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Zum
Bavariaring hin schließen sich zahlreiche mit Granitsteinen gepflasterte
Flächen mit Sitzbankgruppen an den Gehweg an. Auf der Westseite Richtung
Theresienwiese sind auf 10 % der Gesamtfläche Spielplätze angelegt.
Der Radweg am Bavariaring ist von der Grünanlage durch eine 1,5 m hohe
streng geschnittene, ziemlich lichte Buchenhecke abgegrenzt.
An
vielen Linden hat sich auffälliger Flechten- und Moosbewuchs eingestellt.
Inzwischen kommen sogar drei Bartflechtenarten an der Theresienwiese vor.
Diese Flechten sind extrem empfindlich gegenüber schwefelsauren
Immissionen. Der Schwefelgehalt der Münchner Luft ist durch
schwefelfreies Benzin und verbesserte Kraftwerksfilter ganz erheblich
gesunken, was die Wiederbesiedlung der Bäume mit Flechten ermöglicht
hat. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts war die Münchner
Innenstadt noch eine so genannte „Flechtenwüste“ (vgl. Kandler u.
Poelt, 1984; Jürging, 1975).
Auf
den an die Grünfläche angrenzenden Kiesschottern der Theresienwiese ist
eine nährstoffreiche Grasflur mit Kletten und Kanadischer Goldrute
ausgebildet. Vereinzelt findet man auch Wärme liebende Möhren-Steinkleefluren,
die für überwärmte Innenstadtlagen typisch sind. Um den U-Bahnhof
Theresienwiese sind auf einer größeren Fläche Linden in einem
rechtwinkligen Muster gepflanzt. Der Bodenbewuchs ist hier noch spärlicher,
neben zahlreichen Trampelpfaden, Trittrasen und vegetationsfreien,
verdichteten Kiesflächen haben sich am Rand der Theresienwiese auch einjährige,
von der Echten Kamille dominierte Ruderalfluren entwickelt.
Durch
die Hans-Fischer Straße vom Grünstreifen der Theresienwiese getrennt
liegt eine kleine relativ wenig besuchte Grünanlage. Sie markiert bereits
den südlichen Rand der Geländekante zwischen Theresienwiese und
Theresienhöhe. Der relativ flache, nordexponierte Hang der Grünanlage
ist mit einem gestuften, relativ niedrigen Gehölzbestand ohne
nennenswerten Krautsaum und einer blütenreichen Fettwiese mit Bärenklau,
Rot-Klee und Wiesen-Pippau bewachsen. Das Zentrum der Grünanlage wird von
einem Komplex aus Gehölzbeständen mit dichter Strauchschicht und zwei
Lichtungen mit Scherrasen eingenommen. Infolge starken Ausmähens fehlen
Krautsäume nicht nur an den Innenrändern des Gehölzbestands, sondern
auch zwischen sehr dicht beisammen stehenden Einzelbäumen.
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Artenzusammensetzung
Vorkommen gefährdeter Arten (* = gepflanzt)
*Eibe,
Moose: Verwandtes Goldhaarmoos, Lyell´s
Goldhaarmoos, Stumpfblättriges
Goldhaarmoos, Zwerg-Goldhaarmoos, Schönes Goldhaarmoos,
Gelbhaubiges Goldhaarmoos, Glattfrüchtiges Goldhaarmoos, Vielfruchtmoos,
Grüner Drehzahn, Haarloser Grüner Drehzahn (!
einer von drei bisher bekannten Standorten in Deutschland),
Papillen-Drehzahn
Flechten: Bryoria fuscescens,
Hypogymnia farinacea, Parmelia
acetabulum, P. flaventior, P.
tiliacea, P. subrudecta, Physcia
stellaris
Gehölze
Spitz-Ahorn, Berg-Ahorn, Rosskastanie, Hainbuche, Blutroter
Hartriegel, Hasel, Eingriffliger Weißdorn, Buche, Esche, Heckenkirsche,
Hunds-Rose, Schwarzer Holunder, Mehlbeerbaum, Winter-Linde, Sommer-Linde
Gräser und Kräuter
Knoblauchsrauke, Große Klette, Gewöhnlicher Beifuß, Wiesen-Pippau,
Wilde Möhre, Wiesen-Labkraut, Gewöhnliche Nelkenwurz, Wiesen-Bärenklau,
Mäuse-Gerste, Kleinblütiges Springkraut, Herbst-Löwenzahn, Echte
Kamille, Rote Lichtnelke, Weißer Steinklee, Gebräuchlicher Steinklee,
Wildkresse, Wiesen-Klee, Wohlriechendes Veilchen
Problempflanzen = Invasive Neophyten (0,1%-Deckungsanteil)
Robinie, Kanadische Goldrute
Besondere
Pflanzengesellschaften
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Knoblauchsraukensäume
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Möhren-Steinkleefluren, fragmentarisch
Fauna
Eichhörnchen, Nachtigall-Grashüpfer, Brauner Grashüpfer
Besondere
Strukturen
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Markantes Oberflächenrelief (Südteil)
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Offene Rohböden
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Dichtes
Gebüsch |