Münchener Biotope - Außen2: Neuer Südfriedhof

Stadtteilbedeutsames Biotop
● Pflege- und Erhaltungszustand: gut
● Schutzstatus: Ausreichend

Lage: zwischen Altperlach und Autobahn A8, südlich der Hochäckerstraße
Schutzstatus nach Naturschutzrecht: Kleine Teilflächen nach Art.13d(1), BayNatSchG geschützt
Kartierter Münchner Stadtbiotop mit der Nr.: 532
ABSP-Nr.: 745 (Friedhofsteich mit umgebender Vegetation)
Flächennutzung nach Flächennutzungsplan: Friedhof und regionaler Grünzug
Flächengröße: 28,5 ha

9. 1 Geschichte, Geländebeschreibung, Vegetation: In den 1970er Jahren nahm der Bedarf an Grabstätten im Südosten Münchens wegen des exorbitanten Siedlungswachstums in Neuperlach stark zu. Damals stand nur der relativ kleine, zentrumsnahe Ostfriedhof zur Verfügung. Deshalb wurde zu Beginn der 1980er Jahre der Neue Südfriedhof westlich von Neuperlach angelegt. Er ist mit  28 Hektar der größte in der Nachkriegszeit in München angelegte Friedhof. Er gliedert sich in einen größeren westlichen Teil, wo sich nahezu alle Grabstätten befinden, und einen kleineren, ca. 40% der Gesamtfläche einnehmenden östlichen Teil, der vorwiegend als Landschaftspark gestaltet ist.



Typische Ansicht im Neuen Südfriedhof: Die Gräber sind gepflegt, der Baumbestand ist noch jung
Die Gräberfelder im Westteil sind als Polygone unterschiedlicher Form und Größe angelegt. Jedes Polygon ist durch einen umlaufenden, unversiegelten Erschließungs-
weg erschlossen. Innerhalb der Gräberfelder sind meistens einige untergliedernde Hecken gepflanzt, die meist nur aus einer Gehölzart bestehen - hauptsächlich Flieder (Syringa vulgaris) oder Eibe (Taxus baccata). Baumgruppen beschränken sich weitgehend auf die Randzonen der Gräberfelder, sie enthalten in erster Linie Winter-Linden (Tilia platyphyllos) und Hainbuchen (Carpinus betulus), stellenweise auch Hänge-Birken (Betula pendula). Die Gräberfelder werden westseitig durch einen Walls von gut 5 Meter Höhe begrenzt.

Auf den Böschungen des Walles befinden sich blütenarme Halbfettwiesen. Die Wiesen sind durch Gehölzpflanzungen in drei Teilbereiche untergliedert. Die Abfallsammelplätze für verwelkten Gräberschmuck an den Wegrändern sind mit streng geschnittenen ca. 1,5 m hohen Buchenhecken eingefasst. Besonders im Südosten tragen einige Findlinge an den Wegrändern zu einer strukturellen Bereicherung bei. 



Artenreicher „Biotop“-Weiher im Friedhof. Der größte Teil der Gräser und Kräuter ist aber angepflanzt,
einige Arten sind nicht standort-
heimisch

Im Ostteil des Friedhofs finden sich ausgedehnte, blüten- und artenreiche Magerwiesen, welche sich im Frühsommer durch die Blüten des Zottigen Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus) gelb färben. In die Wiesenfläche eingesenkt liegt ein 300 Meter langer See, der in Form einer Sichel angelegt wurde. Seine Ufer sind fast vollständig verbaut. Östlich des Sees steigt das Gelände um wenige Meter sanft an, auf dem „Gipfelplateau“ befindet sich die Aussegnungs-
halle. Die blütenreichen Hangwiesen auf der Ostseite sind mit einigen Winter-Linden (Tilia cordata) bepflanzt. Der Aus-
segnungshalle schließt sich nordostwärts eine monotone Gehölzpflanzung von derzeit 6-8 m Höhe an, welche auch Wald-Kiefern (Pinus sylvestris) und in der Mantelzone zahlreiche fremdländische Zwergmispeln (Cotoneaster sp.) enthält.

Südostseitig schließt eine Magerwiese an, welche einige Zuchtformen von Wildpflanzen enthält, u. a. Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata) und Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga). Die Wiese ist in Teilbereichen sehr artenarm und besteht dort fast nur aus Hopfenklee (Medicago lupulina). Im Südosten ist in das Friedhofsareal eine als quadratische Wallanlage von knapp 1,5 m Höhe ausgebildete gut erhaltene Keltenschanze integriert. Auf der Schanze wurden sechs Winter-Lindenreihen gepflanzt. Zwischen den Baumreihen wächst eine artenreiche Magerwiese.

Am Nordost- und Südende des Sees sowie auf der Westseite wurden 100-200 m2 große umzäunte Feuchtbiotope angelegt. Sie beherbergen eine Vielzahl gefährdeter Pflanzenarten, aber auch florenfremde, teils wuchernde Arten. Daher wirken diese mit Flachwasserzonen und kleinen Weihern eigentlich schön gestalteten Bereiche nur bedingt naturnah. Vom See sind diese Biotope weitgehend durch einen Röhrichtstreifen bzw. am Westufer durch eine Insel mit Silber-Weidenbewuchs abgetrennt. Das gekrümmte Südufer ist auf annähernd 100 Metern Länge mit einem wenige Meter breiten Streifen aus Weiden-Gebüsch und Röhricht aus Schilf (Phragmites australis), Schmalblättrigem Rohrkolben (Typha angustifolia) und Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) bewachsen.

Dort kommt auch der Wasserfrosch (Rana x esculenta oder R. ridibunda) vor. Die Verlandungszone des Kleingewässers in der südlichen Biotopbucht wird überwiegend von einem Sumpfseggenried mit Strandsimsen (Bolboschoenus maritimus) und Chinaschilf (Miscanthus sp.) eingenommen. Landwärts schließen Taglilien- und hellrosafarbene Storchschnabelbestände mit Kanadischer Goldrute (Solidago canadensis) an. Die sehr artenreiche Sumpfzone auf der Westseite besteht aus einem Fieberklee-Teppich (Menyanthes trifoliata) und Röhricht- bzw. Großseggen-Fragmenten u. a. mit Trollblume (Trollius europaeus), Scheinzypergras-Segge (Carex pseudocyperus), Zuchtformen der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) bzw. Gelben Gauklerblume (Mimulus sp.). Ein gut 8 Quadratmeter großer Grobschotterbereich oberhalb des Ufers ist mit einem Bestand des Spalierstrauchs Silberwurz (Dryas octopetala) bewachsen. Ein Seitenarm des Sees ist mit mehreren Schwimmblattflächen einer Weißblühenden Seerose (Nymphaea sp.) bedeckt. Den größten Reichtum an gefährdeten Pflanzenarten findet man um das mit einer Seerosen-Schwimmblattdecke bewachsene Kleingewässer am Nordostufer des Sees. Lichte Bereiche des Röhrichtstreifens mit einer geschlossenen Moosdecke aus Acrocladium cuspidatum enthalten u. a. Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) und Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latifolium) und wenige Individuen des Zwerg-Rohrkolbens (Typha minima). Die mäßig steilen Uferböschungen werden von fremdländischen Zierpflanzen dominiert und sind mit Findlingen dekoriert.

Vegetations- und Strukturtypen (Anteilsschätzung in %)

Laubbaumbestände (Kronendach)

30

Halbfettwiese

2

Nadelbaumbestände (Kronendach)

5

Intensiv gepflegte Zierbeete

0,1

Deckung der Strauchschicht

10

Zierhecken

0,2

Altgrasbestand/Grünlandbrache

0,5

Großröhricht/Großseggenried (Art. 13 d BayNatSchG)

1

Scherrasen

20

Stillgewässer

6

Artenreiches Extensivgrünland/Magerwiese

15

Sonstige Flächenanteile

20


9.2 Artenzusammensetzung

Vorkommen gefährdeter Arten (wohl alle angepflanzt): Lanzett-Froschlöffel (Alisma lanceolatum), Gewöhnliche Strandsimse (Bolboschoenus maritimus), Scheinzypergras-Segge (Carex pseudocyperus), Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis), Pracht-Nelke (Dianthus superbus), Breitblättrige Wollgras (Eriophorum latifolium), Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris), Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum), Tannenwedel (Hippuris vulgaris), Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica), Ausdauernder Lein (Linum perenne), Straußblütiger Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora), Weiße Seerose (Nymphaea alba), Seekanne (Nymphoides peltata), Himmelsleiter (Polemonium caeruleum), Eibe (Taxus baccata), Trollblume (Trollius europaeus), Zwerg-Rohrkolben (Typha minima)

Gehölze: Feld-Ahorn (Acer campestre), Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Hänge-Birke (Betula pendula), Buchsbaum (Buxus sempervirens), Besenheide (Calluna vulgaris), Hain-Buche (Carpinus betulus), Waldrebe (Clematis vitalba), Blutroter Hartriegel (Cornus sanguineus), Hasel (Corylus avellana), Baum-Hasel (Corylus colurna), Perückenstrauch (Cotinus coggygria), Schneeheide (Erica carnea), Europäische Lärche (Larix decidua), Liguster (Ligustrum vulgare), Berg-Kiefer (Pinus mugo), Wald-Kiefer (Pinus sylvestris), Espe (Populus tremula), Vogel-Kirsche (Prunus avium), Schlehe (Prunus spinosa), Stiel-Eiche (Quercus robur), Säulen-Eiche (Quercus robur „Fastigiata“), Hunds-Rose (Rosa canina agg.), Vielblütige Rose (Rosa multiflora), Silber-Weide (Salix alba), Grau-Weide (Salix cinerea), Lavendel-Weide (Salix eleagnos), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Eberesche (Sorbus aucuparia), Flieder (Syringa vulgaris), Eibe (Taxus baccata), Winter-Linde (Tilia cordata), Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)

Gräser und Kräuter (*= angepflanzt): *Kalmus (Acorus calamus), Genfer Günsel (Ajuga genevensis), *Gewöhnlicher Frauenmantel (Alchemilla vulgaris agg., auch Kulturform), *Gewöhnlicher Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica), Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria), Gewöhnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum), Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris), *Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris), Sandkraut (Arenaria serpyllifolia), *Berle (Berula erecta), *Schlangen-Wiesenknöterich (Bistorta officinalis), *Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris), Zaun-Winde (Calystegia sepium), Wiesen-Glockenblume (Campanula patula), Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia), Sumpf-Segge (Carex acutiformis), Frühlings-Segge (Carex caryophyllea), *Morgenstern-Segge (Carex grayii), Berg-Segge (Carex montana), Rispen-Segge (Carex paniculata), *Hänge-Segge (Carex pendula), Wald-Segge (Carex sylvatica), *Fuchs-Segge (Carex vulpina), Wiesen-Kümmel (Carum carvi), Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa), Behaarter Kälberkropf (Chaerophyllum hirsutum), *Herbst-Zeitlose (Colchicum autumnale, Kulturform), Kleinköpfiger Pippau (Crepis capillaris), Wilde Möhre (Daucus carota), Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa), *Silberwurz (Dryas octopetala), Wurmfarn (Dryopteris filix-mas), Natternkopf (Echium vulgare), *Gewöhnliche Sumpfbinse (Eleocharis palustris agg.), Kleinblütiges Weidenröschen (Epilobium parviflorum), Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile), *Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium), Wasserdost (Eupatorium cannabinum), Mädesüß (Filipendula ulmaria), Echtes Labkraut (Galium verum), Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense), *Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum), Bach-Nelkenwurz (Geum rivale), Taglilie (Hemerocallis sp.), Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium), Florentiner-Habichtskraut (Hieracium piloselloides), Wolliges Honiggras (Holcus lanatus), *Funkie (Hosta sp.), Gewöhnliches Ferkelkraut (Hypochoeris radicata), *Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Knäuel-Binse (Juncus conglomeratus), Flatter-Binse (Juncus effusus), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius), Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis), Rauer Löwenzahn (Leontodon hispidus), Dreifurchige Wasserlinse (Lemna trisulca), Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus), *Schneeweiße-Hainsimse (Luzula nivea), Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus), Pfennigkraut (Lysimachia nummularia), Gewöhnlicher Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris), Blutweiderich (Lythrum salicaria), Moschus-Malve (Malva moschata), Wasser-Minze (Mentha aquatica), Ross-Minze (Mentha longifolia), *Fieberklee (Menyanthes trifoliata), *Gefleckte Gauklerblume (Mimulus guttatus), *Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides), *Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus), Futter-Esparsette (Onobrychis viciifolia), Wilder Dost (Origanum vulgare), Schilf (Phragmites australis), Mittlerer Wegerich (Plantago media), Zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus), Kleiner Klappertopf (Rhinanthus minor), Sauer-Ampfer (Rumex acetosa), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Gewöhnliche Teichsimse (Schoenoplectus lacustris), Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre), Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi), Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris), *Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara), Gras-Sternmiere (Stellaria graminea), Gewöhnlicher Beinwell (Symphytum officinale), Feld-Thymian (Thymus pulegioides), Wiesen-Goldhafer (Trisetum flavescens), Huflattich (Tussilago farfara), Schmalblättriger Rohrkolben (Typha angustifolia), Breitblättriger Rohrkolben (Typha latifolia), Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)

Problempflanzen = Invasive Neophyten (1% Deckungsanteil): Zwergmispel (Cotoneaster dammeri), Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis), Storchschnabel (Geranium macrorhizum), Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), Lupine (Lupinus polyphyllos), Chinaschilf (Miscanthus sp.), Robinie (Robinia pseudoacacia), Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), Schneebeere (Symphoricarpus rivularis)

Besondere Pflanzengesellschaften:

  • Großseggenried (Magnocaricion W. Koch 26, 13d)

  • Großröhricht (Phragmition australis W. Koch 26, 13d)

  •  magere Goldhaferwiese (Polygono-Trisetetion Br.-Bl. et Tx. ex Marsch. 47)

Fauna (ohne gefährdete Arten, s. o.):  Eichhörnchen (Sciurus vulgaris), Graugans (Anser anser), Zilpzalp (Phylloscopus collybita), Chinesischer Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella), Wasserfrosch (Rana esculenta), Rotklee-Bläuling (Cyaniris semiargus), Distelfalter (Cynthia cardui), Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), Roesels Beißschrecke (Metrioptera roeselii), Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella), Große Pechlibelle (Ischnura elegans), Vierfleck (Libellula quadrimaculata), Heidelibelle (Sympetrum sp.), Steinhummel (Bombus lapidarius)

Besondere Strukturen:

  • Findlinge an Weg- und Uferrändern

  • hohes Blütenangebot


9.3 Nutzungen und Konflikte

Nutzung/Pflege/Zustand

Konflikt

Begründung

Biotovernetzung gestört

stark

Die Biotopanbindung an die westlich gelegenen Wälder (Perlacher Forst) und Grünanlagen (Amerikanische Siedlung, Friedhof am Perlacher Forst) ist durch zwei Autobahntrassen abgeschnitten.

Flora und Fauna des großen Weihers sind durch ausgebrachte Exoten (Chinesische Graskarpfen; Zierstauden) beeinflusst.

mäßig

Der großer Weiher wird als Fortpflanzungsgewässer für Amphibien entwertet; standortheimische Ufervegetation kann sich nur eingeschränkt entwickeln

Im Südostteil sind nicht standortheimische Zuchtformen einiger Wiesenblumen ausgebracht worden.

mäßig

Sehr problematisch, da ohnehin kleine Wildpopulationen durch das massenhafte Ausbringen nicht autochthonen Materials erlöschen können. Es finden sich dann nur noch Zuchtformen.

Weitgehend verbaute Gewässerufer

mäßig

Artenreiche, wechselfeuchte Uferbereiche fehlen weitgehend, die Standortvielfalt ist eingeschränkt

Komplettmahd der Magerwiesen innerhalb weniger Tage

gering

Das vollständige, zeitgleiche Abmähen ohne Aussparen von Säumen bzw. Brachestreifen schränkt die mögliche faunistische erheblich Artenvielfalt ein und führt auch zu monotonen Grünlandbeständen

Naherholung (Spazieren gehen, auf Bänken Sitzen, Grabbesuche)

konfliktfrei

 

Pflücken von Blumen und Kräutern

konfliktfrei

Bedrohte Pflanzenarten sind im leicht zugänglichen Bereich neben den Wegen kaum vorhanden.

Naturbeobachtung

konfliktfrei

 



9. 4 Pflege- und Maßnahmevorschläge

  • Die Artenvielfalt der Magerwiesen kann am besten durch einschürige Mahd gewährleistet werden. Dabei sollten die einzelnen Wiesen nach Möglichkeit nicht komplett, sondern zeitlich gestaffelt zwischen Ende Juli und Mitte September gemäht werden. An den Gewässerufern sollten 1-2 Meter breite Streifen ausgespart werden.

  • Die Wiesen auf den westseitigen Wällen würden ihre optimale Artenausstattung am besten durch eine zweischürige Nutzung erreichen.

  • Die Krautsäume um die Gehölzbestände sollten, wo ohne Störung für die Gräberfelder möglich, nur alle zwei Jahre einmal im Herbst gemäht werden, da die meisten Stauden sonst nicht zur Blüte gelangen können.

  • In den umzäunten Biotopbereichen sollten die florenfremden Pflanzenarten allmählich durch florenheimische, möglichst autochthone Wildstauden ersetzt werden.