AK Schmetterlinge: Schmetterlinge im November 2007
| Anfang November wurden noch
Admirale in München-Westkreuz beobachtet. – Der Kleine Eisvogel (Limenitis
camilla) fliegt in dieser Jahreszeit allerdings schon lange nicht mehr. Aber
bei Herbst- und Winterspaziergängen kann man auf Roten Heckenkirschen die
Raupe in ihrem Überwinterungsgehäuse (Hibernaculum) suchen - und mit etwas
Geduld und Glück auch finden. Das Foto zeigt ein typisches Biotop: ein
ungeteerter Waldweg, an dessen Rändern Rote Heckenkirschen wachsen, die
Nahrungspflanze der Raupe. Die Raupe des Kleinen Eisvogels fertigt ihr
Überwinterungsgehäuse aus einem Blatt, das vorher fest an den Zweig
angesponnen wird, damit es den ganzen Winter nicht abfällt. Oft besteht das
Hibernaculum nur aus einem Blattrest, und ein Teil der Raupe ragt heraus,
wie auch auf diesem Foto. |
![]() Kleiner Eisvogel, 20.Juni 2005 |
![]() Biotop, 18.November 2007 |
![]() Hibernaculum,18.November 2007 |
Im Frühling kriecht die Raupe aus ihrem Gehäuse und frisst weiter. Sie häutet sich und verändert dabei ihr Aussehen komplett: aus der unscheinbaren braunen Raupe wird ein grünes Ungetüm mit roten Stacheln. |
![]() Raupe, 3.Mai 2005 |
![]() Rote Heckenkirsche, Blüte 10.Mai 2005 |
![]() Erwachsene Raupe, 28.Mai 2005 |
Im Juni verpuppt sie sich. Die Puppe ist ein wahres Meisterwerk von bizarrer Form und mit Silberflecken verziert. Der Falter fliegt im Juni und Juli und legt auf der Blattoberseite der Roten Heckenkirsche seine Eier ab, aus denen schon bald die braunen Räuplein schlüpfen. |
![]() Puppe, 9.Juni 2005 |
![]() Falterunterseite, 20.Juni 2005 |
![]() Rote Heckenkirsche, Beeren, 9.Juli 2005 |
Die Jungraupen fressen das Blatt von der Spitze her und lassen die sauber abgenagte Mittelrippe stehen. Auf dieser Blattrippe ruht sich die Raupe in den Fraßpausen aus. Und so ist sie im August/September relativ leicht zu entdecken. |
![]() Ei, 23.Juli 2005 |
![]() Ei, Grossaufname |
![]() Raupe auf Blattrippe, 31.8.2004 |
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![]() Maria-Ward-Unterführung 2006 |
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Auch andere Nachtfalter
kann man im Herbst in oft erstaunlich großen Mengen beobachten. Die Kleine
Pappelglucke (Poecilocampa populi) wurde schon in den Beobachtungen im
Oktober 2007 vorgestellt. Am 4. November wurden dann 60 Falter gezählt, die
auf den Laternen am Weg durch den Perlacher Forst hockten (in Richtung
Klinik Menterschweige). Auf dem Foto sieht man außer 8 Pappelglucken noch
einen Großen Frostspanner und einen Orangegelben Breitflügelspanner
(Agriopis aurantiaria). |
![]() Kleiner Frostspanner, Paarung, 4.Nov.2007 |
![]() Kleiner Frostspanner, Weibchen, 4.Nov.2007 |
![]() Laterne, Harlaching, 4.Nov.2007 |
Auch im November lohnt es sich, Wände, die nachts vom Licht angestrahlt werden, nach Faltern abzusuchen. Tagsüber bleiben die Falter oft dort sitzen, vor allem, wenn sie dort etwas vor der Witterung geschützt sind. Am Bahnhof Obermenzing wurde die Herbst-Rauhaareule (Asteroscopus sphinx) gesehen, und am Bahnhof Pullach der Haarschuppen-Zahnspinner (Ptilophora plumigera). Beide Arten sind kräftig behaart, ein Hinweis, dass sie in einer unwirtlichen Zeit leben. Das Männchen des Haarschuppen-Zahnspinners hat besonders prächtige Fühler. Auf der Portraitaufnahme spiegelt es sich an einer Lampe. |
![]() Herbst-Rauhaareule, 7.Nov.2007 |
![]() Haarschuppen-Zahn-spinner, 10.Nov.2007 |
![]() Portrait |
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