| Lage | Zwischen Gartenstadt Trudering im Norden, Putzbrunner Str. im Süden, Karl-Marx-Ring und Friedenspromenade im Westen |
| Charakter | Entlang der Stromtrasse sind 1994 von der Stadtgartendirektion Magerstandorte geschaffen und mehrere Feuchtbiotope angelegt worden. Im Südteil, westlich des Weges "Breites Geräumt" liegt ein ehemaliges Kiesabbaugebiet mit größerem Weiher |
| Flora | Breitblättriger Ständelwurz, Klappertopf, Nordisches Labkraut, Regensburger Ginster, Salomonssiegel, Schattenblümchen, Sumpf-Ständelwurz, Tollkirsche, Türkenbundlilie, Wald-Wachtelweizen, Zwergbuchs |
| Fauna | Bergmolch, Erdkröte,
Grasfrosch, Teichmolch, Wechselkröte (RL 1), Buntspecht, Dompfaff, Eichelhäher, Goldammer, Grünspecht (RL 4R), Mäusebussard, Sperber (RL 3), Turmfalke, Wintergoldhähnchen Blindschleiche, Waldeidechse, Zauneidechse (RL 4R) Roesels Beißschrecke, Gewöhnliche Strauchschrecke, Kleine Goldschrecke, Rote Keulenschrecke Violetter Waldbläuling, Magerrasen-Perlmuttfalter (RL 4R) |
| Schutzstatus | Landschaftsschutzgebiet Teilflächen fallen unter den Schutz von Art. 13d BayNatSchG Biotope M-15, 216 ... in der Stadtbiotopkartierung 1981-84 |
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Biotopflächen im Truderinger Wald |
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Zum Glück ist es noch ein Erholungsgebiet für
viele Anwohner der bevölkerungsreichen Stadtteile mit Waldwegen,
Radl-Routen (Isar-Inn-Panoramaweg) und einer aufgelassenen Kiesgrube, die
sich so unterschiedliche Gruppen wie Jugendliche, Reiter mit ihren Pferden
und Wasservögel teilen. Nach
der Aufforstung mit Fichtenwald haben sich nur in waldfreien Gebieten (an
der Stromtrasse und um die Kiesgrube) Reste der Steppenrelikte als
Magerrasen erhalten. Hier gibt es noch Regensburger Ginster,
Klappertopf, Salomonssiegel, Zwergbuchs und Orchideenarten, die alle nährstoffarmen
Boden benötigen. |
| Hier ist auch der beste Insektenlebensraum: die Heuschreckenarten wie Strauchschrecke, Kleine Goldschrecke, Rote Keulenschrecke und andere sind auf Gräser des Magerrasens angewiesen, daneben finden wir an den Tümpeln Libellen wie Plattbauch und Vierfleck. Sogar eine seltene Laufkäferart, die sonst nur noch auf Kiesbänken der Isar – oberhalb des Sylvensteinspeichers – vorkommt, hat hier noch einen Lebensraum, wie man im Umweltkalender der Landeshauptstadt München nachlesen kann. |
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Die Tagfalterarten sind teils Arten, die in verschiedenen Biotopen leben können: Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Kleiner Kohlweißling und Grünaderweißling sowie als Wanderfalter Admiral und Distelfalter. Dazu kommen viele Waldrandbewohner: C-Falter, Baumweißling, Landkärtchen, Waldbrettspiel, Frühlings-Mohrenfalter, Schornsteinfeger und Schillerfalter, dazu Nierenfleck und Ulmenzipfelfalter (RL3), die selten als Falter zu sehen sind. Andere Arten benötigen neben dem Waldsaum auch Magerrasen mit spezifischen Futterpflanzen: Schachbrett, Weißbindiges Wiesenvögelchen, Aurorafalter und Kaisermantel. Die Perlmuttfalter leben alle an Veilchenarten im Magerrasen, einige davon sind Rote-Liste-Arten (RL): Früher- (RL3), Braunfleckiger- und Magerrasen-Perlmuttfalter (RL3), Großer und Feuriger Perlmuttfalter (RL3). An Ampfer bzw. Kleearten leben die Raupen der Arten Kleiner Feuerfalter, Himmelblauer Bläuling (RL3), Ikarus und Rotkleebläuling. Kleines Wiesenvögelchen, Gelbwürfeliger-, Rostfarbener- und Kleiner- Dickkopffalter leben an Gräsern, ebenso wie der Schwarzkolbige- und Braunkolbige Braundickkopffalter. Diese Vielfalt ist gefährdet: durch die bereits erwähnte Straßenplanung, die von höchster Stelle der Stadt nicht gewünscht wird. |
| Eine weitere Gefahr für die Artenvielfalt ist die Aufforstung der waldfreien Gebiete, wie sie teilweise am südwärts gerichteten Waldrand der Stromtrasse zu beobachten ist. Dabei haben gerade die Stürme wie Lothar begonnen, für einen Umbau des Waldes vom Fichtenstangenwald zum Mischwald zu sorgen. Dies wurde auch von Seiten des Forsts durch Anpflanzungen unterstützt. |
Führung, Truderinger Wald |
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Der Ausbau des Weges entlang der Kiesgrube (der sicher notwendig war) hat vorerst fast den gesamten Bestand an Zwergbuchs vernichtet, dafür haben die Neophyten gute Chancen, sich an verschiedenen Stellen weiter auszubreiten. Leider lassen Riesenbärenklau, Kanadische Goldrute und Cotoneaster der empfindlichen Magerrasenvegetation wenig Platz zum Überleben. Auch die Ansaat von Wildäckern als Futter für die Rehe macht wenig Sinn auf diesen teilweise durch Art. 13d BayNatSchG geschützten Flächen. Hier sollte die Stadt, in deren Besitz der größte Teil der Stromtrasse ist, zusammen mit dem Forst ein Pflegekonzept erstellen und durchführen lassen. Die Aktiven des LBV sind gerne bereit, die Pflege der Flächen mit Rat und Tat zu unterstützen. Am dringendsten müsste die Ausbreitung des Riesenbärenklaus gestoppt werden. Jochen Goldsche, LBV München |