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Am 2.
August leitete Markus Schwibinger eine Führung zu den Schmetterlingen und
Heuschrecken in die Fröttmaninger Heide.
Wir sahen folgende Tagfalter: Wiesenknopf-Würfeldickkopf (Spialia sertorius),
Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus), Idas-Silberfleckbläuling
(Lycaeides idas), Zweibrütiger Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis),
Silber-Bläuling (Lysandra coridon), Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha
pamphilus), Großes Ochsenauge (maniola jurtina), Goldene Acht (Colias hyale/australis),
Kaisermatel (Argynnis pahia), Kleiner Perlmuttfalter (Argynnis lathonia),
Distelfalter (Cynthia cardui), Schachbrett (Melanargia galathea) und als
ganz große Besonderheit die Rostbinde (Hipparchia semele). Die
Rostbinde ist in lichten Wäldern und Kalkheiden zu Hause. Durch Vernichtung
dieser Lebensräume ist sie in Südbayern akut vom Aussterben bedroht. Anfang
des 20.Jahrhunderts war sie noch weiter verbreitet, heute kann man sie nur
noch auf der Fröttmaninger Heide finden. Aber auch hier droht sie durch
Aufforstungen auszusterben.
Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) ist ein
Wanderfalter, der normalerweise bei uns nicht überwintern kann. Jedes Jahr
fliegt es in unterschiedlicher Anzahl über die Alpen zu uns. In diesem
warmen Sommer war es außerordentlich zahlreich. Die Falter stehen im
Schwirrflug vor Blüten - wie Kolibris. Wir konnten ein Weibchen bei der
Eiablage an Labkraut beobachten. (Das Foto vom fliegenden
Taubenschwänzchen ist nicht auf der Fröttmaninger Heide aufgenommen, nur
das Ei).
An Heuschrecken sahen und hörten wir Gemeiner Grashüpfer (Chortippus
parallelus), Roesels Beißschrecke (Metreoptera roeseli),
Nachtigallgrashüpfer (Chortippus biguttulus) , Zweifarbige Beißschrecke (Metreoptera
bicolor), Kleine Goldschrecke (Chrysochraon brachyptera) und Blauflügelige
Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens).
Wir sahen zahlreiche Pflanzen, die für dieses Biotop typisch sind:
Frühlingsfingerkraut, Sandfingerkraut, Nordisches Fingerkraut, Berggamander,
Purgierlein, Graue Skabiose, Ähriger Ehrenpreis, Hügelmeister, Gekielter
Lauch, Ästige Graslilie, Sonnenröschen, Brillenschötchen, Scharfes
Berufkraut, Golddistel, Blasenstrauch, Bergklee, Fransenenzian,
Silberdistel, Kleine Braunelle, Thymian, Feld-Steinquendel und
Ampfer-Knöterich. Außerdem beobachteten wir Zauneidechse, Feldlerche und
Grünspecht.
Fotos: (1) Karin Gross-Beck,
(2) Annette von Scholley-Pfab |

Idas-Silberfleck-
bläuling (1)

Silber-Bläuling (1)

Rostbinde (2)
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Tauben-
schwänzchen
(2)
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Tauben-
schwänzchenei(2)
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