| Lage |
Untersendling, zwischen Hansapark, Heiterwanger-Straße, Garmischer und Siegenburger Straße |
| Schutzstatus | kein Schutzgebiet: kleine Teilflächen (feuchte Hochstaudenflur, Röhricht, Magerrasen) nach Art. 13d(1), BayNatSchG geschützt |
| Mü. Stadtbiotop Nr. | 479 |
| Flächennutzung | Allgemeine Grünanlage |
| Flächengröße | (kartierter Ostteil): ca. 29 ha, Gesamtgelände ca. 72 ha |
| Die Hänge: Nach gut 20 Jahren Entwicklungsdauer sind, abgesehen von einigen älteren Stiel-Eichen nahe der Garmischer Straße, nur Gehölzbestände aus der Zeit der Anlage des Parks vorhanden. Sie konzentrieren sich auf die Oberhänge und auf die parkabgewandten Seiten der Hügelketten. Die Gehölze nehmen den überwiegenden Teil der Hänge ein. Nur stellenweise wurden dort auch andere Strukturen angelegt: Am Südhang ist im westlichen Bereich ein Steppenbeet mit Palmlilien, Schwertblättrigem Alant und anderen „imposanten“ Pflanzen |
Chinesischer Garten |
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trockenwarmer Wuchsorte angelegt. Ein hoher Strukturreichtum ist am gegenüberliegenden, ziemlich schattigen Nordhang im Bereich des „Sardischen Gartens“ vorzufinden: Aus Lava, Gneis und Sandstein errichtete Steinblockmauern sind bewachsen mit Laubmoosen, Zimbelkraut, Gelbem Lerchensporn und Farnen. Innerhalb der Mauern kommen Sanddorn, Purpur-Weiden, Tamariske, Palmlilien, Acanthus und heimische Saumstauden vor. Es grenzen Sitznischen mit Grillplätzen und Ritzenpflaster sowie niedrigen Mauereinfassungen an. Auf weiteren Hangflächen sind mäßig artenreiche, ungedüngte Blumenwiesen angelegt, teils mit sehr dichter Bepflanzung aus Gelben Narzissen. |
| Das Tal: Der Talgrund im Westen einschließlich des Anstiegs zur Brücke über die Garmischer Straße wird vollständig von Scherrasen eingenommen, die zeitweilig von Gänsen beweidet werden. Im Mittelteil schließt der S-förmig gekrümmte, lang gestreckte „Ostsee“ an, der sich fast bis zum östlichen Rand des Parks als Becken mit Betonufer fortsetzt. Als natürlich wirkender Wasserzufluss mündet ein das Farntal durchfließender gefällereicher, naturnah gestalteter Bach am Westufer in den See. |
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Das nordwestliche Ufer ist stark trittbelastet, vor allem durch weidende Wasservögel. Die lückige Vegetationsdecke enthält neben Trittrasenpflanzen auch Ruderalstauden wie Einjähriges Berufkraut, Weißen Steinklee und Gelbe Gauklerblume. Am Südufer gegenüber dem Seecafé befindet sich ein Hain aus Sumpfzypressen. Die ca. 10 m hohen Koniferen stehen teilweise im Wasser. Landwärts schließen mit schmalen Wegen durchzogene Zierbeete an, die vor allem mit Zuchtformen von Hochstauden bepflanzt sind. Ufernah ist fragmentarisch Großröhricht ausgebildet. Westwärts schließt am Südufer ein weitgehend naturnaher, artenreicher trittgeprägter Rasen an, der stark mit Einjährigem Berufkraut durchsetzt ist. Dort treten volkstarke, aggressive Ameisen auf. Eventuell handelt es sich hier um eine Art, aus dem für die Münchner Schotterebene typischen Formica cinerea-Komplex (Sklavenameisen). |
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Das Feuchtbiotop am Südufer des Sees: Der naturschutzfachlich wertvollste Teil des Parks befindet sich am südwestlichen Randbereich des Sees. Er ist aus einer Verpflanzung von oberbayrischer Moorvegetation in diesen Teil des Parks hervorgegangen. Obwohl von den besonders hochwertigen Moorgesellschaften wegen des künstlich nicht imitierbaren Bodenwasserhaushalts heute kaum mehr etwas zu erkennen ist, blieb dennoch ein schutzwürdiger Lebensraumkomplex erhalten: Der Randbereich neben den Wegen wird von einem leicht reliefiertem und ruderalisiertem Halbtrockenrasen mit zahlreichen |
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seltenen Pflanzenarten eingenommen, u. a.
kommen der Gelbe Enzian und die Gewöhnliche Küchenschelle dort vor. Im
Uferbereich siedelt eine Mädesüß-Hochstaudenflur, die stellenweise noch
Arten der wechselfeuchten Pfeifengraswiesen wie Weiden-Alant und Breitblättriges
Knabenkraut enthält. Der ständig flach überstaute Uferbereich wird von
einem Großseggenried und Schilfröhricht eingenommen, auf der Südseite
ist zwischen aufwachsenden Purpur-Weiden ein expandierender Bestand der
Sumpf-Wolfsmilch etabliert. |
| Der See und sein Westufer: Im See befinden sich zwei heute unzugängliche Inseln, die teils mit Purpurweiden-Gebüsch bewachsen sind, das aus einem ehemaligen verpflanzten Schneeheide-Kiefernwald hervorgegangen ist. Ferner leben im Gewässer eine Population der aus Nordamerika stammenden Rotwangen-Schmuckschildkröte und Graskarpfen. |
| Westseitig
des Sees befindet sich eine gut 2000 m2 große
Rohboden-Sukzessionsfläche mit mageren, teils noch lückigen Grasfluren
und aufwachsenden Gehölzen, darunter eine Reif-Weide und Sanddorn.
Mehrere Ameisenvölker, die teils auf den beiden dicken Totholzstämme
leben, verhindern zuverlässig das Betreten dieser Fläche durch
Parkbesucher. Eingebrachte naturnahe Vegetationsbestände gibt es noch am östlichen Rand des von Waldkiefern überschirmten Heidegartens, wo sich ein Wasserbecken u. a. mit Straußblütigem Gilbweiderich und Gewöhnlicher Strandsimse befindet. In einem trockenen Graben mit flachen Böschungen am nordöstlichen Rand des Parks sind noch Bestände des Klebrigem Salbei, der Steinbrech-Felsennelke und des Weidenblättrigen Ochsenauges erhalten. |
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Moose Gehölze
(nur Auswahl): Gräser
und Kräuter (* = gepflanzt):
Problempflanzen
= Invasive Neophyten (2%-Deckungsanteil) Fauna
(Auswahl auffälliger Arten) |
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Besondere Pflanzengesellschaften |