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Geschichte, Geländebeschreibung, Vegetation
Der Südbahnhof wurde 1871 eröffnet. und ist somit über 130 Jahre
alt. Seine Geschichte als Personenbahnhof endete allerdings bereits 1985.
Heute dient der Südbahnhof nur noch als Güterbahnhof.
Unmittelbar
im Bereich des Bahnhofsgebäudes kommen zahlreiche Mauereidechsen vor, die
wohl von südlich der Alpen hierher verschleppt wurden. Sie profitieren
zweifelsohne von dem im Südbahnhofgelände extrem ausgeprägten
Stadtklima, das deutlich wärmer ist, als das Umland. Die Population, der
sicher mehr als 100 Tiere angehören, hat inzwischen sogar Randbereiche
des städtischen Viehhofs besiedelt.
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Die
Fauna des Südbahnhofs weist noch weitere Besonderheiten auf, u. a.
siedelt hier eine große Population der gefährdeten Blauflügligen Ödlandschrecke.
Das weitgehend ebene Gelände wird zum größten Teil von vegetationslosen
Schotterflächen im Gleisbereich eingenommen. In den Gleisbetten der südlich
der Hauptstrecke liegenden Abstellgleise haben sich lückige
Sand-Grusfluren entwickelt. Dort findet man im Frühjahr einjährige,
kurzlebige Pflanzen wie das Sand-Hornkraut und den Dreifinger-Steinbrech.
Auch ein für München bisher nicht bekanntes Nelkengewächs, die Spurre,
wurde hier festgestellt. Auf dem gesamten Areal gibt es nur sehr wenige
Gehölze.
Im Rangierbereich auf der Südseite überwiegt stärkerer Gras- und
Krautbewuchs. Es dominieren vorwiegend verfilzte und vermooste, relativ
artenarme Grasfluren mit reichlich Schmalblättrigem Greiskraut. Auf den
mit Granitpflaster befestigten Ladestraßen zwischen den Abstellgleisen
findet man Pflasterfugenvegetation mit Kahlem Bruchkraut und
Florentiner-Habichtskraut. Weiter östlich wurde am Rand von Asphaltflächen
Müll abgelagert. Hier gedeihen vorwiegend eutrophe Gras- und
Staudenfluren mit Sukzessionsgehölzen.
An der Südostseite des Bahnhofsgeländes wird an mehreren Stellen auf 2-3
m breiten Streifen auf ca. 100 m2 Gesamtfläche Gemüse
angebaut. Am Rand neben einer Halle befindet sich auf Kies-Rohboden eine
gut ausgebildete Möhren-Steinkleeflur mit dem blau blühenden
Natternkopf. Die Asphaltbahnsteige vor dem Bahnhofsgebäude im Nordteil
sind größtenteils verwachsen und randlich aufgebrochen, auf dem kiesigen
Untergrund haben sich Mauerpfeffer-Fluren und Dachtrespen-Gesellschaften
entwickelt. An den abgebrochenen Bahnsteigkanten siedelt eine lückige
Pionierflur mit der stadtbedeutsamen Graukresse |
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Artenzusammensetzung
Vorkommen gefährdeter Arten:
Mauer-Eidechse, Blauflüglige Ödlandschrecke; Moose und Flechten: keine
gefährdeten Arten festgestellt
Gehölze
Hänge-Birke, Esche, Berg-Ulme
Gräser
und Kräuter
Schnittlauch, Quendel-Sandkraut, Gewöhnliche Graukresse,
Schwarznessel, Dach-Trespe, Weg-Distel, Sand-Hornkraut, Schöllkraut, Weißer
Gänsefuß, Mutterkraut, Wilde Möhre, Gewöhnlicher Natternkopf, Kleines
Liebesgras, Scharfes Berufkraut, Kahles Bruchkraut, Florentiner
Habichtskraut, Spurre, Mäuse-Gerste, Tüpfel-Johanniskraut,
Kompass-Lattich, Gewöhnliches Leinkraut, Weißer Steinklee, Wilder
Majoran, Platthalm-Rispengras, Mittleres Fingerkraut,
Dreifinger-Steinbrech, Weiße Fetthenne, Scharfer Mauerpfeffer, Tripmadam,
Großer Bocksbart, Feld-Klee
Problempflanzen
= Invasive Neophyten (8%-Deckungsanteil)
Kanadischer Katzenschweif, Einjähriger Feinstrahl, Virginische Kresse,
Wilder Wein, Schmalblättriges Greiskraut, Frühlings-Greiskraut,
Kanadische Goldrute
Fauna
Distelfalter, Brauner Grashüpfer,
Nachtigall-Grashüpfer, Grünes Heupferd, Heideschnecke
Besondere
Strukturen
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Offene Rohböden
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Trockenmauern mit Mauerspalten
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Hohes Blütenangebot
Besondere
Pflanzengesellschaften
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Thermophile Saumstaudenfluren
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Möhren-Steinkleefluren
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Sand- und Felsgrusfluren
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Kurzlebige Wegraukenfluren |