Stadtbedeutsames
Biotop
● Pflege- und Erhaltungszustand: Kritisch
● Schutzstatus: Ausreichend
Lage: Stadtbezirke Pasing –
Obermenzing und Allach – Untermenzing: Talraum westlich der Pippinger
Straße zwischen der Theodor-Storm-Straße in Pasing und dem Steg bei der
Kirche St. Martin in Untermenzing
Schutzstatus nach Naturschutzrecht: Landschaftsschutzgebiet (LSG)
Kartierter Münchner Stadtbiotop mit der Nr.: 22
ABSP-Nr.: 126
Flächennutzung nach Flächennutzungsplan: Allgemeine Grünfläche,
Wasserfläche, Überschwemmungsgebiet, Regionaler Grünzug
Flächengröße: 23,3 ha
33.1 Geschichte,
Geländebeschreibung, Vegetation: Die Würm durchfließt als dritter und
kleinster Fluss die Münchner Schotterebene. Sie weist aber ein stärkeres
Gefälle als Isar und Amper auf und zeichnet sich durch eine für einen
Voralpenfluss relativ ausgeglichene Wasserführung aus, da sie aus dem
Starnberger See als natürlichem Speicher gespeist wird (Zum Vergleich: Die
Isar hat im Bereich der Schotterebene nur 2,29 %O mittleres Gefälle). Die
recht hohe Fließgeschwindigkeit entlang des nur 35 Kilometer langen
Flusslaufs wurde bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts energetisch von über
zwanzig Mühlen genutzt. Nördlich des untersuchten Flussabschnittes in
Allach ist eine Mühle bereits aus dem Jahr 774 dokumentiert (Rudolph, 1997
S. 54). Im untersuchten, knapp drei Kilometer langen Abschnitt befinden
sich die 1963 aufgelassene „Untermühle“ in Obermenzing und die ehemals als
„Obermühle“ bezeichnete Inselmühle in Untermenzing (Ongyerth 1995).
Die Würm verursachte früher aufgrund von Grundeisbildung verheerende
Überschwemmungen, eines der schlimmsten ereignete sich 1893. Aus diesem
Grund wurde die Würm bald darauf (1898) reguliert und in das heute noch
vorhandene sechs Meter breite Bett gezwängt. Trotz dieser Maßnahmen kam es
im Winter 1928/29 nochmals zu einer großen Überschwemmungskatastrophe
(Rudolph, 1997 S 113 ff.). Heute ist die Talaue durchweg recht schmal und
nicht mehr als zwei Meter gegenüber der Umgebung eingetieft, an vielen
Stellen reicht die Bebauung bis unmittelbar an den Auenrand. Ein
Hochwasser wie 1928 würde nach wie vor zu verheerenden Schäden führen.
Abschnitt
Pipping-Blutenburg: Von der Theodor-Storm-Straße bis zur Verdistraße
fließt die Würm in einem leicht kurvigen, ziemlich gleichförmigen Bett von
nur ca. 6 Meter Breite. Die Ufer wurden in den Jahren 1898-1901 mit
Steinblöcken verbaut. Gegenüber der umgebenden Aue ist der Wasserspiegel
des Flusses stellenweise um einen Meter und mehr erhöht. Die 5-8 Meter
breiten Uferdämme mit landseitig über zwei Meter hohen Böschungen sind
beidseitig mit einem durchgängigen, stufig aufgebauten Gehölzbestand
bewachsen. Als dominante Baumarten treten Schwarz-Erlen (Alnus glutinosa)
und Silber-Weiden (Salix alba) in Erscheinung. Südlich des Schlosses
Blutenburg stehen mehrere mächtige Silber-Weiden. Im Unterwuchs überwiegt
eine nitrophile Krautflur mit Hohlem Lerchensporn (Corydalis cava),
Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) und Efeu (Hedera helix). Auf der
Böschung des ostseitigen Dammweges und auch am Ufer bei Pipping hat sich
auf fast zweihundert Metern Länge eine Nitrophytenflur mit viel
Brennnessel (Urtica dioica), Giersch (Aegopodium podagraria), Großer
Klette (Arctium lappa), Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris) und
Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) entwickelt. An der Querung des
Kornbergerwegs befindet sich ein Teich mit verfallener, hölzerner
Uferbefestigung, schlammigem Untergrund und veralgtem Wasserkörper. Der
Teich wird am Nordufer durch eine Laubbaumhecke, am Südufer durch einige
hohe Fichten gesäumt. Ein weiteres deutlich größeres Stillgewässer von
25-40 m Breite umrahmt das Schloss Blutenburg auf der Süd- und Ostseite.
Die Ufer des Schlossweihers sind größtenteils mit einer senkrechten
Tuffsteinmauer verbaut. Die Uferstreifen werden mehrmals jährlich
vollständig ausgemäht, so dass nur wenige Pflanzen zur Blüte gelangen. Nur
die südwestseitige Bucht blieb auf dreißig Metern unverbaut, dort hat sich
ein Kalmus-Röhricht (Acorus calamus) entwickelt. Der nördliche, durch
einen querenden Weg abgetrennte Gewässerteil ist immerhin zur Hälfte
unverbaut, jedoch stark veralgt. Im Anschluss daran bis zur Verdistraße
befindet sich ein ca. vierzig Meter breiter, dichter Auwaldbestand an den
hier unzugänglichen Würmufern. Das arten- und bis zum Jahr 2000 auch
blütenreiche Grünland östlich des Blutenburg-Gewässers wird seit einigen
Jahren mindestens dreimal jährlich gemäht. Durch das dort Ende Mai
stattfindende, mehrtägige Weinfest ist innerhalb von nur zwei Jahren eine
auffällige Degradierung festzustellen. Demgegenüber wird die Auenwiese
südlich der Kapellengartenstraße zu selten und zu spät im Jahr gemäht, so
dass sich starkwüchsige Gräser gegenüber den nur noch spärlich vorhandenen
Wiesenblumen ausgebreitet haben.

Unterschiedliche
Uferstrukturen: Das Ufer im Bildvordergrund trägt eine für einen kleinen
Fluss typische Pest-wurzflur, das Ufer im Bildhintergrund ist mit
Blocksteinen befestigt und weitgehend vegetationsfrei |
Abschnitt Verdistraße-Inselmühle: Auf der Nordseite der Verdistraße
beginnt ein sehr kurzer Würmabschnitt ohne Uferverbau, an dessen
Ostseite eine gut fünf Meter lange Dammbruchstelle mit Sandsäcken
verstärkt ist. Daneben schließt ein kleiner Rest einer verwilderten
Streuobstwiese mit Aufwuchs von Sukzessionsgehölzen an. Die
artenreiche Krautflur enthält auch einige aus Gärten stammende
Frühjahrsgeophyten und den Goldschopf-Hahnenfuß (Ranunculus
auricomus). Auf der Nordseite dieser kleinen Grünanlage wurden einige
Kirschbäume nachgepflanzt. Bis zum Betzenweg fließt die Würm nun durch
Privatgrund vorbei an der Untermühle und einer von Ziegen beweideten
Wiese mit einigen mächtigen Silber-Weiden. |
Das Ufer ist dort teilweise mit Betonmauern verbaut, über welche von den
Kleingärten auf der Ostseite Treppenstufen zum Wasser führen. Im Dorfkern
von Obermenzing sind die Uferstreifen, die mäßig artenreiche Rasen tragen,
kaum mehr einen Meter breit. Das Ostufer säumt dort eine fast geschlossene
Eschen-Reihe. Die Steinblöcke der Ufersicherung sind hier auf fast 50 m
Länge abgebrochen, es haben sich sekundäre Steilanbrüche gebildet.
Direkt an der dortigen
Würm-Brücke steht eine das Ortsbild prägende Silber-Weide mit etwa achtzig
Zentimetern Stammdurchmesser. Nördlich des Dorfkerns von Obermenzing liegt
der Wasserspiegel der Würm, emporgehoben durch aufgeschüttete Dämme, etwas
über dem westseitigen Hinterland.
Entlang der
Mergenthalerstraße wird die Würm von einem geschlossenen
Silberweiden-Galeriegehölz gesäumt. Ungefähr ab der Einmündung der
Oneginstraße nordwärts ist das Flussbett der Würm auf etwa fünfhundert
Metern Länge naturnah gestaltet. Abgesehen von den künstlichen
Uferausbuchtungen ist es weitgehend unverbaut. Das Westufer ist aber stark
trittbelastet und daher nahezu vegetationsfrei. Am Steg „Im Wismat“ ist
das Flussbett nach Osten stark aufgeweitet. Hier wurden wenig durchströmte
Flachwasserbereiche und schlammige Sumpfzonen angelegt. Leider ist dieser
eigentlich ansprechende Bereich vermüllt.

Naturnah gestalteter
Würmabschnitt bei der Inselmühle |
Der am natürlichsten
anmutende Flussabschnitt befindet sich südöstlich des Wehrs an der
Inselmühle. Neben dem Flussbett befindet sich dort am Ostufer eine
Flutmulde mit schlammigem Untergrund. Die Mulde wird bereits bei
Mittelwasser von einem Teil des Flusswassers durchströmt. Die ehemaligen
Uferbäume, Silber-Weiden, Eschen und Hybrid-Pappeln sind umgestürzt und
blieben als Totholz liegen. An der seit 1923 als Hotel, Restaurant und
Biergarten genutzten Inselmühle teilt sich der Flusslauf auf 130 m Länge
in zwei Arme, wobei der westliche Arm zwar weitgehend verbaut ist, aber
weiterhin relativ naturnah wirkt. Nördlich der Brücke der Von-Kahr-Straße
wird nochmals eine geringe Wassermenge in einen neu angelegten kleinen
Nebenarm abgeleitet. |
Vegetations- und
Strukturtypen (Anteilsschätzung in %)
|
Laubbaumbestände
(Kronendach) |
30 |
Scherrasen |
5 |
|
Nadelbaumbestände |
1 |
Blumenrasen |
2 |
|
Deckung der Strauchschicht |
15 |
Flutrasen |
1 |
|
Gras- und Krautfluren
nährstoffreicher Standorte |
20 |
Großröhricht (Art. 13 d
BayNatSchG) |
0,1 |
|
Trittrasen und Trampelpfade |
5 |
Fließgewässer |
20 |
|
Artenreiches
Extensivgrünland/Magerwiese |
3 |
Stillgewässer |
4 |
|
Artenarme Fettwiese und
Fettweide |
12 |
Sonstige Flächenanteile |
4 |
|
Streuobstwiese |
1 |
|
|
33.2 Artenzusammensetzung
Vorkommen gefährdeter
Arten: Pflanzen (alle sicher angesalbt) Kornelkirsche (Cornus mas),
Christrose (Helleborus niger), Märzenbecher (Leucojum vernum), Eibe (Taxus
baccata)
Säuger: Großer
Abendsegler (Nyctalus noctula); Brutvögel: Gänsesäger (Mergus merganser),
Grünspecht (Picus viridis); Fische (Nachweise von 1984): Aland, Nerfling
(Leucisus idus), Barbe (Barbus barbus), Dreistachliger Stichling
(Gasterosteus aculeatus), Elritze (Phoxinus phoxinus), Koppe (Cottus gobio),
Schneider (Alburnoides bipunctatus), Zährte (Vimba vimba); Libellen:
Vierfleck (Libellula quadrimaculata)
Gehölze: Spitz-Ahorn
(Acer platanoides), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Rosskastanie (Aesculus
hippocastanum), Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), Hänge-Birke (Betula
pendula), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Hasel (Corylus avellana),
Eingriffliger Weißdorn (Crataegus monogyna), Gewöhnliches Pfaffenhütchen
(Euonymus europaeus), Buche (Fagus sylvatica), Esche (Fraxinus excelsior),
Efeu (Hedera helix), Liguster (Ligustrum vulgare), Fichte (Picea abies),
Hybrid-Pappel (Populus sp.), Vogel-Kirsche (Prunus avium), Trauben-Kirsche
(Prunus padus), Schlehe (Prunus spinosa), Vielblütige Rose (Rosa
multiflora), Brombeere (Rubus fruticosus agg.), Himbeere (Rubus idaeus),
Silber-Weide (Salix alba), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Berg-Ulme
(Ulmus glabra), Wolliger Schneeball (Viburnum lantana), Gewöhnlicher
Schneeball (Viburnum opulus), Laubholz-Mistel (Viscum album)
Gräser und Kräuter (* =
angesalbt): *Kalmus (Acorus calamus), Knoblauchsrauke (Alliaria
petiolata), Bärlauch (Allium ursinum), Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus
pratensis), Gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides), Wiesen-Kerbel
(Anthriscus sylvestris), Große Klette (Arctium lappa), Stein-Zwenke
(Brachypodium rupestre), Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Taube Trespe
(Bromus sterilis), Zaun-Winde (Calystegia sepium), Wiesen-Schaumkraut
(Cardamine pratensis), Sumpf-Segge (Carex acutiformis), Wald-Segge (Carex
sylvatica), Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Rüben-Kälberkropf
(Chaerophyllum bulbosum), Taumel-Kälberkropf (Chaerophyllum temulum),
*Schneeglanz (Chionodoxa luciliae), *Winterling (Eranthis hyemalis),
Flaumhafer (Helictotrichon pubescens), Mädesüß (Filipendula ulmaria),
Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium), Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum
perforatum), Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Hornklee (Lotus
corniculatus), Moschus-Malve (Malva moschata), Echte Kamille (Matricaria
recutita), Zitronen-Melisse (Melissa officinalis), Ross-Minze (Mentha
longifolia), Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides agg.), Kriechende
Hauhechel (Ononis repens), Wasser-Knöterich (Persicaria amphibia), Rote
Pestwurz (Petasites hybridus), Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea), Kleine
Bibernelle (Pimpinella major), Hohe Schlüsselblume (Primula elatior),
Gold-Hahnenfuß (Ranunculus auricomus agg.), Scharbockskraut (Ranunculus
ficaria), Kleiner Klappertopf (Rhinanthus minor), Wilde Sumpfkresse (Rorippa
sylvestris), Sauer-Ampfer (Rumex acetosa), Geflügelte Braunwurz
(Scrophularia umbrosa), Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata),
Gewöhnlicher Beinwell (Symphytum officinale), Hain-Veilchen (Viola
riviniana)
Problempflanzen = Invasive
Neophyten (1% Deckungsanteil): Schlanke Karde (Dipsacus strigosus),
Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), Indisches Springkraut (Impatiens
glandulifera), Sachalin-Flügelknöterich (Fallopia sachalinensis)
Besondere Pflanzengesellschaften:
-
Silberweiden-Weichholzaue (Salicion albae Soó
30 em. Moor 58), fragmentarisch
-
Erlen-Eschenwald (Alnion glutinoso-incanae
Oberd. 53), fragmentarisch
-
Kalmus-Röhricht (Acoretum calami Knapp et
Stoff 62)
-
Nitrophytische Uferstaudengesellschaft
(Convolvulion sepium Tx. 47)
Fauna (ohne gefährdete
Arten, s. o.): Brutvögel: 48 Brutvogelarten in LBV (2000), darunter:
Wasseramsel (Cinclus cinclus), Teichhuhn (Gallinula chloropus), Zaunkönig
(Troglodytes troglodytes), Girlitz (Serinus serinus), Kernbeißer
(Coccothraustes coccothraustes); Tagfalter: Aurorafalter (Anthocharis
cardamines), Frühlings-Mohrenfalter (Erebia medusa), Hauhechel-Bläuling
(Polyommatus icarus), Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus); Heuschrecken:
Roesel´s Beißschrecke (Metrioptera roeseli), Gewöhnlicher Grashüpfer
(Chorthippus parallelus), Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus),
Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)
Besondere Strukturen:
33.3 Nutzungen und
Konflikte
|
Nutzung/Pflege/Zustand |
Konflikt |
Begründung |
|
Frühjahrs-Veranstaltungen auf den Wiesen des
Schlossparks |
stark |
Degradierung der artenreichen Wiese (Lage in
einem Landschaftsschutzgebiet) |
|
Uferverbau des Blutenburger Sees |
stark |
Keine Ausbildung naturnaher Ufervegetation
möglich |
|
Zu häufige Mahd des gesamten Grünlands
östlich der Blutenburg |
stark |
Arten- und Strukturarmut der Wiesenflächen |
|
Ausführen von Hunden, auch unangeleint
entlang des Uferbereichs der Würm |
mäßig bis stark |
Erhebliche Veränderung der Ufervegetation
durch Eutrophierung; hygienisches Problem, da dort auch Kinder spielen |
|
Uferverbau der Würm auf mindestens zwei
Drittel der Fließstrecke mit Steinblöcken oder Beton |
stark |
Flussdynamik und –ökologie werden auch an
Flussabschnitten gestört, wo das aus Gründen der Hochwassersicherheit
nicht nötig ist |
|
Spielen an den naturnahen Flussabschnitten
in Untermenzing |
konfliktfrei |
|
|
Kleinviehhaltung im Dorfkern Obermenzing |
gering |
Uferbereich abgezäunt, wohl nur geringer
Nährstoffeintrag in die Würm |
|
Liegen, Sonnenbaden |
konfliktfrei |
Vor allem im Grünland um die Blutenburg |
|
Angeln in der Würm |
gering |
Trittschäden, zurückbleibende Angelschnüre
sind Fallen für Vögel und Säuger |
|
Gastronomie, Blutenburg und Biergarten
Inselmühle |
konfliktfrei |
Nutzung beschränkt sich auf eng begrenzte
Flussuferabschnitte mit entsprechenden Einrichtungen |
|
Spazieren gehen, Naturbeobachtung |
konfliktfrei |
|
33.4 Pflege- und Maßnahmevorschläge
-
Der Artenreichtum der Magerwiese östlich der
Blutenburg kann nur durch ein angepasstes Mahdregime (eine Hochsommer- und
eine Herbstmahd) erhalten werden. Veranstaltungen auf dieser im
Landschaftsschutzgebiet liegenden Wiese verursachen Trittschäden. Am
geringsten können diese Schäden gehalten werden, wenn Veranstaltungen nach
dem ersten Wiesenschnitt (ab Ende Juli) liegen.
-
Angepasstes Mahdregime für die Auenwiese
südlich der Kapellengartenstraße und die Wiese an der Mergenthalerstraße:
zweischürig (Hochsommer- und Herbstmahd)
-
Angepasstes Mahdregime für die ehemalige
Streuobstwiese in Obermenzing: dreischürig (erste Mahd in der 1.
Junihälfte)
-
Von unumgänglich zu fällenden, alten Bäumen
sollte im Regelfall ein Stamm von 3-5 m Höhe stehen bleiben. Totholzbäume
haben eine besonders hohe Bedeutung für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse,
Käfer, Pilze, Flechten und Moose. Auch anfallende Totholzäste und
-stammstücke sollten ähnlich wie südlich der Inselmühle in Ufernähe liegen
bleiben.
-
Die naturnahen Flussabschnitte in Untermenzing
und im Umfeld der Blutenburg sind besonders gegen Trittschäden und
Eutrophierung empfindlich. Für Hunde sollte in diesem Bereich deshalb ein
Leinengebot gelten.
-
An Stellen, wo die Ufersicherung erneuert
werden muss, sollte auf möglichst naturnahe Methoden zurückgegriffen
werden, z.B. Holzfaschinen oder Weidenstecklinge.
|