AK Schmetterlinge - Führung Perlacher Forst, 10. Juni 2007
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Im dichten Wald findet man
nur selten Schmetterlinge. Sie bevorzugen Wegränder, Lichtungen und
natürliche Waldsäume. Im intensiven Wirtschaftswald werden Lichtungen
aufgeforstet und Bäume bis an die Wegränder gepflanzt. Am Waldrand reichen
Felder und gedüngte Wiesen bis unter die Randbäume. Damit wird vielen
Schmetterlingen und anderen Insekten der Lebensraum genommen. Im Perlacher
Forst dagegen sind meist die Schneisen und Waldränder noch mit wenig
genutzten Randstreifen versehen, auf denen sich teilweise - wie an der
Bahnlinie - noch Heidereste erhalten haben. |
![]() Pflege September 2002 |
Auf unseren Führungen und privaten Exkursionen seit 2002 sahen wir an diesem Bahndamm 41 Tagfalterarten und noch viel mehr Nachtfalter. Jedes Jahr findet Ende Mai/Anfang Juni eine Führung statt. In dieser Zeit fliegen Frühlings Mohrenfalter (Erebia medusa), Schornsteinfeger (Aphantopus hyperanthus), Schachbrett (Melanargia galathea), Perlgrasfalter (Coenonympha arcania), Rostbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion), Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus), Zwergbläuling (Cupido minimus), Rotkleebläuling (Cyaniris semiargus), Himmelblauer Bläuling (Polyommatus bellargus), Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus) und Rostfarbener Dickkopf (Ochlodes sylvanus). |
![]() Frühlings-Mohrenfalter |
![]() Schornsteinfeger |
![]() Schachbrett |
![]() Perlgrasfalter |
![]() Rotkleebläuling |
![]() Himmelblauer Bläuling |
Auch auf der Führung am 10. Juni 2007 sahen wir alle diese Falter. Aber jede Exkursion ist anders, immer wieder sieht man neues. Diesmal warteten am Treffpunkt, dem Wartehäuschen an der Trambahnhaltestelle Großhesseloher Brücke, schon 3 Nachtfalter auf uns: Buchen-Zahnspinner (Stauropus fagi), Klosterfrau (Panthea coenobita) und Aschgrauer Rindenspanner (Hypomecis punctinalis). |
![]() Buchenzahnspinner |
![]() Klosterfrau |
![]() Aschgrauer Rindenspanner |
Zuvor hatte ich an einer Wand am Harlachinger Krankenhaus schon Pappelschwärmer (Laothoe populi) und Zweibindigen Nadelwald-Spanner (Hylaea fasciaria) gefunden und in einem Glas zum Anschauen mitgebracht. Nachdem diese Falter wieder freigelassen worden waren, konnte endlich die eigentliche Exkursion beginnen. Außer den oben erwähnten Tagfaltern sahen wir noch einen Schwalbenschwanz (Papilio machaon), Kleinen Kohlweißling (Pieris napi), C-Falter (Polygonia c-album) und auffällig viele Baumweißlinge (Aporia crataegi). |
![]() Pappelschwärmer |
![]() Zweibindiger Nadelwald-Spanner |
![]() Baumweißling |
An Nachfaltern ließen sich noch Hornklee-Widderchen (Zygaena lonicerae), Elfenbein-Flechtenbärchen (Cybosia mesomella), Braunstirn-Weißspanner (Cabera exanthemata) und viele Rotrandbären (Diacrisia sannio) blicken. Außerdem wurden die Raupen von Nadelwald-Flechtenbärchen (Eilema depressa) und Goldhaar-Rindeneule (Acronicta auricoma) entdeckt. Als krönenden Abschluss gab es noch eine Langhornmotte (Nemophora degeerella), deren Fühler ihrem Namen alle Ehre machten. |
![]() Goldhaar-Rindeneule |
![]() Langhornmotte |
Auf der Führung am 25. Mai 2006 war das Wetter nicht so besonders. Deshalb entdeckten wir vor allem viele Raupen, wie z.B. die Pyramideneule (Amphipyra pyramidea), außerdem Falter, Raupen und Eier des Aurorafalters (Anthocharis cardamines). |
![]() Pyramideneule |
![]() Aurofalter Ei |
Am 13. Juni 2004 sahen wir außer den oben erwähnten, typischen Tagfaltern für dieses Gebiet 3 interessante Nachtfalter: Fensterschwärmerchen (Thyrus fenestrella), Hornissenglasflügler (Aegeria apiformis).und Großer Schneckenspinner (Apoda limacodes). Das Fensterschwärmerchen hat in der Mitte der Flügel pergamentartig durchscheinende „Fensterchen“. Bei den Glasflüglern sind gar die ganzen Flügel nahezu schuppenlos, und der Hornissenglasflügler kann schnell mit einer Hornisse verwechselt werden. |
![]() Fensterschwärmerchen |
![]() Hornissenglasflügler |
![]() Großer Schneckenspinner |
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