Münchner Biotope: Die Aubinger Lohe - ein Landschaftsschutzgebiet in München

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Die Aubinger Lohe, ein bewaldeter Höhenzug im Münchner Stadtbezirk 22 (Aubing-Lochhau-
sen), liegt in nächster Nähe der westlichen Stadtkreisgrenze.

Der geologische Aufbau des Höhenrückens ist mit ca. 15 Millionen Jahren (Obermiozän) wesentlich älter als die ihn umgebende Schotterebene. Die würmeiszeitlichen Gletscherschmelzwässer konnten die tertiären Sande (tiefer auch Letten und Mergel) der Erhebung anscheinend nicht vollständig wegspülen. Und so blieb die ehemals umströmte Insel erhalten und liegt nun bis zu 25 Meter über dem ebenen Umland.

In früheren Jahren gehörte die Aubinger Lohe zum Lohwaldgürtel im Münchner Nordwesten, bevor sie mit schnell wachsenden Fichten aufgeforstet wurde und dadurch ihren Charakter als Lohwald weitgehend verlor. Erst in jüngerer Zeit wurde durch Aufforstung mit Laubbäumen die Entwicklung zu einem gesunden Mischwald gefördert.
Im nördlichen Teil der Lohe entstand durch den Jahrzehnte langen Abbau eines reichhaltigen Tonvorkommens eine riesige Grube. Diese wurde nach Beendigung des Abbaus renaturiert und mit Wegen versehen. Das offene Gelände und der zusätzlich angelegte Biotop-Weiher (G 170) entwickelte sich zu einem wertvollen Lebensraum für seltene Vögel und Amphibien.

Aubinger Lohe

Status

LSG: M (S)-01e  und Bannwald

Landkarte

TK25: 7834

Lage GKK:      

R = 44.54945,  H = 53.36610  (= oberes Wegkreuz)

Fläche

1,8 qkm, Länge: max.1,8 km, Breite: max.1,3 km

Größte Höhe:   

540.6 m über NN

Lebensraumtyp

Fichtenforst (W111) mit Laubwald-Aufforstungen (W140)

  
Avifauna:
40 bis 45 Brutvogelarten, u.a.
Zwergtaucher Grünspecht
Teichhuhn Schwarzspecht  *
Wespenbussard  * Misteldrossel
Sperber Teichrohrsänger
Mäusebussard Gelbspötter
Baumfalke * Schwanzmeise
Ringeltaube Haubenmeise
Waldkauz Gimpel
Waldohreule (BV)  Kernbeißer         * = unregelmäßiger Brutvogel

Wünschenswert wäre die Ausweisung der Aubinger Lohe als Naturschutz-, FFH- oder SPA-Gebiet, um dieses innerhalb der Stadtgrenze liegende Waldstück auch in Zukunft vor schädlichen Eingriffen und Veränderungen zu schützen.

Claus Dietrich