| Lage |
zwischen Pasing, Laim, Westend und Nymphenburg/Neuhausen |
| Schutzstatus | kein Schutzgebiet; kleiner Teilbereich Magerrasen nach Art. 13d(1), BayNatSchG geschützt |
| Mü. Stadtbiotop Nr. | lt. Ausgleichsflächengutachten für die Planung „Zentrale Bahnflächen“ sind zwischen Hauptbahnhof und Pasing ca. 24 ha Bahnbiotope (unterschiedliche Nr.) kartiert worden. |
| Flächennutzung | zurzeit wird der Flächennutzungsplan für das Gesamtgebiet geändert. Bahnflächen werden zu Gunsten eines Nutzungsmix aus Wohnen, Gewerbe und Grünflächen entwidmet. |
| Flächengröße |
ca. 36,5 ha (innerhalb Mittlerer Ring); ca. 87 ha (außerhalb des Mittleren Rings). Der kartierte Bereich umfasst nur einen Teil der insgesamt 173 ha großen städtischen Planung „Zentrale Bahnflächen“ |
![]() Bahnbrache in Laim: auf Rohboden blüht der blaue Genfer Günsel (Bildmitte), im Hintergrund Pioniergehölzen |
|
|
Untersucht wurden in dieser Studie vor allem die weitgehend ungenutzten, teils bereits abgebauten Gleisanlagen nördlich des Haupt-Gleisstrangs. Im Bereich des ehemaligen Rangierbahnhofs Laim und des östlich angrenzenden ehemaligen Paketbahnhofs erstrecken sich großflächige Bereiche mit Kies-Rohböden und Bahnschottern. Es wechselt vorwiegend relativ vegetationsarmer Grobschotter im Bereich der eigentlichen Gleiskörper mit feinkiesig-grusigem Substrat in den Gleiszwischenräumen, stellenweise deckt bewuchshemmende Schlacke den Schotterkörper ab. Die Gleiszwischenräume sind vorwiegend mit lückigen Pionierfluren mit einem hohen Anteil einjähriger Pflanzenarten wie Dreifinger-Steinbrech, Frühjahrs-Hungerblümchen oder Hornkräutern bewachsen. Gruppenweise hat sich ein lockerer, artenreicher Aufwuchs von Sukzessionsgehölzen mit 2-4 m Höhe eingestellt, dominiert von Sand-Birke, Rotem Hartriegel, Sal-Weide und Hunds-Rose. Größere, bereits bis über 10 m hohe Gehölzbestände aus Espe und Birke befinden sich zwischen Rangierbahnhofsgelände und Reisezuggleisen westlich der Friedenheimer Brücke und westlich des Bahnhofs Laim. |
|
Westlich
der Wotanstraße grenzt eine 1,2 m hohe schräge Mauer aus Quadersteinen
mit zahlreichen Fugen und Moosbewuchs das Rangierbahnhofgelände nordwärts
zur Winfriedstraße ab. An der Winfriedstraße liegt eine gepflasterte
Ladestraße mit artenreicher Pflasterfugenvegetation. Die Randstreifen vor
allem an den Lagergebäuden sind mit nährstoffreichen Ruderalfluren
bewachsen. |
|
Östlich
der Wotanstraße gibt es im Bereich des Dampflokschuppens noch größere
Anteile offenen Rohbodens mit spärlicher Initialvegetation. Dort finden
sich vereinzelt Ablagerungen von frischer Schlacke, Schmieröl oder Sperrmüll.
Ebenfalls im Bereich des Dampflokschuppens liegen aber auch Vorkommen des
vom Aussterben bedrohten Behaarten Bruchkrauts und des in Bayern sehr
seltenen Kalikrauts. Regelmäßig zu sehen ist in diesem Bereich der
Feldhase. Er wagt sich an dieser Stelle am weitesten in die Innenstadt
vor. |
|
Gehölze |
|
Gräser
und Kräuter (Auswahl charakteristischer Arten/ die Gesamtartenzahl dürfte
bei etwa 200 liegen) |
|
Problempflanzen = Invasive Neophyten (15%-Deckungsanteil): Schmetterlingsstrauch, Kanadischer Katzenschweif, Zwergmispel, Einjähriger Feinstrahl, Gewöhnliche Geißraute, Virginische Kresse, Gewöhnliche Nachtkerze, Aufrechter Sauerklee, Japan-Knöterich, Sachalin-Knöterich, Essigbaum, Schmalblättriges Greiskraut, Kanadische Goldrute |
|
Fauna
(s.o. gefährdete Arten) |
|
Besondere
Strukturen |
| Besondere
Pflanzengesellschaften · Thermophile Saumstaudenfluren · Möhren-Steinkleefluren · Sand- und Felsgrusfluren, Halbtrockenrasen |