Umweltbildung: Natur-Kindergruppen in der Region München

Foto: LBV-Archiv

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Foto: B. Büche

Innerhalb von nur zwei Jahren entstanden in verschiedenen Stadtteilen und Vororten Münchens durch ein groß angelegtes Gemeinschaftsprojekt der Hofpfisterei und der LBV-Kreisgruppe München 18 neue Natur-Kindergruppen. Und hier ist auch noch nicht Schluss! Laufend werden weitere Gruppen gegründet, die auch für Ihre Kinder einen Platz haben.

Was tun die LBV-Natur-Kindergruppen?
Mit Freude die Natur erforschen, lachen, lernen und erleben, diesem Motto folgen die Kindergruppen vom Landesbund für Vogelschutz (LBV), wenn sie die Parks und Wälder, Flussufer und „Unkrautfluren“ in München und den Gemeinden der Region durchstreifen. Durch Naturerfahrungsspiele kommen die Kinder mit all ihren Sinnen in direkten Kontakt mit der Lebendigkeit und den Schönheiten der Natur. Gleichzeitig lernen alle die Tiere und Pflanzen am Wegesrand mit ihren Namen kennen und erforschen deren Lebensumstände. Für Spaß und Abenteuer und Interessantes ist dabei immer gesorgt. Ganz wichtig sind die hierin eingeflochtenen Impulse für die Entwicklung eines nachhaltigen Lebensstils. Wie kann man sich gesund, Klima schonend und mit Wohlgeschmack ernähren ? Praxisverwoben wird das Thema Ernährung bei der Besprechung der von den Kindern mitgebrachten Pausenbrotzeiten und deren Verpackung besprochen. Ebenso wird das Thema Mobilität im Hinblick auf Hin- und Rücktransport der einzelnen Kinder zum Gruppentreffpunkt mit Eltern und Kindern besprochen und nach Wegen für eine möglichst klima- und umweltfreundliche Lösung gesucht. Die am Wegesrande angetroffenen Pflanzen und Tiere werden freudig begrüßt, beobachtet, bestaunt, vielleicht auch untersucht. Dann werden sie besprochen: ihre Schönheit, ihr Leben und oft auch ihre Probleme und wie man ihnen helfen kann.
 

Der Hintergrund:

Für Stadtkinder ist es besonders schwer, einen Zugang zur Natur zu finden. In der Natur zu lernen, zu lachen, zu leben und zu forschen ist ein Kinderwunsch, dem viel befahrene Straßen und ein zunehmend kinderfeindliches Wohnumfeld entgegenstehen. Diese Benachteiligung von Kindern zu beenden, war schon lange der Wunsch von Margaretha Stocker, der Chefin der Hofpfisterei in München. Das gleiche Anliegen verfolgt auch Ulrich Dopheide, der seit 20 Jahren für eine erfolgreiche Umweltbildung in München steht. Seine Projektidee: Kinder zwischen 5 und 14 Jahren sollten unter

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fachkundiger Leitung die Natur in Stadt und Landkreis München spielerisch erfahren und kennen lernen. Damit einher geht die Einübung von Verhaltensweisen und Lebensstil-Elementen, die angesichts rasanter Klimaänderungen, Zerstörung vieler Lebensräume und Rückgang der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren dringlicher als je notwendig erscheinen. Mit Blick auf die eigene Gesundheit, auf den Zustand von Natur und Umwelt gesund zu leben ist eines der Kernziele dieses  Projektes, die durch eine partizipative, situations-bezogene und handlungsorientierte Kindergruppenarbeit

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verwirklicht werden soll. Elternarbeit soll ergänzend und verstärkend diese Prozesse begleiten und stabilisieren. Hierbei sollen sozial und ökologisch verträgliche Konzepte zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen eine NACHHALTIGE Entwicklung fördern.

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Die Bildungsarbeit des LBV München fußt auf drei Säulen des Konzeptes „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“:
-  Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen
-  mehr Demokratie und Mitsprache
-  Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte

Die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen ist eine ausgezeichnete Vorgabe für den LBV. Als Verband für Arten- und Biotopschutz besitzt der LBV die nötige Kompetenz, um dieses Thema in die Bevölkerung zu tragen und eine Wertedebatte anzustoßen. So ist die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen ein zentrales Thema bei den Fortbildungen der LeiterInnen und entsprechend bei den Kindergruppen-Nachmittagen. In ihren Gruppen erlernen die Kinder Verhaltensweisen und Lebensstil-Elemente, die angesichts rasanter Klimaänderung, Zerstörung vieler Lebensräume und Rückgang der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren dringlicher als je erscheinen.

Die Umsetzung von Demokratie und Mitsprache (Partizipation) wird bei vielen kleinen Entscheidungen im Verlaufe eines Gruppennachmittages wie auch für zukünftige thematische Schwerpunktsetzungen verwirklicht.
Die Einhaltung der Menschenrechte ist dabei die Basis allen Geschehens.
 

Dieses Projekt „Natur-Kindergruppen in der Region München“ wurde schon 2006 von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet und wurde von Anfang an von der Hofpfisterei großzügig gefördert

      

         

Wann treffen sich die LBV-Natur-Kindergruppen?
Die Gruppen treffen sich 14tägig an einem bestimmten Wochentag, in der Regel von 15-17.30 h.

Wo treffen sich die LBV-Natur-Kindergruppen?
Die Gruppen treffen sich in der Nähe ihres Wohnortes in einem Park, an einem Flussufer oder vor einem Waldstück.

Wie alt sind die Kinder einer Gruppe?
In der Regel sind die Kinder einer Gruppe zwischen 5 und 7 Jahre oder zwischen 8 und 10 Jahre oder zwischen 11 und 14 Jahre alt.

Was kostet die Mitgliedschaft in der Kindergruppe?
Die Teilnahme ist für den ersten (Schnupper-)Nachmittag kostenfrei, danach ist ein verbindlicher Betritt zur Gruppe erforderlich. Dieser beinhaltet eine LBV-Kindermitgliedschaft in Höhe von 20 Euro pro Jahr sowie zuzüglich 32 Euro Teilnehmerbeitrag halbjährlich. Für Geschwister ist ein Rabatt möglich.

Was gibt es sonst noch zu beachten?
Die Kinder sollten immer eine möglichst gesunde und umweltverträgliche Brotzeit dabei haben, das gilt natürlich auch für die Verpackung.

Wo bekomme ich weitere Informationen?
Interessierte Eltern finden weitere Informationen zu diesem Projekt in allen Filialen der Hofpfisterei sowie beim Landesbund für Vogelschutz, Tel 089-200 27 070 oder
e-mail: info@lbv-muenchen.de
 

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