| Lage |
Haidhausen, zwischen
Orleans- und Friedenstraße, südwestlich Unterführung |
| Schutzstatus | kein Schutzgebiet |
| Mü. Stadtbiotop Nr. | nicht kartiert |
| Flächennutzung | Bahn und Gemeinbedarfsfläche Verwaltung |
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Flächengröße |
ca. 21 ha |
![]() Arten- und Blütenreichtum zwischen den Gleisen südwestlich des S-Bahnsteigs |
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Geschichte, Geländebeschreibung, Vegetation |
| Das ausgedehnte Personenbahnhofgelände umfasst 15 Durchgangsgleise, die zu etwa zwei Dritteln sehr häufig von Reisezügen befahren werden und 6 gepflasterte Bahnsteige von 220 bis 350 Meter Länge umfassen. Interessanterweise kann man sogar auf diesen Bahnsteigen eine Vielzahl von Pflanzenarten entdecken, die dem Lebensraum Pflasterfuge angepasst sind. An den Bahnsteigkanten selten befahrener Gleise wachsen sogar einige Gehölze auf. Z. B. wurden 2002 ein Feld-Ahorn und ein Schwarzer Holunder mit Stammdicken von 6-10 cm beobachtet. Die eigentlichen, geschotterten Gleiskörper sind infolge regelmäßiger Herbizidbehandlung weitgehend vegetationsfrei, vor allem die häufig befahrenen Hauptgleise. Nur auf wenig befahrenen Lade- bzw. Nebengleisen hat sich spärliche Initialvegetation eingestellt. In Längsrissen mancher morsch gewordener Holzschwellen haben sich Wildkräuter und Junggehölze, insbesondere Weiden und Birken angesiedelt. |
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Die
Gleiszwischenräume sind vorwiegend mit sandig-grusigem bis feinkiesigem
Substrat abgedeckt. Dort wächst Trockenheit ertragende Pioniervegetation.
Vor allem Arten der Felsgrusfluren sind vertreten, stellenweise gesellen
sich Nährstoffzeiger wie das Ruprechtskraut und die Kanadische Goldrute
hinzu. Unterhalb der Bahnsteigkante von Gleis11 wurde im Mai ein kleiner
Bestand des unbeständig auftretenden, stark gefährdeten Hunds-Kerbels
mit immerhin 30-50 Individuen festgestellt. Hier handelt es sich um einen
Wiederfund einer mehrere Jahrzehnte in München verschollenen Art. |
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| Gehölze Hänge-Birke, Weißer Hartriegel, Stiel-Eiche, Kratz-Beere, Vielblütige Rose, Sal-Weide, Purpur-Weide |
| Gräser und Kräuter Quendel-Sandkraut, Graukresse, Taube Trespe, Dach-Trespe, Pfeilkraut, Kleines Hornkraut, Sand-Hornkraut, Wegwarte, Kleinköpfiger Pippau, Wilde Möhre, Frühjahrs-Hungerblümchen, Weicher Storchschnabel, Ruprechtskraut, Gewöhnliches Habichtskraut, Tüpfel-Johanniskraut, Zusammengedrückte Binse, Gewöhnliche Kresse, Gewöhnliches Leinkraut, Platthalm-Rispengras, Dreifinger-Steinbrech, Scharfer Mauerpfeffer, Rauke, Wiesen-Bocksbart, Acker-Ehrenpreis |
| Problempflanzen = Invasive Neophyten (7%-Deckungsanteil) Schmetterlingsstrauch, Kanadischer Katzenschweif, Schlanke Karde, Virginische Kresse, Japan-Knöterich, Schmalblättriges Greiskraut, Frühlings-Greiskraut, Kanadische Goldrute |
| Fauna
(s.o. gefährdete Arten) Stein-Hummel, Ikarus-Bläuling, Nachtigall-Grashüpfer |
| Besondere
Strukturen · Offene Rohböden · Trockenmauern mit Mauerspalten · Hohes Blütenangebot |
| Besondere
Pflanzengesellschaften · Möhren-Steinkleefluren · Sand- und Felsgrusfluren |