| Lage |
Isarvorstadt, westlich Isartal- bzw. Pestalozzistraße |
| Schutzstatus | kein Schutzgebiet |
| Mü. Stadtbiotop Nr. | 591 |
| Flächennutzung | Wasserfläche und Allgemeine Grünfläche |
|
Flächengröße |
ca. 2 ha |
|
Geschichte,
Geländebeschreibung, Vegetation:
Die Geschichte des Westermühlbaches ist weitaus länger, als die der Stadt München. Vor der Münchner Stadtgründung war der Bach Teil eines natürlichen Seitenarmsystems der Isar, das wohl etwa auf Höhe des Flauchers entsprang. Der Westermühlbach wurde, wie alle Münchner Stadtbäche, schon zur Stadtgründungszeit zur Befüllung des Wehrgrabens, zum Mühlenbetrieb und zur Flößerei genutzt. Das Ende des Westermühlbachs wurde zwischen 1905 und 1907 mit dem Bau des Isarwerkskanals eingeläutet, der den Großen Stadtbach in ein Betonkorsett zwang. Mitte der 1960er Jahre wurden dann im Zuge des U-Bahn-Baus nahezu alle Münchner Stadtbäche aufgelassen. Der Westermühlbach umrundet jetzt, bis auf das kurze offene Stück im Bereich der Pestalozzistraße, die westliche Altstadt in einem unterirdischen Kanal. Erst auf Höhe des Englischen Gartens tritt der Kanal, dann als Schwabinger Bach, wieder ans Tageslicht. Mit immerhin 5 m3/s führt der Westermühlbach fast soviel Wasser wie die Isar am Flaucher bei Niedrigwasser (Alle Daten, Wasserwirtschaftsamt München) |
|
Der
oberirdische Abschnitt des Westermühlbachs verläuft unterhalb der
westseitigen Niederterrassenkante der Isar in einem kanalisierten Bett von
ca. 5 Metern Breite. Die senkrechten Ufer sind ostseitig durchgehend mit
einer Betonmauer, westseitig ab der Kapuzinerstraße nordwärts mit einer
Holzwand verbaut. Auf der Westseite ist unmittelbar am Hangfuß ein vollständig
asphaltierter Weg angelegt, der zum Bachufer mit einem niedrigen Metallgeländer
abgegrenzt ist. Der 8-20 m breite Grünanlagenstreifen, der dem Bach
folgt, ist größtenteils mit einem stufig aufgebauten Laubmischwald
bewachsen. Die Baumschicht weist vor allem im Bereich „Am Glockenbach“
und südlich der Kapuzinerstraße zahlreiche Lücken auf. Es dominieren
Eschen und Spitz-Ahorne mit Stammdurchmessern von 30-50 cm, an der
Hangoberkante am Rand der Pestalozzistraße befinden sich mehrere sehr
dickstämmige Rosskastanien. |
|
Artenzusammensetzung |
|
Gehölze |
|
Gräser
und Kräuter |
|
Problempflanzen
= Invasive Neophyten (7%-Deckungsanteil) |
|
Fauna |
|
Besondere
Strukturen |
|
Besondere
Pflanzengesellschaften |