Münchner Biotope - Außen2: Planegg Grünzug am Lichtweg
zu 1. Der Lichtwegweiher Der Weiher ist Laichgewässer für Amphibien: Erdkröte, Gras- und Laubfrosch und Molche finden hier Fortpflanzungsmöglichkeiten, ebenso wie einige Libellenarten, z.B. Plattbauch, Königslibelle, Mosaikjungfer und Heidelibelle. Der Lichtwegweiher wird regelmäßig gepflegt, sonst würden die Wiesen verbuschen, der Weiher verkrauten und verlanden. Der Lichtwegweiher ist auch Anschauungsobjekt für viele Führungen und für Biologieunterricht im Freien |
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2. Schmetterlingswiese Um gute Wachstumsbedingungen für Wildkräuter, die auf nährstoffarme "magere" Böden angewiesen sind, zu schaffen, wurde teilweise der nährstoffreiche Oberboden entfernt. Trotzdem empfiehlt es sich, jedes Jahr im Herbst größere Mengen des gewachsenen Pflanzenmaterials zu entfernen, um den Boden weiterhin auszumagern. Die Wildkräuter, wie Wilde Karde, Färberkamille, Gelbe Nachtkerze u. v. mehr dienen vielen Schmetterlingen als Nahrungspflanzen. Landkärtchen, Zitronenfalter, Admiral, Distelfalter und Blutströpfchen lassen sich hier an den Blüten beobachten. |
zu 6. Herlhecke Die Herlhecke ist eine alte gewachsene Baum- und Strauchhecke, hauptsächlich bestehend aus Esche, Feldahorn, Bergahorn, Vogelkirsche und Stieleiche, sowie Pfaffenhütchen, Schlehe, Liguster und Wolligem Schneeball. Sie ist amtlich kartiertes Biotop und wird von einer Vielzahl von Vögeln genutzt: Goldammer, Kohlmeise, Blaumeise, Zilpzalp, Garten- und Mönchsgrasmücke, Buchfink, Buntspecht, Ringeltaube und Kuckuck (selten). Nach Norden hin wurden heimische Bäume und Sträucher als "Verlängerung" der Hecke gepflanzt. |
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zu 9. Streuobstwiese In lichtem Abstand gepflanzte Obstbäume unterschiedlicher alter Sorten: keine Verwendung von Dünger oder Agrochemikalien. Streuobstbestände haben seit Jahrhunderten zu unserer Kulturlandschaft gehört und sind heute zunehmend gefährdet. Sie zeichnen sich durch einen besonders hohen Reichtum an Arten und Individuen vor allem der Tierwelt aus. |
zu 10. Stemmerwiese Durch zweimalige Mahd im Juni und September und Entfernen des Mähguts werden dem Boden Nährstoffe entzogen, dadurch können sich Wildblumen, die auf gedüngten Wirtschaftswiesen nicht konkurrenzfähig sind, im Laufe der Zeit sich wieder ansiedeln, die Artenvielfalt nimmt zu. Verschiedene Teilflächen werden 2 x jährlich, 1 x jährlich oder gar nicht gemäht. Dadurch entstehen eng nebeneinander unterschiedlich strukturierte Lebensräume, was den Artenreichtum bei den Pflanzen und damit auch bei den Tieren erhöht. Heuschrecken: Großes Heupferd, Roesels Beißschrecke und Schmetterlinge: Großer und Kleiner Kohlweißling, Weißrandiger Mohrenfalter, Braundickkopf |