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Lage / Ausdehnung Früher war der Forstenrieder Park sehr viel größer. Er ging im Norden bis zum Hirschgarten, im Westen schloss er die Ortschaften Buchendorf, Krailling, Planegg und Lochham ein, die Ostgrenze war die Isar, das südliche Ende war der Starnberger See. Charakter Große zusammenhängende Waldfläche (rund 4000 Hektar) - Wildpark, ein ca. 2000 Hektar eingezäuntem Waldgebiet, Wildruhezonen mit Wildbeobachtungsplätzen (Hirsch, Reh, Wildschwein) - Eichelgarten (ehemalige Forstwiese zur Gras- und Weidenutzung) - Baumartenlehrpfad Maxhof - den Wald quert die alte Römerstraße von Augsburg nach Salzburg Baumbestand: |
Baumartenlehrpfad Maxhof Eichelgarten |
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Fauna Geologische Verhältnisse Der Forstenrieder Park liegt auf der großen Münchner Schotterfläche, entstanden nach der letzten Eiszeit (Würmeiszeit). Im nördlichen Teil des Parks bildet sie die obere Decke, ihre Mächtigkeit beträgt im Mittel 20 m. Im südlichen Teil stößt man auf die Altmoränen der 3. Eiszeit. Wegen ihrer stärkeren Verwitterung tragen sie mehr Laubwald als der übrige Teil des Parks |
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Geschichte des Forstenrieder Parks 1399 kauft Herzog Ludwig der Gebarteten die Feste Baierbrunn mit dem
Forst, Untertanen und sämtlichen Zugehörungen. Seitdem ist der
Forstenrieder Park in Staatsbesitz. Die Jagdausübung in diesem Gebiet war ausschließlich
Kronrecht der Wittelsbacher bis 1918. |
Hexenhäusl |
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Das sog. Hexenhäusl: an der Kreuzung Ludwig- und Elisengeräumt, Arbeiterunterkunftshütte, sie kann auf ein sehr hohes Alter zurückblicken. Der Name der Hütte hängt zusammen mit einer alten Sage von Geistern und Gespenstern, die hier gehaust haben sollen. Die Sage ist aber im Lauf der Zeit verloren gegangen. Waldbrände 1747, 1815, 1912, 1915, 1920, 1921, 1926. Sämtliche Brände sind durch Unvorsichtigkeit entstanden! Nonnenkatastrophe 1889/92 Der Nonnenfalter sieht dem Kohlweißling ähnlich, ist aber etwas kleiner. Befallen war der östliche Teil des Parks, 1890 waren es 2194 ha. Die kahlgefressenen Bäume (Fichten) wurden gefällt. Die Kahlflächen wurden alle wieder aufgeforstet. |
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Jagd im Forstenrieder Park Noch im frühen Mittelalter war die freie Jagd der Bauern üblich. Zu
Anfang des 16. Jahrhunderts war die Jagd bereits ausschließlich Sache des
Landesherrn und der Stände (Adel, Fürstbischöfe, Prälaten und
Patrizier-Bürgergeschlechter). Hauptgrund war die Jagdleidenschaft der
Herzöge und Edelleute, aber auch die Sorge, dass durch das Aufkommen der
Schießwaffen das Wild ganz ausgerottet werden könnte. |
Sauschütt |
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Das 18. Jahrhundert war die Zeit der große Parforcejagden (Schweinehatzen, Hirschhatzen, usw.). Nach der Jagd ging es zu fröhlichem Gelage, Tanz und Spiel, meist in das Schloss Fürstenried. Diese Jagden waren sehr aufwendig, bis zu 1200 Treiber, 270 berittene Jäger, 120 dressierte Hunde und damit auch sehr teuer. Sie gingen mit dem Ende des 18. Jahrhunderts zu Ende. Übrigens war die Sauhatz nicht ungefährlich: ein dreijähriger Keiler tötete 4 Hunde und verletzte 22 arg, auch ein Pferd wurde schwer am Bauch verletzt. 1809 wurden die alten Jagdschneisen durch die geradlinigen (Geräumt)-Wege ersetzt, wobei der Park in Quadrate von je 200 Tagwerk unterteilt wurde, „dass die Reiter (besonders die Damen) angenehmen Ritt haben.“ Wildschäden Es gab ständig Klagen der Bauern wegen großer Wildschäden. Deshalb wurde 1850 der Zaun auf den Forstenrieder Park, den eigentlichen Staatsbesitz, zurückgenommen. So blieben z.B. Pullach und Buchendorf außerhalb des Parks. Da es auf der Straße München-Starnberg zu vielen Zusammenstößen mit dem Wild kam, wurde zu beiden Seiten der Straße ein Zaun gezogen. 1918, nach der Revolution, wurde beim westlichen Teil des Parks der Zaun niedergelegt. Wilderer Wo die Grüne Marter steht, soll der Sage nach im 17. Jahrhundert ein Jäger
von einem Wilderer erschossen worden sein. Quelle: Der Forstenrieder Park von Franz Xaver Kriegelsteiner |