| Lage |
entlang der Quellenstraße in der Au bis zum Riggauer Weg |
| Schutzstatus | kein Schutzgebiet |
| Mü. Stadtbiotop Nr. | 320 |
| Flächennutzung | Wasserfläche und Allgemeine Grünfläche |
| Flächengröße | ca. 3,5 ha |
![]() Asphaltiertes und betoniertes Ufer des Auer Mühlbachs an der Quellenstraße |
|
|
Das
gleichförmige, ca. 8 m breite Bett des Auer Mühlbachs verläuft auf der
Westseite der Quellenstraße. Die schmale, für KFZ nicht zugelassene,
Straße liegt am Hangfuß des östlichen Isar-Hochufers. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der bis zu 40° steile Talhang ist oberwärts durchgehend vor allem mit Edellaubhölzern bewaldet. Es dominieren Eschen und Spitz-Ahorn mit Stammdurchmessern von 30-60 cm, einzelne Bäume sind auch dickstämmiger. Eine mäßig dichte Strauchschicht ist nur stellenweise ausgebildet, der Jungwuchs der genannten Baumarten ist aber reichlich vorhanden. Die Krautschicht aus Nährstoffzeigern ist sehr spärlich entwickelt. Im unteren Hangdrittel treten mehrere Sicker- bzw. Fließquellen aus, ungefasste Sickerquellen sind nahezu vegetationsfrei mit lückiger Decke aus Quellmoosen. Eine mehrere Liter pro Sekunde schüttende Quelle ist gefasst und ummauert, der Abfluss erfolgt über mehrere Kaskaden in einem mit Nagelfluh-Blöcken befestigten Bett. Vor allem im Nordteil ist am Hangfuß eine ungewöhnlich wuchsstarke, von Brennnesseln, Bärenklau und Knaul-Gras dominierte Nitrophytenflur entwickelt, die selbst nach einem Sommerschnitt Anfang Juli innerhalb von 8 Wochen nochmals eine Aufwuchshöhe von 60-90 cm erreicht hat. Im Südteil befinden sich am Rand der Quellenstraße auch zwei kleinflächige Fettwiesen. Am südlichen Ende der Quellenstraße trennt eine Gehölzinsel mit einer an der Stammbasis 1,2 m dicken Esche mit Zwieselwuchs das Bachbett von der Asphaltdecke auf 60 m Länge. Der bewaldete Steilhang ist durch mehrere diagonal verlaufende Wege mit Treppen erschlossen. Die in diesem Bereich vorhandenen Nagelfluh-Stützmauern sind sickerfeucht und beherbergen einen außerordentlich reichen Moosbewuchs. Einige Arten haben hier ihr einziges Innenstadtvorkommen. Die Fischfauna des Auer Mühlbachs (alle Daten wurden vom Verein „Die Isarfischer“ und vom „Landesfischereiverband (LFV)“ zur Verfügung gestellt): |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Fischfauna des Auer-Mühlbachs
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der Auer Mühlbach beherbergt trotz seiner extremen Querbauwerke (Marienklausenwehr, Gasteig u. a) eine artenreiche Fischfauna. Die Alterspyramide der Fischfauna ist allerdings gestört, es werden fast nur Jungfische festgestellt. Dies liegt daran, dass der Bach regelmäßig ausgelassen wird (Bachauskehr) und anschließend neu besiedelt werden muss und daran, dass ein Fischaufstieg über die extrem hohen Wehre nicht möglich ist. Es ist lediglich ein Einschwemmen von Jungfischen an der Ausleitung aus der Isar vorstellbar. Das Aufkommen von extrem gefährdeten Arten im Auer Mühlbach gibt Aufschluss über die noch weit artenreichere Isar, wo auch die Hauptreproduktionsgebiete der Fische ligen. Die hohe Bedeutung der artenreichen und gefährdeten Fischfauna muss zwingend bei der Restwassermenge für die Isar berücksichtigt werden. Auch die Wasserkraftwerke im Stadtbereich stellen einen Gefährdungsfaktor dar. Da es sich überwiegend um Jungfische handelt, ist kein ausreichender Schutz über die Rechen gewährleistet. Jungfische können die Rechenstäbe (Abstände ca. 3 cm) mühelos durchschwimmen. Von einem permanenten Turbinentod ist auszugehen. (S. Hanfland, pers. Mitt.)“ |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Gehölze Gräser
und Kräuter Problempflanzen
= Invasive Neophyten (2%-Deckungsanteil) Fauna Besondere
Strukturen Besondere
Pflanzengesellschaften |