| Lage |
zwischen Brudermühlbrücke und Wittelsbacher Brücke |
| Schutzstatus | Teil des Flora-Fauna-Habitatgebietes „Oberes Isartal“ (EU-Gebietsnr. 8034-301), Landschaftsschutzgebiet (LSG), kleine Teilbereiche sind als Röhricht, möglicherweise auch als Feuchtwiese nach Art. 13d (1) BayNatSchG geschützt; außerdem sind einige Bäume Naturdenkmal (ND) |
| Mü. Stadtbiotop Nr. | 283 (umfasst Teilflächen, der hier kartierten Fläche) |
| Flächennutzung | Wasserfläche (etwa bis zur Mittleren Hochwasserlinie), Überschwemmungsgebiet, Allgemeine Grünfläche (Flächen hinter den Hochwasserdämmen) |
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Flächengröße |
ca. 39 ha |
![]() Warten auf den Isarplan und die ver-sprochene Erhöhung der Restwassermenge: Blick auf das kanalisierte Bett der Isar südlich der Braunauer Eisenbahnbrücke bei Niedrigwasser |
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| Geschichte, Geländebeschreibung, Vegetation Die Regulierung der Isar in München begann bereits am Anfang des 19. Jahrhunderts. Damals wurde das Hochwasserbett in etwa auf die heutigen Maße eingeengt. Eine weitere entscheidende Veränderung bewirkte der Bau des Isarkanals von 1905 bis 1907. Der Bau des Sylvensteinspeichers 1959 machte die Isar endgültig zum regulierten Fluss. Mit dem derzeit erfolgenden Umbau der Isar (Isarplan), der im hier beschriebenen Flussabschnitt 2003 begonnen hat, soll neben der Hochwassersicherung auch eine gewisse Renaturierung des Flusslaufs erreicht werden. Vor allem die Uferverbauungen und die Sohlschwellen aus Beton sollen verschwinden. Südlich des Flauchers ist dies bereits geschehen und erste Erfolge haben sich bereits eingestellt. Es sind neue Kiesbänke entstanden. Die neu angelegten Sohlrampen aus Natursteinen werden dort bereits von der Wasseramsel als bevorzugtes Nahrungshabitat genutzt. |
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Das
Flussbett |
| Das
Hochwasserbett Das ca. 80 m breite Hochwasserbett, das ausschließlich rechts des Hauptstroms liegt, ist schwach reliefiert und von zahlreichen Trampelpfaden mit einer Oberfläche aus Auenlehm durchzogen. Der Bewuchs des Hochwasserbetts ist ziemlich abwechslungs- und artenreich, es überwiegt mesophiles, blütenreiches Grünland mit Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Schafgarbe, Wiesen-Lieschgras, Großer Bibernelle und Bärenklau. Infolge der hohen Trittbelastung überwiegt nördlich der Braunauer Eisenbahnbrücke der Charakter einer Weidelgrasweide mit Kleiner Brunelle und Herbst-Löwenzahn. Entlang der Trampelpfade haben sich vom Breit-Wegerich dominierte Trittrasen ausgebildet. Die angrenzenden Randstreifen des Grünlands von 1-3 m Breite sind oft besonders blütenreich. In flachen Mulden mit stark verdichteten Böden, die zeitweilig durch Niederschlagswasser flach wasserbedeckt sind, haben sich Fingerkraut-Flutrasen entwickelt, kleinräumig auch Zwergbinsenfluren mit einem Vorkommen des Kleinen Tausendgüldenkrauts. Teilbereiche des Grünlands sind mäßig ruderalisiert mit Kriechender Quecke und Acker-Kratzdistel. Unmittelbar an der Wittelsbacher Brücke hat sich eine nitrophytische Ruderalflur mit Brennnesseln und Kletten entwickelt. Südlich der Braunauer Eisenbahnbrücke sind auf mineralischen Aufhöhungen besonders im Ostteil des Hochwasserbetts mehrere über 1000 m2 magere wechselfeuchte Auenwiesen mit Zittergras, Aufrechter Trespe, Dorniger Hauhechel, Zierlicher Sommerwurz, Großem Wiesenknopf, und einer Anzahl weiterer Feuchtwiesenarten zu finden. Nördlich der Brudermühlbrücke konnte ein Wuchsort der seltenen und gefährdeten Spargelschote festgestellt werden. Hier gibt es auch Übergänge zu kleinflächigem Rohrglanzgras-Landröhricht. Am östlichen Rand des Hochwasserbetts befinden sich einige von der Esche dominierte Baumgruppen. Der erste Schnitt des Grünlands nördlich der Braunauer Eisenbahnbrücke erfolgte 2002 Mitte Juli, südlich davon ca. 10 Tage später. Dieser Zeitraum hat sich für den Erhalt der Vegetation der Hochwasserwiesen bewährt. |
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Deiche
und Deichhinterland links der Isar |
| Deiche
und Deichhinterland rechts der Isar Das Freibadbächl am Ostrand des Flauchers ist zum lang gestreckten Entenweiher aufgestaut, der einem Altwasser nachempfunden ist. Die Ufer sind zwar geschwungen, aber infolge der Verbauung mit Steinblöcken bzw. Baumstämmen doch recht monoton, Verlandungsvegetation oder Wasserpflanzen wurden nicht festgestellt. Im Südteil des Entenweihers sind die Ufer überwiegend mit naturnahen Gehölzen bestanden. Im Nordteil grenzen Scherrasen an den Entenweiher an. Nördlich der Braunauer Eisenbahnbrücke grenzen Rosengarten und Giftgarten des Gartenbaureferats an den Hochwasserdeich an. Diese beiden Einrichtungen der Stadtgärtnerei enthalten neben weit über 1000 Zierrosen auch extensiv gepflegte, sehr artenreiche Staudenbeete mit Wildpflanzen. Die wasserseitige Deichböschung und Krone hat ebenfalls den Charakter einer Hartholzaue mit reichlich Sträuchern und Jungwuchs von Ahorn und Eschen sowie einigen Feld-Ulmen. Die teils üppige Krautschicht mit Giersch, Knoblauchsrauke und vereinzelt auch Riesen-Schwingel ist ebenso wie der Strauchaufwuchs alle 25-50 m durch querende Trampelpfade unterbrochen. |
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Gehölze Gräser
und Kräuter Problempflanzen
= Invasive Neophyten
(0,1%-Deckungsanteil) Besondere
Pflanzengesellschaften Fauna
(Auswahl s.a. oben gefährdete Arten) Besondere
Strukturen |