaltigkeit – damit bei Olympia nicht die falschen verlieren", wurde am 15.3. eine „Verliererehrung“ auf dem Marienplatz durchgeführt. Auf den dritten Platz kamen dabei unter dem Aspekt Soziales Kinder und Jugendliche aus dem Alpenvorland. Die ohnehin chronisch klammen Gemeinden und Landkreise werden im Zuge der Vorbereitungen für die olympischen Spiele viel Geld für Infrastruktur wie z.B. Schneekanonen, Langlaufloipen usw. investieren müssen. Geld das fehlt, um Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen an ihren Wohnorten zu erhalten bzw. zu verbessern. Das Argument der Olympiabefürworter das Einrichtungen, die für die Olympiade gebaut werden, von den Einheimischen nach den Spielen genutzt werden können, ist nur bedingt nachvollziehbar. Jedenfalls würde ich allen gern ersparen, sich aus mangelnden Alternativen an den Bobbahnen am Königssee zum gemeinsamen schlitteln zu treffen. Auf Platz Nummer zwei wurden die Ökonomischen Folgen der Winterspiele gesetzt. Wie bereits erwähnt ist mit deren Ausrichtung ein enormer finanzieller Aufwand verbunden, der von den Gemeinden und Landkreisen getragen wird. Dabei könnten enorme Kosten auf einfachste Weise vermieden werden, indem beispielsweise bereits bestehende Einrichtungen genutzt werden, anstatt neu zu bauen. Bestes Beispiel sind dafür die Planungen zu Langlaufwettkämpfen, für welche bereits ein Leistungszentrum in Ruhpolding besteht, 2018 aber alle Langlaufwettkämpfe in Oberammergau ausgetragen werden sollen. Austragungsorten und Gemeinden in betroffenen Landkreisen winken als Folge der Olympischen Spiele enorme Schuldenberge. Auf Platz eins wurde unumstritten und mit großem Vorsprung Natur und Umwelt vor allem - aber nicht nur - in den Austragungsorten gesetzt. Die Palette reicht hier von globalen bis lokalen Gesichtspunkten vom enormen CO² Ausstoß, der durch Anreise, Unterbringung und Transport von Teilnehmern, Gästen und Material entsteht, über die Zerstörung von Natur- und Schutzflächen zum Bau von Abfahrtspisten (Berge) und Anfahrtspisten (Autobahnen) bis hin zu einer enormen Energieverschwendung für die Beschneiung und Präparierung von Bergen und Tälern. Für all jene, die sich mit diesem Teil von Olympia und allen anderen sportlichen Großveranstaltungen im Winter bisher noch nicht allzu intensiv auseinandergesetzt haben oder jenen denen das jetzt zu schnell ging, sei noch die Homepage von NOlympia www.nolympia.de empfohlen, die übersichtlich und fundiert über Folgen möglicher Spiele 2018 in und um München berichtet. Allgemeine Informationen zum Thema Wintersport in naher Zukunft kann ich die Lektüre der Arbeit des BN aus dem Jahr 2007 ans Herz legen: „Mit Schneekanonen gegen den Klimawandel: Salto Mortale in die Vergangenheit“. www.bn-gap.de/pdf/bn_schneekanonen%200702.pdf und Veröffentlichungen, die in regelmäßigen Abständen von der CIPRA zu diesem Thema herausgegeben werden. Greenerilla. |