AK Schmetterlinge – Führung Feldafing am 17.06.2007

Bei unserer Exkursion am 17.6.07 führte Markus Schwibinger in der Umgebung von Feldafing. Die Landschaft am Starnberger See ist durch Moränen geprägt, die Senken sind mit Mooren oder Feuchtgebieten ausgefüllt, dazwischen gibt es Hügel mit Trocken-vegetation. Hier sind die Arten der Moore und Feuchtgebiete zu beobachten (F); auf den Trockenhängen die dort heimischen Arten (T) dazu Wald bewohnende Arten (W) und solche, die nicht auf einen bestimmten Biotoptyp angewiesen sind.


Führung bei Feldafing


Moorwiese mit Wollgras

Neben den häufigen Falterarten wie Brauner Waldvogel, Schachbrett (T), Kleiner Fuchs und Waldbrettspiel (W) waren Großer Perlmuttfalter, Wachtelweizen- und Baldrian-Scheckenfalter (F) schon seltenere Arten. Großes Ochsenauge, Weißbindiges und Rostbraunes Wiesenvögelchen (T) sind in der Nähe von München ebenfalls nicht häufig anzutreffen. Feuriger Perlmuttfalter (W), Mädesüß-Perlmuttfalter (F) und der Milchfleck-Mohrenfalter sind nur auf bestimmten Standorten zu finden, während Postillon und Kleiner Feuerfalter sporadisch als Wanderfalter auch auf die Münchner Schotterebene kommen.


Baldrian-Scheckenfalter

Wachtelweizen-Scheckenfalter


Milchfleck-Mohrenfalter


Traubenkirschen-Gespinstmotte


Großes Heupferd

Braundickkopffalter 

Die Traubenkirschen-Gespinstmotte schreckt immer wieder Menschen, weil sie den Baum, der den Raupen als Futterpflanze dient, bis aufs letzte Blatt kahl frisst. Er treibt später wieder aus, nachdem sich die Raupen in Falter verwandelt haben.
Von den Nachtfaltern seien ein Wurzelbohrer (Hepialus hecta), der Schwarzspanner, Wellenlinien-Rindenspanner und ein Elfenbein-Flechtenbär genannt.


Kleiner Feuerfalter


Hepialus hecta

Alcis repandata

Große Goldschrecke

Buntbäuchiger Grashüpfer


Frühe Adonislibelle

Unter den Heuschrecken der Gegend haben wir die Arten Großes Heupferd, Große Gold­schrecke, und Buntbäuchigen Grashüpfer gesehen; außerdem war eine Kleine Goldschrecke dabei, die - anders als gewöhnlich - lange Flügel hatte. Am Waldrand zeigte sich eine Frühe Adonislibelle. Zusammen mit den Orchideen und anderen Blütenpflanzen war es eine sehr artenreiche Exkursion.

Jochen Goldsche
Fotos: Exkursionsteilnehmer