| Lage |
zwischen Wittelsbacher Brücke und Kabelsteg bzw. Praterwehr |
| Schutzstatus | Landschaftsschutzgebiet; kleine Teilflächen Röhricht, Weidengebüsche bzw. Weichholzaue im Überflutungsbereich nach Art. 13d(1) BayNatSchG geschützt |
| Mü. Stadtbiotop Nr. | 184 (Bereich Kleine Isar am Deutschen Museum), außerdem wurden einige Gehölze kartiert |
| Flächennutzung | größtenteils Wasserfläche und Allgemeine Grünfläche, Gemeinbedarfsfläche Kultur (Deutsches Museum), im südlichen Teil kleinflächig auch Überschwemmungsflächen |
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Flächengröße |
ca. 50 ha |
![]() Südlich der Reichenbachbrücke: frisch gemähte Hochwasserwiesen, rechts der kanalisierte Hauptstrom der Isar |
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Auf der linken Flussseite existiert kein Hochwasserbett. Das künstliche Steilufer enthält einen gut 10 m breiten, dichten Gehölzstreifen mit hohem Anteil dickstämmiger Silber-Weiden. Bemerkenswert ist eine in ca. 5 m Höhe gekappte Silber-Weide mit hohlem, zu einem Drittel offenem Stamm. Eine Anzahl alter Baumstämme ist mit Efeu berankt. Neben dem asphaltierten Gehweg der Wittelsbacherstraße ist stellenweise ein nährstoffreicher Gierschsaum mit Kratzbeere ausgebildet, punktuell hat sich die neophytische Topinambur angesiedelt. Das
70-80 m breite Hochwasserbett der Isar liegt ausschließlich rechts des
Isarhauptstromes. Es ist schwach reliefiert mit Rinnen bzw. flachen
Mulden und leichten Erhöhungen. Die Hochwasserwiesen bestehen vorwiegend
aus artenarmem vom Deutschen Weidelgras dominiertem Grünland, das durch die starke
Tritteinwirkung
der Isarbesucher entstanden ist. Charakteristische Kräuter der Wiesen
sind Weiß-Klee,
Wiesen-Kümmel und
Kleine Brunelle.
An weniger trittbelasteten Stellen nahe der Wittelsbacher Brücke steigt
die Artenzahl; z.B. kommen hier Bärenklau, Wiesen-Flockenblume und
Hornklee vor. Kleinflächig ist sogar ein Fragment eines Auenmagerrasens vorhanden, u. a. kommt in diesem
Rasen die Dornige
Hauhechel
vor. Die markantesten Bäume im Hochwasserbett sind einige große
Silberweiden. Entlang der zahlreichen Trampelpfade haben sich vom
Breit-Wegerich
dominierte Trittrasen entwickelt. In verdichteten staunassen Mulden
kommen lückige Straußgras-Flutrasen vor. Hinter der Reichenbachbrücke zweigt über ein in eine Ufermauer integriertes Wehr die Kleine Isar ab. Das Hochwasserbett der Kleinen Isar ist mit 50-60 Metern Breite für Innenstadtverhältnisse relativ groß. Trotz fast senkrechter, 3-5 m hoher Betonwände am Südostufer besitzt die Kleine Isar einen recht naturnahen Flusslauf mit stillen, seichten Nebenarmen bzw. Buchten und Kolken. In diesem Bereich ist sogar eine natürliche Flussdynamik mit Furkation (Verzweigung des Hauptstromes) möglich. Entlang der Ufer wechseln vegetationsarme Kiesbänke mit Rohrglanzgras-Röhrichten, Brennnesselfluren und Purpurweiden-Gebüschen ab. Daneben sind auch Pionierfluren auf Kiesboden ausgebildet. Besonders attraktiv blüht darin der blaue Natternkopf. und das gelbblütige Barbarakraut. Seit dem Hochwasser im Frühjahr 1999 breiten sich Weißer Steinklee und Einjähriges Berufkraut auf den damals neu entstandenen Kiesbänken aus. |
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Artenzusammensetzung Gehölze Gräser und Kräuter Problempflanzen = Invasive Neophyten (0,2%-Deckungsanteil) Kamtschatka-Beifuß, Schmetterlingsstrauch, Kanadischer Katzenschweif, Schlanke Karde, Topinambur, Drüsiges Springkraut, Japan-Knöterich, Gewöhnliche Nachtkerze, Europäischer Sauerklee, Robinie, Schmalblättriges Greiskraut, Riesen-Goldrute Besondere
Pflanzengesellschaften Fauna (s.a. oben gefährdete Arten) Besondere
Strukturen Nur kleine Isar: wechselnde Bettbreite bzw. Strömung innerhalb von Ufermauern, Absturz, Kolke, Stromschnellen, Kiesbank |