| Lage |
zwischen Maxvorstadt bzw. Schwabing und Lehel bzw. Tucherpark, zwischen Prinzregentenstraße und Isarring |
| Schutzstatus | Landschaftsschutzgebiet (LSG), zusätzlich einige Bäume Naturdenkmal |
| Mü. Stadtbiotop Nr. | Teil des Biotops 120 (südlicher Englischer Garten) |
| Flächennutzung | Wasserfläche und Allgemeine Grünfläche |
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Flächengröße |
ca. 6 km Bachläufe |
![]() Schwabinger Bach in der Schönfeld- wiese mit Röhricht-Relikten und Rohr-Glanzgras |
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Der sehr wasserreiche und schnell fließende Eisbach ist auf seiner gesamten Länge im Park vollständig kanalisiert mit zueinander streng parallelen, verbauten, annähernd senkrecht angeböschten Ufern. Seine Wasserführung erhält der Eisbach aus zwei durch die Auflassung der Münchner Stadtbäche erforderlich gewordene, unterirdische Kanälen. Der Hauptkanal, der Fabrikbach, umfließt westlich das Lehel. An der Prinzregentenstraße vereinigt sich der Fabrikbach mit dem ebenfalls unterirdisch geführten Stadtsägmühlbach und tritt als Eisbach an die Oberfläche. Nördlich der Prinzregentenstraße sind die Eisbachufer mit Waschbeton befestigt. Die Uferrandzonen tragen naturferne Scher- und Trittrasen mit einigen Gehölzen bzw. Gehölzgruppen. Ab dem Hirschanger verläuft der Eisbach bis zur Oettingenstraße innerhalb eines dichten Gehölzbestands, die steinige Uferbefestigung ist hier stellenweise von den Wurzeln des angrenzenden Galeriegehölzes aufgebrochen. Im Bereich der Abzweigung des Schwabinger Baches stehen einige dickstämmige, annähernd 30 m hohe Buchen, Spitz-Ahorne und Eschen, im Unterwuchs befinden sich zahlreiche 2-6 m hohe Eiben mit teils strauchförmigem Wuchs. Hier sind zahlreiche Sitzbänke aufgestellt, die Trittbelastung ist sehr hoch, so dass nahezu keine Kräuter den Boden bedecken. Wohl eine der mächtigsten Eiben Münchens steht auf der Nordwestseite mit gut 10 m Wuchshöhe und einem gerippten Stamm von 40-50 cm Durchmesser! Zur Strukturbereicherung im nahen Umfeld tragen zahlreiche unregelmäßig angeordnete Findlingsblöcke bei. Der heute von Westen zufließende Köglmühlbach
hat mit dem ehemaligen Stadtbach dieses Namens nichts mehr zu tun. Er
wurde erst 1992 als Abzweig (über einen Anstau) des unterirdisch
geführten westlichen Stadtgrabenbaches wieder ans Tageslicht geholt. Im
Bereich des auf einer Insel gelegenen Japanischen Teehauses ist der
Köglmühlbach zu einem kleinen, 1971 angelegten, ovalen See aufgeweitet. |
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Der
Schwabinger Bach beginnt am Hirschanger mit einem künstlichen, 15 m
breiten, Wasserfall von knapp einem Meter Höhe, der 1814/15 angelegt
wurde. In das, nach Norden auf ca. 10 m Breite verschmälerte, Gewässerbett
sind Tuff-Steinblöcke unterschiedlicher Größe eingebracht, die mit
Betonfundamenten fixiert wurden. Die Ufer des hier 1-1,5 m tief
eingeschnittenen Bachbetts sind ebenfalls mit zahlreichen Steinblöcken
unregelmäßig verbaut, so dass sich hier Kolke bilden konnten, die man
ansonsten an den wasserreichen Bächen vermisst. Dadurch gibt es hier auch
Bereiche unterschiedlicher Strömungsgeschwindigkeiten. Die Steinblöcke
sind teilweise mit Moosen, Gräsern, Zimbelkraut und Farnen bewachsen. Der Oberstjägermeisterbach zweigt etwas nördlich der Himmelreichstraße in einem kastenförmigen Betonbett vom Eisbach ab. Er hat mit nur 1 m3/s eine viel geringere Wasserführung als der Eisbach und sein Bett ist wesentlich naturnäher ausgeformt. Die Bachbreite bleibt auch nicht einheitlich, sondern wechselt von 4 m bis nahezu 7 m, damit wechseln auch Fließgeschwindigkeit und Tiefe. Insgesamt 7 Sohlschwellen stauen das Wasser bis zu einer Tiefe über 80 cm auf, so dass sich die Strömung sehr stark vermindert. In einem nur 350 m langen Abschnitt südlich des Kleinhesseloher Sees befinden sich vier Schwellen. Schon an der ersten Schwelle zweigt die Hälfte der Wasserführung als Seebach in Richtung Kleinhesseloher See ab. Der 6 m breite Oberstjägermeisterbach wird in diesem Bereich durch den Stau fast zum Stillgewässer. Der Bach ist in seinem gesamten Verlauf von einem relativ lichten, artenreichen Laubbaumbestand gesäumt. Leider wurden besonders im Südteil standortfremde monotone Strauchpflanzungen mit Schneebeeren und Spiersträuchern vorgenommen. Bemerkenswert ist eine Schwarz-Pappel am Westufer südlich des Milchhäusls mit einem Stamm von ungefähr 1 m Durchmesser. Gleich südlich der Steinernen Bank zweigt vom Oberstjägermeisterbach der Entenbach ab. Entlang seines kurzen Laufs zeigt er vielfältige Strukturen: Westlich der Steinernen Bank quert er mit einem U-förmigen, ca. 3 m breiten Bett, das mit Holzfaschinen gesichert ist, eine Wiese. Dort bleiben an den Trittbelasteten Uferrandstreifen leider nur einzelne Hochstauden, insbesondere Kohl-Kratzdisteln und Gelbe Schwertlilien von der zu häufigen Mahd ausgespart. Bemerkenswert ist eine als Naturdenkmal ausgewiesene alte Schlitzblättrige Buche mit 90 cm Stammdurchmesser nordwestlich der Brückenquerung des Hauptwegs. Dahinter weitet sich das weitgehend unverbaute Bachbett infolge eines Anstaus bis auf 6 m auf. Kurz vor den zwei Brücken sind gezielt zwei mehrere Dezimeter hohe Sohlschwellen angebracht, die ein deutlich hörbares Rauschen des sonst ruhig und langsam fließenden Entenbachs hervorrufen. Dieses Klangerlebnis war von Sckell bereits bei der Anlage des Englischen Gartens geplant worden. Die Fischfauna der Bäche im Englische Garten (alle Daten wurden vom Verein „Die Isarfischer“ und vom „Landesfischereiverband (LFV)“ zur Verfügung gestellt): Liste der vorkommenden Fischarten: |
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Abk.: H = Häufigkeit (1 = Einzelfund; 2 = selten; 3 = mittel; 4 = häufig; 5 = sehr häufig); RL = Gefährdungsgrad nach Roter Liste Bayerns (2 = stark gefährdet, 3 = gefährdet, V = Art der Vorwarnliste) |
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| „Der Schwabinger Bach erhält Wasser vom Biedersteiner Kanal, der über die Würm mit dem Olympiasee, Nymphenburger Kanal und Starnbergersee verbunden ist. Darauf ist die hohe Fischartenzahl der Bäche im Englischen Garten zurückzuführen. Die Alterspyramide der Fischfauna ist allerdings gestört, es werden fast nur Jungfische festgestellt. Dies liegt daran, dass die Bäche regelmäßig ausgelassen werden (Bachauskehr) und anschließend neu besiedelt werden müssen. Das Aufkommen von extrem gefährdeten Arten muss zwingend bei der Restwassermenge berücksichtigt werden. Auch die Wasserkraftwerke im Stadtbereich stellen einen Gefährdungsfaktor dar. Da es sich überwiegend um Jungfische handelt, ist kein ausreichender Schutz über die Rechen gewährleistet. Jungfische können die Rechenstäbe (Abstände ca. 3 cm) mühelos durchschwimmen. Von einem permanenten Turbinentod ist auszugehen. (Hanfland, pers. Mitt.)“ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Gehölze Japanischer Fächer-Ahorn, Spitz-Ahorn, Berg-Ahorn, Rosskastanie, Schwarz-Erle, Moor-Birke, Hainbuche, Buche, Esche, Efeu, Liguster, Fichte, Pappel, Vogel-Kirsche, Kaukasische Flügelnuss, Purgier-Kreuzdorn, Berg-Johannisbeere, Kratz-Beere, Silber-Weide, Trauer-Weide, Bruch-Weide, Schwarzer Holunder, Spierstrauch, Winter-Linde |
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Kräuter
und Gräser Giersch, Gewöhnlicher Frauenmantel, Knoblauchsrauke, Bärlauch, Wiesen-Kerbel, Wald-Zwenke, Bitteres Schaumkraut, Scharfe Seege, Behaarte Segge, Kohl-Distel, Zimbelkraut, Rasen-Schmiele, Gewöhnlicher Wurmfarn, Wasserdost, Mädesüß, Wald-Erdbeere, Ruprechtskraut, Flutender Schwaden, Wasser-Schwaden, Wiesen-Bärenklau, Gelbe Schwertlilie, Zusammengedrückte Binse, Weiße Taubnessel, Gelbe Taubnessel, Ross-Minze, Sumpf-Vergissmeinnicht, Gewöhnliche Pestwurz Alpen-Pestwurz, Rohr-Glanzgras, Gewöhnliches Lungenkraut, Knotige Braunwurz |
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Problempflanzen
= Invasive Neophyten
(<1.%-Deckungsanteil) Schlanke Karde, Japan-Knöterich, Schneebeere |
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Fauna Maulwurf, Eichhörnchen, Zaunkönig, Zilpzalp, Wasseramsel, Blässhuhn, Stockente, mehrere Libellenarten |
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Besondere
Strukturen · Dichtes Gebüsch · Baumhöhlen · Dickstämmige Bäume (>75 cm Durchmesser in 1 m Höhe) · Abstürze, Kolke, Flachwasserzonen am Oberstjägermeister- und Entenbach |
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Besondere
Pflanzengesellschaften · Gierschfluren/Knoblauchsraukensäume · Möhren-Steinkleefluren · Mädesüß- Hochstaudenflur (geschützt nach § 13 d BayNatSchG) · Großröhricht (geschützt nach § 13 d BayNatSchG)/ fragmentarisch Quellfluren (geschützt nach § 13 d Bay NatSchG)/ fragmentarisch |